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Vorbemerkung

Samstag, Januar 9th, 2016

Dr.-Ing. Hardi Wittrock
Taufname: Gerhard Wilhelm

Freiberuflicher Architekt und Stadtplaner i. R.
51467 Bergisch Gladbach
Mail h@wittrock-web.de   Ruf 02202-51762  Fax 02202-59204

                                                                                                           

 

In den vergangenen sechs Jahrzehnten habe ich mich als Freiberufler intensiv mit Fragen der Stadtplanung und Stadtgestaltung befasst.
Am 27.01.2015 schrieb mir die damalige Redaktionsleiterin des KStA:
„Da die Redaktion zudem die Bergisch Gladbacher Stadtspitze regelmäßig mit kritischer Berichterstattung verärgert, mussten wir ebenfalls darauf achten, dass wir Ihre Kritik an der Stadtspitze nicht zu oft veröffentlichen, um uns keinem Kampagnen-Vorwurf auszusetzen.“

Den Weg der Homepage wähle ich, um Interessierten mitzuteilen, was ich unternehme, um möglicherweise doch auf politischer Ebene Einfluss zu nehmen.
 Ich freue mich über negative oder positive Kritik per Mail.
Zum persönlichen Gespräch stehe ich gern zur Verfügung

 – – – – – – –

Mein alter Lehrer, Professor Ernst Neufert, Architekten  weltbekannt, forderte, ständig unsere eigenen Entwürfe infrage zu stellen, und auch andere Lösungsansätze zu untersuchen.
Deshalb sollen meine Stellungnahmen anregen.

Inhalt der Homepage:
Kapitel 1)  Aktuelles
Kapitel 2)  Stadtplanung: FPN und BP,
eine allgemeine Einführung.
Kapitel 3)  Stadtgestaltung
Kapitel 4)  Verkehr
Kapitel 5)  Zentren-Entwicklung Bensberg u. Berg. Gladbach
Kapitel 6)  Vita

Anmerkung: Zu den Objekten Bahndamm, Waatsack und Verkehr
wird in den Kapitel 3), 4) und 5)  ausführlich Stellung genommen,
aus denen der Leser nützliche Informationen beziehen kann.

 

 

Aktuelles

Samstag, Januar 9th, 2016


Kapitel 1  Akuelles
F
ür Hinweise auf meine Homepage in Ihrem Bekannten- oder Freundeskreis wäre ich dankbar.
Bis heute  -Stand 25.11.2022-  gibt es über 4990 Aufrufe.

Probleme gesundheitlicher Art in der Familie haben es mir in den vergangenen Wochen schwer gemacht, mich zu den vielen ungelösten stadtplanerischen Problemen zu äußern. Heute mache ich eine Ausnahme.

Schon der Grieche Aesop hat vor über 2.500 Jahren geraten:
Quidquid agis, prudenter agas, et respice finem.

Ich habe den Eindruck, dass die derzeit für die Stadtentwicklung Verantwortlichen
den Ratschlag nicht kennen, denn vor allem für das Gladbacher Zentrum nimmt alles einen verheerenden Verlauf.
Auch sehe ich nicht, wie ein annähernd zukunftsfähiges Konzept auch nur in Ansätzen aussehen könnte.
Vom Rat, personell durch Gesetzgebung und zusätzlich durch Ausschüsse aufgebläht,
sind bislang keine richtungweisenden Vorschläge gekommen oder noch zu erwarten
Das gilt für ein vernünftiges ganzheitliches Verkehrskonzept, wie auch in besonderem Maß für eine Baupolitik, die eine Gesamtentwicklung nicht nur des .Zentrums, sondern auch der
Subzentren im Auge hat.
Wer glaubt, den Verkehr durch Abwürgen des Autoverkehrs zugunsten der Radfahrer unter und mit dem Deckmantel des egozentrischen ADFC verbessern zu können, ist ein abenteuerlustiger Phantast, der jede Realität nicht erkennt, und zu einem immer größer werdenden Dilemma -neben einer verfehlten Baupolitik- beiträgt.
Die Verantwortlichen sind leider einzeln nicht zu belangen.
Letzteres gilt besonders für die intensive „Verklotzung“ innerstädtischer Freiflächen,
auf denen vornehmlich Wohnungen für gut verdienende Singles, Doppelverdiener oder Wohngemeinschaften erstellt werden, die sich die hohen Mieten oder Kaufpreise leisten können. In den meisten bereits erstellten Blocks sind Familien mit Kindern absolute Ausnahmen. Nötige Freiflächen zum Spielen (und „Bolzen“) sind Mangelware.
Inzwischen hat man (weltweit!) erkannt, dass der Umbau von Fabrik- oder ähnlichen Hallen
zu „Lofts“ aus oben erwähnten Gründen keine zukunftserforderliche Entwicklung darstellt.

Bergisch Gladbach muss nicht zur Schlafstadt für auspendelnde Gutverdiener in großen Wohneinheiten (mit der latenten Gefahr der Getto-Entstehung) werden.
Sie muss planerisch Flächen für familiengerechtes Bauen festlegen, und damit Boden-Spekulanten die Richtung vorgeben.
Vor allem aber muss endlich erkannt werden, dass auf Dauer nur eine zweite Verkehrs-Ebene über den Gleisanlagen unter Einbeziehung der umgebenden vorhandenen Straßen, mit dem Ziel der Steuerung und Entflechtung des Verkehrs aus allen Richtungen möglich wird.
Für die Entwicklung des Zanders-Geländes darf es, -auch für den Denkmalschutz- kein Denkverbot geben.

25.11.2022

an: redaktion.rhein-berg@ksta-kr.de

Haben Sie den Mut, den Leserbrief so wie er da steht, zu veröffentlichen?
Mit Kürzungen bin ich nicht einverstanden.
von Dr.-Ing. Hardi Wittrock, Bergisch Gladbach                                                 22.08.2022      

Leserbrief.

Die Pläne zur Laurentiusstraße und zum Bauboom in der Innenstadt
machen mir Sorgen.
Wenn es nicht so ernst wäre, möchte man annehmen,
dass in der Verwaltung einige vom Hitzschlag getroffen sein könnten.
Die ganzen Beschlüsse zu Fahrradstraßen, von einigen Fahrradclub-Funktionären beflügelt, sind Zeichen der Unfähigkeit, absurde Ideen für eine vernünftige Verkehrsplanung als solche zu erkennen, und nicht weiter zu verfolgen.
Bergisch Gladbach benötigt dringend ein gesamtstädtisches Verkehrskonzept,
um absehbare Infarkte infolge einer massierten Bebauung in Zentrumsnähe zu lindern, weil eine „Gentrifizierung“ (-ein Ausdruck für eine Bauweise, in der wenig oder kein Platz für Kind- oder jugendgerechtes Wohnen und Umfeld ist-) immer mehr Platz ergreift.
Wann endlich stimmt der Rat den Wünschen der Verwaltung nicht mehr zu,
immer neue Gutachten, die Hundertausende kosten, (bislang viele Millionen)
in Auftrag zu geben.
Mit der Vorab-Befriedigung von einzelnen wünschenswerten Maßnahmen auf dem Zanders-Areal
wird man dem Erfordernis einer schlüssigen Verkehrs-und Bauplanung
über die Areal-Grenzen 
hinaus in keiner Weise gerecht.
Wer hier plant, muss alle Bereiche von Stadtplanung und Stadtgestaltung
im Blick haben.
Bislang sehe ich da keine Silberstreifen am Horizont.

Dr.-Ing. Hardi Wittrock, Bergisch Gladbach
Architekt und Stadtplaner i. R.

Nachfolgend sind in den Abschnitten schon angesprochen und Wege zur Problemlösung aufgezeigt.

Wenn es den Verantwortlichen an subtiler Fachkenntnis oder Unfähigkeit mangelt, alternative Lösungen zu suchen und auf ihre Möglichkeiten zur zeitnahen Verwirklichung zu prüfen, stattdessen immer wieder von ortsfremden für gutes Geld Gutachten erstellen lässt, die selten oder nie wirklich Gutes gedeihen ließen, verlässt mich die Lust, mich bei der täglichen Zeitungslektüre zu ärgern. Also: Abo abbestellt. Trotzdem werde ich von vielen jungen und älteren Mitbürgern über Geschehnisse am Ort gute informiert.
Dafür war und bin ich immer sehr dankbar.
Ich befürchte, dass die verantwortlich Handelnden in Rat und Verwaltung sich nicht darüber im Klaren sind, dass falsche Weichenstellungen -auf welchem Gleis auch immer- politisch nicht ohne Folgen bleiben werden.

In den letzten Wochen sind viele Artikel in der BLZ veröffentlicht worden zu Problemen, die ich in der Vergangenheit angesprochen habe, wie weiter unten zu lesen ist.

Ich darf annehmen, dass auch die Verwaltung davon Kenntnis hat.
Aber Reaktionen -auch aus der Politik- sind bislang nicht erfolgt.
Das betrifft sowohl Vorsorgemaßnahmen zum Strunde-Hochwasserschutz ,
das unsägliche Theater um Fahrradstreifen an Kölner-, Budde- und Laurentiusstraße,
und ganz besonders das überaus wichtige Konzept für ein zukunftsfähiges Verkehrskonzept im Zusammenhang mit der verdichtenden Bebauung im Gladbacher Stadtzentrum.

Wenn hier nicht radikal umgedacht wird, und allen möglichen (und unmöglichen) Vorstellungen weiter Zeit (und Geld) geopfert wird, kann kein vernünftiges Gesamtkonzept geboren werden.
Ich fordere deshalb die Freilegung des gesamten Zanders-Areals einschließlich des Kraftwerks bis auf ganz wenige (!) denkmalwerte Gebäude im nördlichen Bereich.
Es muss auch festgestellt werden, dass die vielen neuen, noch  im Bau und in der Planung befindlichen Investoren-Projekte nicht geeignet sind, den dringend notwendigen Wohnungsbedarf für Familien mit Kindern zu decken.
Bislang fehlen dort fast überall ausreichend große Spiel- und Freiflächen, auf den auch mal rumgetollt werden kann, ohne dass Anwohner sofort über den dort entstehenden Lärm Beschwerde einreichen.
Stadtplanung ist eben mehr als nur Befriedigung augenblicklicher Bedürfnisse.
Anmerkung: Diesen Artikel sende ich nicht an BLZ/KSTA.
Siehe dazu die Vorbemerkung.

Mein Leserbrief vom 25.08.2021 wurde bislang nicht veröffentlicht.

Zwischenzeitlich ist die Diskussion um den Erhalt der Fa. Zanders ausgestanden.
Die Stadt kann also nun frei über das Gelände verfügen.
Deshalb habe ich nachfolgend den Text der neuen Situation angepasst.
Im zweiten Teil habe ich  Vorschläge zum Hochwasserschutz gemacht,
die mit wenig Aufwand zu bewerkstelligen sind.
Hätte die Stadt reagiert, wären große Schäden
am Denkmal Alte Dombach vermeidbar gewesen.

Die Überplanung des gesamten Zanders-Geländes erfordert auch eine Überprüfung der Notwendigkeit,
unter Denkmalschutz stehende Einzelgebäude zu erhalten.

Wenn ein „großer Wurf“ gelingen soll, dann muss das gesamte Gelände in die Planung einbezogen und weitgehend geräumt werden.
Dabei besteht durchaus die Möglichkeit, einzelne markante Gebäude zu erhalten.

Ich bezweifle, ob das Kraftwerk dazu gehören muss, weil ich nicht glaube, dass dessen Standort optimal für eine Entwicklung
des Gesamtareals ist. 

Wichtig ist die Frage der Verkehrsführung nicht nur für den Innenbereich des Zanders-Geländes,
sondern darüber hinaus für die innerstädtische Verkehrsführung, die ja auch regionale Bedeutung hat.
Wie man Innenstädte zukunftsfähig plant und gestaltet, kann man an Beispielen wie in Gummersbach, Opladen, Siegburg und vielen anderen Städten (z. B. Leverkusen) studieren.

Diese Stadt braucht mutige Entscheidungen, die nicht von der augenblicklichen Haushaltslage beeinträchtigt werden. Bürgerbeteiligungen sind gut, aber nicht immer zielführend.
Gefragt sind ausgewiesene Stadtplaner, die mehr als Spezialisten auf einem der vielen Teilaspekte sind, sondern umfassend ausgebildet sind.

Zum Hochwasserschutz
verweise ich auf meine Eingabe vom 04.09.2015
„Entwässerungskonzept der Stadt“
nachzulesen in Kapitel 3.

In dieser Folge habe ich zu vielen städtebaulichen Fragen Stellung bezogen.
Nur manchmal hat es Wirkung gezeigt.
Es gilt die Wahrheit:
„Viele haben gehört, aber nicht verstanden“.
„Viele haben gelesen, aber nicht begriffen“. 
Sie können nachlesen über Verkehrslösungen örtlicher und überörtlicher Art:
Z. B. Waatsack, Innenstadt Gladbach, L286n.
Bauprojekte: Neues Stadthaus, Entwicklung der Zentren von Bensberg und Gladbach, Zanders-Gelände.
Neue Bauten in alten Wohngebieten: Große und teure Wohnungen für Gutbetuchte,
aber kein Platz für Kinder und Jugendliche, auch nicht in der Nähe.
Architektur „aus dem Atlas“, aber ohne Gespür für das Umfeld.
Ausgaben in Millionenhöhe für Gutachten, die fast keiner liest, und noch weniger Ratsmitglieder kennen.
Dafür viele Anträge im Rat, die sich bei einem vernünftigen Mitarbeitereinsatz als überflüssig herausstellen würden,
wenn diese persönlich für ihre Leistungen in Anspruch genommen würden.
Pfundschwere Vorlagen für Rats- und Ausschussmitglieder, nach deren Inhalt man jene besser nicht fragt.
Subtile Kenntnis: Fehlanzeige.
Seit dem Ausscheiden von Herrn Stadtplaner Günther Klatt hat kein anderes Verwaltungsmitglied
-soweit mir bekannt- mal zu Bleistift und Tusche gegriffen, um eigene Vorstellungen zu verdeutlichen.
Mehr als bedauerlich!
Es macht keine Freude, immer dieselbe Litanei beten zu müssen.

Zur nächsten Wahl wünsche ich mir, dass mehr fach-und sachkundige Bürger für die einzelnen Fachbereiche kandidieren.
„Parteisoldaten“ und Handaufheber sollte man nicht wählen.
24.06.2021 H.W.

Leserbrief (nicht veröffentlicht)

Bergisch Gladbach am 25. Febr. 2021
Muss ich mich jeden Morgen bei der Zeitungslektüre fragen, ob denn die Ahnungslosigkeit unserer verantwortlichen beamteten Planer und in der Überzahl auch gewählten Ratsvertreter überhaupt ahnen oder wissen, wie man eine vernünftige Stadtplanung betreibt?
Meine große Hoffnung setze ich auf den neu gewählten Beigeordneten Migenda, der kostenträchtigen geplanten Unsinn zunächst bei Verwaltung und Rat stoppt.
Ich erkläre ausdrücklich, dass ich mich für mehr Fahrradgerechtigkeit einsetze.
Das bedeutet aber nicht, dass ich dafür eine unsägliche Beeinträchtigung des mehrachsigen fließenden und ruhenden Verkehrs in Kauf nehmen würde.
Was ist also zu tun? Wenn man auf wichtigen Verkehrsachsen nicht nur den Radfahrern auf Dauer etwas Gutes tun will,
muss man einen anderen Weg beschreiten, nämlich den des Umbaus der gesamten zur Verfügung stehenden Fläche.
Das bedeutet die Einbeziehung des gesamten Raumes einschließlich der Fußwege.
Und wie können Lösungen aussehen, die es schon in vielen anderen Städten Europas gibt.
Bei einer Flächenbreite von 16,00 m zwischen Hausfronten könnten beidseitig je ein kombinierter Rad- und Fußweg von 3,00 m Breite entstehen.
Dazwischen liegt eine Fahrbahn von 10,00 m, die einen Gegenverkehr zulässt. Partiell liessen sich an geeigneter Stelle sogar Parkbuchten anlegen.
Radfahren sollten sich Geschwindigkeiten angewöhnen, die auch Fußgängern genehm wären.
Ein weiterer Vorschlag ist, auf der weniger frequentierten Seite einen nur für Fußgänger zugelassen Weg von etwa 1,50 m zu installieren.
Die ersparte Fläche wird der anderen Seite zugeschlagen. Vorteil: Hier ließ sich eine begrünte und baumbepflanzte Fläche einrichten,
in der auch noch Platz sein könnte, um Zu- und Ausfahrten für Parkflächen in Gebäuden oder im Hinterland zu sichern.
Die Laurentiusstraße bietet sich geradezu an, hier ein signifikantes Beispiel zu verifizieren.
Gleiches gilt für andere Hauptverkehrsstraßen, die es schon sind, sich aber in zunehmendem Maß auch außerhalb der Haupt- und Nebenzentren entwickeln.
Übrigens hat die Bewältigung des Verkehrs auf die Zentrenentwicklung eine nachhaltige Bedeutung, wie unschwer an der Negativentwicklung der Bergisch Gladbacher Hauptstraße sichtbar wird.
Wenn der Schloßstraße in Bensberg nicht Gleiches widerfahren soll, ist auch hier ein Umdenken unabdingbar. Wenn sich eine Planung als unzulänglich erweist, muss eine Änderung erfolgen.
Dabei kann ein Planer nicht auf seinem Urheberrecht bestehen.
Er müsste vielmehr für seinen Grundfehler (Gefällemissachtung)
und deren Beseitigung in Anspruch genommen werden.
Dr. Ing. Hardi Wittrock

16.02.2021  Heute bringt die BLZ den Leserbrief vom 08.02.2021 um das kursiv Geschriebene gekürzt.
Leserbrief
Über viele Jahre habe ich mich mit der Stadtplanung in Bergisch Gladbach beschäftigt.
Viele meiner Anregungen wurden umgesetzt.
In den letzten Jahren sah ich mich veranlasst, mich kritisch mit der Planung und Gestaltung in unserer Stadt auseinander zu setzen.
Ich weiß, dass dies nicht allen Verantwortlichen angenehm war.
Umso mehr freut mich, dass der Stadtrat einen qualifizierten neuen Stadtbaurat (Beigeordneten) gefunden hat.
Viele schwierige Probleme sind zu lösen.
Das derzeit Schwierigste ist der Neubau eines Stadthauses am geplanten Standort, der nach meinen Kenntnissen dieser Stadt
in jeder Hinsicht total falsch gewählt ist.
Damit kommt eine Vielzahl weiterer Probleme im Zusammenhang mit ungelösten Verkehrsfragen auf die Stadt zu.
Die Stadt hat die Möglichkeit, den Vertrag mit den Architekten zu kündigen. Erbrachte Leistungen sind zu honorieren.
Auch eine „Abspeckung des Entwurfs“ -wie auch immer- wird keine Lösung sein.
Für die Explosion der Kosten sind auch die Planer entscheidend mitverantwortlich,
weil die Kosten seit dem Wettbewerb völlig aus dem Ruder gelaufen sind.
Das hätten die Planer erkennen müssen.
Bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung hätten die Planer nicht allzu gute Karten für eine Fortführung des Verfahrens.
Eine Kündigung des Vertrages liefe mit Sicherheit auf einen Vergleich hinaus.
Ein Bauherr ist nicht gezwungen, jede aus Entwurfsgründen nötige inhaltliche Änderung zu akzeptieren.
Wenn der Rat will, kann er einen Schluss unter das Projekt am Bahnhof ziehen.
Ich hätte den Mut! Und würde schon vorhandene Vorschläge aufgreifen.
Jedes einzelne Ratsmitglied ist verantwortlich wenn es zulässt, dass weitere Millionen im Zehnerbereich verpulvert werden.
Eine Kostensteigerung von rd. 300 % (dreihundert Prozent)  seit dem Wettbewerb ist in keiner Weise vertretbar.
Auch nicht bei einer Architektengruppe, die ihren guten Ruf aufs Spiel
setzt.

Mit guten Wünschen
Dr.-Ing. Hardi Wittrock

PS: Ich werde diesen Brief in meine Homepage (wittrock-gl.de) aufnehmen,
      und damit den interessierten Bürgern zur Kenntnis bringen.

28.11.2020  Ich muss nicht wiederholen, dass ich ein neues Stadthaus nebst Stadtbücherei am S-Bahnhof für eine völlig verfehlte Planung halte.
Auch die Umleitung des Süd-/Nordverkehrs (Bensberg-Leverkusen) über die Jakobstraße zwecks Verringerung des Verkehrs am Busbahnhof kann ich nur als Griff nach dem Strohhalm einer ertrinkenden Bauverwaltungsspitze betrachten, die den Blick für die vielen Verkehrsprobleme in dieser Stadt völlig verloren hat.
Auch wenn das Gezerre um Zanders endlich aufhört, sind mit noch so vielen Vorschlägen für eine Nutzung des ganzen oder nur partiell zur Verfügung stehenden Areals, die Probleme des Verkehrs und vor allem auch der innerstädtischen Bauentwicklung -in welcher Richtung auch immer- nicht im Ansatz gelöst.
Eine Problemlösung mit der Erklärung der Laurentiusstraße zur Fahrradstraße kann ich nicht erkennen. Der Vorschlag kann eigentlich nicht ernstgenommen werden.
Der Gegenargumente sind zu viele, als dass sie hier alle erläutert werden könnten.
Eine Lösung des motorisierten Verkehrs kann nur gefunden werden, wenn für die sich kreuzenden und überlappenden Verkehre in der Stadtmitte eine genügend große freie Fläche gefunden wird,
auf der sich der Gesamtverkehr ordnen und verteilen kann. Ohne die Zweiradfahrer zu vergessen!
In der Regel sind Verkehrskreisel eine Lösung. Aber deren Kapazität ist in den meisten Fällen auf vier Zu- und Abfahrten beschränkt.
Kommen weitere notwendige Anschlüsse hinzu, müssen die Kreisel erweitert werden, um den Mehrverkehr aufnehmen zu können. Doch auch dabei sind natürliche Grenzen gesetzt, weil mehr Fahrzeuge im Kreisel eine größere Verkehrsdichte erzeugen.
Schon vor Jahrzehnten haben das kluge Stadtplaner begriffen und die Kreisel auseinander gezogen bis hin zu Rechtecken, deren „Ecken“ gerundet sind, um dort weitere Zu- oder Abfahrten aufnehmen können. Ein Beispiel für viele ähnliche Lösungen ist der Neumarkt in Köln. In anderen Städten (z. B.in Darmstadt) hat man ganze Stadtzentren untertunnelt.)
In Bergisch Gladbach gibt es ebenerdig keine Fläche, in der eine solche Lösung möglich wäre. Man muss also in eine zweite Ebene wechseln, wenn man die hier offenkundigen Mängel beheben will.
Dazu bietet sich einzig und allein die Fläche über Bus- und S-Bahnhof an. Diese Fläche kann über Rampen von Osten (Driescher Kreisel), Westen (Kalkstraße), Norden (Jakobstraße) erreicht werden.
Die angestrebte Lösung ist sicher nicht kurzfristig zu realisieren, weil hier die Bundesbahn mit im Boot sitzen muss.
Besondere bautechnische Schwierigkeiten im Hinblick auf Gründung, Ver- und Entsorgungsleitungen sind dort nicht zu erwarten.
28.11.2020

Die Stadt braucht einen eigenen qualifizierten Stadtplaner.
Ich halte neben dem Rat die Zahl der Ausschüsse und deren Mitgliederzahl
für zu hoch.
Hätte der Rat den Mut, die Hauptsatzung entsprechend zu ändern, müssten die entscheidenden Parteien bei der nächsten Wahl nicht noch mehr zittern. Ökologisches Denken und Klientel-Interessen zu befriedigen allein reichen nicht aus, unsere Stadt zukunftsgerecht  zu gestalten.
10.11.2020

Die BLZ berichtet, dass die neue Mehrheit im Bergisch Gladbacher Rat ein umfangreiches Koalitionspapier entworfen hat.
Ich vermisse darin eine Aussage, wie man das wichtigste städtebauliche Problem, nämlich ein umfassendes Verkehrskonzept zu entwickeln,
angehen und einer Lösung zuführen will.
Die Schließung der Straße zwischen der Galerie und dem Busbahnhof kann ja nur ein Hirngespinst sein, wenn nicht eine andere Lösung hier
und an anderen neuralgischen Knoten gesucht und gefunden wird.
Die Lösung kann nur gelingen, wenn man im Bereich des Bus- und S-Bahnhofs eine zweite Ebene darüber schafft. Angeregt habe ich das schon vor über vierzig Jahren.
Weitere Gutachten von Ortsfremden einzuholen, ist nicht zielführend, aber teuer. Vielmehr sollte man bei der Installation eines dritten Beigeordneten versuchen, einen Stadtplaner alter Schule, der auch Architekt ist, zu finden. Das wird nicht leicht sein.
Parteipolitische Erwägungen sollten (und dürfen !) dabei keine Rolle spielen, weil Stadtplanung keine Spielwiese für Partei-Interessen ist.
31.10.2020
Dr.-Ing. Hardi Wittrock      (Als Leserbrief in der BLZ am 09.11.2020)

Aus verschiedenen Gründen ist meine freie Zeit -derzeit- sehr stark eingeschränkt. Ich verfolge aber laufende Bauvorhaben und Überlegungen zur Stadtentwicklung mit großer Aufmerksamkeit und Sorge. Auch zur ästhetischen Beurteilung einiger fertigen Objekte habe ich eine eigene Meinung, die nicht von Jedermann geteilt werden muss, aber doch zur Sprache kommen sollte. Beispiele: Verödung der Hauptstraße in ganzer Länge in Bergisch Gladbach, Gestaltung des Ortskerns von Bensberg, Gestaltung der Hauptkreisverkehre in Bergisch Gladbach, fehlendes Konzept zur Lenkung der Verkehrsströme, die sich Schleichwege suchen, um langen Wartezeiten an beampelten Kreuzungen mit langen Autoschlangen zu entgehen. Themen, die bei den anstehenden Kommunalwahlen sicher diskutiert werden.
Bleiben Sie gesund!    (geschrieben am 1. April 2020, auch heute noch aktuell.) 

Nach der Kommunalwahl vom 13.09. 2020  ist nicht nur der folgende Beitrag aktuell wie eh und je !!!
Mir scheint, der Bürger hat begriffen, wo der Schuh drückt, und wer verantwortlich ist.

Zur Kommunalwahl im Herbst  (am 25.05.2020)
Bei der nächsten Kommunalwahl entscheiden die Bürger darüber, in welche Richtung sich diese Stadt entwickeln soll.
Die vergangenen Jahre sind für die Stadtentwicklung verlorene Jahre, weil grundlegende Entscheidungen nicht getroffen wurden.
Weit über eine Million Euro wurden für Gutachten an ortsfremde Planungsbüros ausgegeben, ohne das auch nur ansatzweise realitätsnahe Lösungen vorgeschlagen wurden.
Die Gutachten sind den meisten Ratsmitgliedern nicht, oder nur höchst unzureichend bekannt.
Ich wünsche mir, dass der nächste Rat genügend mutige Vertreter hat, die dem Gutachterunwesen ein Ende machen.
Insbesondere die Bauverwaltung muss so reformiert werden, dass eigene Mitarbeiter mit Überlegungen zu städtebaulichen Problembereichen betraut werden.
Ein neuer Bürgermeister muss den Mut haben, aussichtslose Projekte zurückzuweisen, auch wenn schon viel Geld für Gutachten ausgegeben wurde.


Nachfolgend habe ich schon mehrfach deutlich und aktuell Stellung bezogen.
Bitte lesen Sie auch unter Kapitel 4 nach.

In den letzten Tagen war zu lesen, dass einige Ratsmitglieder die Meinung vertreten, den Stadthausneubau am Bahnhof zu überdenken.
Dem muss ich zustimmen weil ich meine, dass mit dem Bauvorhaben an dieser Stelle der Stadt in massiver Form für die Zukunft geschadet wird.
Das völlig ungelöste, ja nicht einmal in Lösungsansätzen erkennbare Verkehrsproblem erlaubt einfach nicht die Weiterverfolgung des Projektes an dieser Stelle.
Da helfen auch keine Gutachter weiter, die nur zu dem Projekt Stellung nehmen können,
die aber vom Gesamtproblem in dieser Stadt keine oder nur wenig Ahnung haben.
Es ist schon viel Geld investiert. Aber nur ganz wenige Eingeweihte wissen, wieviel schon tatsächlich ausgegeben wurde.
Dass auch Mitarbeiter der Verwaltung an der Planung in irgendeiner Weise beteiligt sind,  kostet schließlich auch Geld.
(23.04.2020)

Der folgende Leserbrief wurde am 23.07.2020 um die unterstrichenen Teile gekürzt veröffentlicht.
Stadthausneubau und Emilien-Brunnen
Zu beiden Objekten habe ich mehrfach Stellung genommen.
Deshalb freue ich mich, dass kompetente Mitbürger Ihre Meinung zu den bisherigen Planungsverläufen äußern.Die Planung zur Versetzung und Umgestaltung des Emilien-Brunnens ist an Einfallslosigkeit und Brutalität kaum mehr zu überbieten. Gleiches empfinde ich bei der Treppenanlage neben der Schlossgalerie.

Den Vorschlag zur Sanierung nebst Erweiterungsbauten am Stadthaus am Kreisel finde ich interessant und wünsche mir, dass die Mitglieder des Rates die Verwaltung zwingen, sich von der Vorstellung eines Neubaus am S-Bahnhof zu verabschieden.
In der Bauverwaltung fehlt ganz offensichtlich die Fähigkeit, sich die vielen damit verbundenen nicht lösbaren Probleme auch nur annähernd vorzustellen. Wer ernsthaft glaubt, Verkehrsprobleme mit einer Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs zwecks Reduzierung des Individualverkehrs und einer Ausweitung des Radwegenetzes lösen zu können, muss den Realitäten blind gegenüber stehen.
Wer ernsthaft nach einer Lösung sucht, kommt nicht umhin, massive Veränderungen ins Auge zu fassen.
Mein Ratschlag, veröffentlicht schon vor über 40 Jahren war, nach einer zweiten Ebene für den Verkehr zu suchen, wenn ebenerdig keine Lösung möglich ist.
Hierzu braucht es eine Führung nicht nur in der Bau-Verwaltung, die Vorstellungskraft hat und diese an die Mitarbeiter vermitteln kann.
Personelle Weichenstellungen müssen zeitnah -auch im Rat- vollzogen werden.

Für eine Lösung der Probleme ist ein langer Atem über einen längeren Zeitraum vonnöten.
19.07.2020

Der nachfolgende Leserbrief wurde in der BLZ  veröffentlicht. Allerdings wurde die unterstrichenen Teile ausgelassen.
Leserbrief.
28.11.2019
Es ist kaum zu glauben, dass verantwortliche Politiker die Planung für ein neues Stadthaus am Bahnhof weitertreiben wollen. Es gehört schon eine menge Mut dazu, die Verkehrsmisere in  dieser Stadt dem Chaos ausliefern zu wollen. Seit Jahren versuche ich Einfluss zu nehmen, wie ich das seit über sechzig Jahren vor allem vor und meiner Tätigkeit im Rat mit Erfolg konnte.
Vor allem im in den letzten Jahrzehnten leidet die Stadt darunter, dass es in der Verwaltungsspitze -besonders im Bauamt- an den nötigen Kenntnissen in Stadtplanung und Stadtgestaltung  hapert. Das gilt insbesondere auch für die Verkehrspolitik, in der dem Bürger zugemutet wird, tägliche Staus auf den wenigen Hauptverkehrsachsen, unübersichtliche Kreisellösungen und vor allem ein nötiges Ausweichen auf Schleichwege hinzunehmen. An wichtigen Kreuzungen wurden Objekte genehmigt, die man mit gleicher Ausnutzung auch anders zugunsten besserer Verkehrsübersicht hätte realisieren können. Von m. E. missglückten Parkgestaltungen soll hier keine Rede sein.
Dass die Zentren von Bergisch Gladbach und Bensberg an Attraktivität massiv verloren haben, bzw. verlieren werden, ist nicht zu übersehen.
Warnungen vor „Galerien“ und ähnlichen Tempeln
haben bekannte Stadtplaner schon vor Jahrzehnten ausgesprochen, wurden aber hier ignoriert.
Für mich seht fest, dass Abhilfe nur durch Abwahl der Verantwortlichen -auch im Rat- und Neubesetzung durch qualifizierte Personen bei der nächsten Wahl geschaffen werden kann und geschaffen werden muss.
Dr.-Ing. Hardi Wittrock

Als Freiberufler im Ruhestand kann  ich es mir erlauben,
meine Meinung offen darzulegen ohne – wie manche Kollegen – befürchten zu müssen, dass Anliegen  ihrer Bauherren von
der Verwaltung dilatorisch behandelt werden.
Ich stelle fest:

Stadtplanung und Stadtgestaltung hat es seit mehr als einem Jahrzehnt in Bergisch Gladbach so gut wie nicht gegeben.
Zwar hat die Verwaltung eine Vielzahl von Gutachten in Auftrag gegeben, deren Nutzwert Zweifel erlauben, die aber eine niedrige bis mittlere Summe in Millionenhöhe gekostet haben.
Angefangen bei der Machbarkeitsstudie zum Bahndamm über die „Regionale 2010“ bis zum FNP-Entwurf.
Auch ein millionenschweres Entwässerungskonzept, muss seinen Nutzwert noch beweisen.
Die Gestaltung der Kreisel Driescher Kreuz und Schnabelsmühle finde ich gestalterisch und verkehrstechnisch verfehlt. Letzterer zeigt erhebliche Schwächen einer übersichtlichen Verkehrsführung, wie die häufige Missachtung vorgezeichneter Leitlinien beweist.
Viele Planungen hätten von Mitarbeitern in der Stadtverwaltung auch erbracht werden können.
Stadtgestalterisch haben Bergisch Gladbach und Bensberg wenig oder nichts gewonnen.
Weder das Buchmühlengelände noch der Forumpark können als gelungene Freizeitbereiche angesprochen werden, in denen sich Bürger gern aufhalten.
Die Fußgängerzone ist nur für eine weniger anspruchsvolle Klientel reizvoll. Dazu trägt sicher auch der große Anteil von Migranten bei.
Attraktive Einzelhandelsgeschäfte habe zu Dutzenden zugunsten von Billigläden das Feld geräumt.
Dabei war seit Jahrzehnten Stadtplanern bekannt. das sog. „Ankermieter“ und Vollsortimenter allerorts den qualifizierten Einzelhandel -und damit den kaufkräftigen Kunden- vertreiben.
In Bergisch Gladbach gilt das vom alten Bahnhof bis zum Waatsack. Und der Schloßstraße in Bensberg wird Ähnliches widerfahren.
Das wird die neue Schloßgalerie kaum verhindern können. Deren Baukörper empfinde ich als stadtgestalterisch misslungen. Ein Berliner Kollege hat in anderem Zusammenhang „von einem Triumph der Banalität“ gesprochen.
Dem kann ich nichts hinzufügen.
Dabei hat Bensberg im Bereich des oberen Marktes die Möglichkeit verspielt, dort mit einem einzigartigen freien Blick eine Parkanlage zu schaffen. Die massiven Baukörper neben und gegenüber den vorhandenen gastronomischen Einrichtungen  sind für den Betrieb der Schloßgalerie unentbehrlich. Aber stadtplanerisch verfehlt. Dazu hätte es eines grundsätzlich anderen Planungsansatzes bedurft.
Schließlich noch eine Bemerkung zum Flächennutzungsplan:
Ein Stadtplaner, der eine der wichtigsten, wenn nicht die wichtigste Aufgabe verkennt, nämlich gleichzeitig ein schlüssiges Verkehrskonzept vorzulegen, hat seine Hausaufgaben nicht gemacht.
Seit Jahren fordere ich ein solches Konzept und habe Vorschläge gemacht. Auch auf dieser Homepage.
Am wichtigsten dabei ist, auch die Nachbargemeinden
– und vor allem die Stadt Köln- mit ins Boot zu holen.
Mit den für Köln/rechtsrheinisch Verantwortlichen für die bauliche und verkehrliche Stadtentwicklung (u. a. L286n) hat es nach meinen Informationen bislang keinen Gedankenaustausch gegeben.
Aber Stadtgestaltung ist noch mehr:
Es geht darum, gewachsene Strukturen zu erhalten und zukunftsgerecht zu entwickeln. Dabei kann durchaus der Abbruch vorhandener Bausubstanz erforderlich werden, um Platz für eine bessere Verkehrslösung zu schaffen. Eigentümer und Investoren wollen verständlicherweise eine möglichst hohe Rentabilität erreichen, die sich meist auf verschiedene Weise erreichen lässt.
Hier muss die Baugenehmigungsbehörde mit dem Investor nach einer allseits verträglichen Lösung suchen, und nicht jedem rechtlich durchsetzbaren Ansinnen nachgeben. Die Bauverwaltung hat genügend Mittel, auch mit Hilfe des Rates, eine dem Allgemeinwohl dienende Lösung durchzusetzen.
Dazu bedarf es einer Baugenehmigungsbehörde, die  neben Gesetzestexten auch was von Architektur (nebst Baustatik und Denkmalpflege) versteht.
Im kommenden Jahr sind Kommunalwahlen.
Bei der Suche nach geeigneten Kandidaten dürfen parteipolitische Erwägungen nur eine Nebenrolle spielen. Den Parteien ist zu raten,
rechtzeitig für alle wichtigen Bereiche, die vom Rat Entscheidungen fordern, nach geeigneten Personen zu suchen, die ihr Wissen und Können mit Erfolg einbringen können.
Das gilt für Planen und Bauen, Handel und Gewerbe, Land- und Forstwirtschaft, Soziales, Schule, Kultur und Sport, und nicht zuletzt
für Finanzen.
Und nicht jedes Problem bedarf eines Ausschusses, wenn es mit normalem Verständnis zu lösen ist.
Der Rat soll möglichst konzentriert mit einer überschaubaren Zahl
von Ausschüssen mit möglichst wenig Mitgliedern, die speziell fachkundig sind, seine Aufgaben erfüllen.
Das erspart viel Zeit, auch in der Verwaltung, und eine Menge Geld
für Sitzungsvorbereitungen, notwendige Drucksachen und -nicht zu vergessen- Sitzungsgeld.
Ich wünsche mir einen Bürgermeister,
dem Stadtplanung und Gestaltung in Gänze ein Anliegen ist, und der aus eigenen Erfahrungen auf ähnlichen Gebieten schöpfen kann. Daneben muss er den Mut haben, den Baubereich personell zu reformieren. Ich weiß viele Bürger mit diesem Wunsch einig.
Für alle Bereiche gilt: Abrufbare Beispiele zu kopieren genügt nicht.
Eigene Schöpferkraft und Durchsetzungswille sind gefordert.
17. Nov. 2019
Dr.-Ing. Hardi Wittrock

Betr.:  Zanders-Gelände und
Treppenanlage in Bensberg, Schloßstraße          (auch als Leserbrief)
Zu beiden Themen wurden in den letzten Tagen in der Presse berichtet. Die aufgeworfenen Fragen habe ich schon vor langer Zeit wiederholt angesprochen.
Leider sind die Anregungen nie aufgenommen oder ignoriert worden. Dabei sind Verkehrsführungen, egal ob großräumig oder im Kleinen, von entscheidender Bedeutung für die Gesamtentwicklung einer Stadt.
Für mich sind zukunftsträchtige Grundvorstellungen nicht in Ansätzen erkennbar.
Immer nur Fremdbüros zu beauftragen, zeugt vom mangelnden eigenen Vorstellungsvermögen oder Mut. Man könnte ja beim Bürger Unmut wecken.
Soll Stadtentwicklung wie bisher ein Stiefkind bleiben?
Der schlechten Beispiele gibt es schon zur Genüge.

Nachstehender Beitrag auch als Leserbrief an die Lokalredaktion.
Natürlich bis heute nicht veröffentlicht
Siehe auch die Vorbemerkung zur Homepage

Am 04. Sept. 2019 zu lesen, dass sich der Stadtrat
mit der Frage der Einstellung eines Klimaschutz-Beauftragten
beschäftigen soll.
Ich frage mich, ob es denn nicht genug Fachwissen im Bauamt,
dem Grünflächen und benachbarten Fachbereichen gibt, um auf
diesen zusätzlichen, sicher nicht gering dotierten Posten zu verzichten. Es wäre mit Sicherheit sinnvoller, dafür Personal
einzustellen, die sich per Hand, und nicht per Kopf, um die Pflege
der in städtischer Hand befindlichen Grünflächen intensiver kümmern, als das derzeit der Fall ist.
Oder soll hier ein lukrativer Posten für eine „verdiente“ Person geschaffen werden?

Und am 05. Sept. 2019 steht zu lesen, dass vielgenutzte und von den Bikern selbst mit großem Aufwand angelegte und gepflegte (!) Parcours im Nußbaumer Wald
weitgehend abgetragen werden soll.
Bislang ist mir, der dort oft spazierengeht, nicht aufgefallen, was dort störend sein könnte. Mich stören dort vielmehr die Vielzahl von Hunden, die mit Frauchen oder Herrchen dort täglich den ganzen Tag über anzutreffen sind, um dort ihren speziellen Bedürfnissen nachkommen zu können.
Meine dringende Bitte an die Ratsmitglieder, die sich fürsorglich um unsere Jugend kümmern, sorgt dafür, dass zuweilen übereifrige Beamte nicht mit Paragraphen-Kanonen auf sich vorbildlich verhaltende Jugendliche einschießen.
In meiner Eigenschaft als „Sportfunktionär“ auf verschiedenen Ebenen habe ich erfahren müssen, welch große negative Folgen
es hat, wenn man der Jugend enge Fesseln anlegt, indem man
ihre (Freizeit-) Räume zu sehr einengt.

Übrigens: Die Presse bringt in den meisten Fällen meine Leserbriefe nicht.
Sie sind wohl zu kritisch der Verwaltung gegenüber.
Der nachfolgende Leserbrief wurde am 02.08.2018 um die kursiv geschriebenen Aussagen gekürzt veröffentlicht.
Die folgende Skizze wurde am 08. Dez. 1969
in der Bergischen Landeszeitung in etwa 2,5-facher Vergrößerung
gezeigt. Auch die Richtungspfeile waren erkennbar.

JPGWittrock 3

Leserbrief:
Presseberichte zu neuen Verkehrsüberlegungen
06.07.2019Mir sträuben sich die Haare, wenn ich bedenke, wieviele Millionen Euro für am Ende sinnlose und zwecklose Gutachten in den vergangenen Jahren verpulvert wurden. Ob Bahndamm oder Neuordnung der Zentren.  
Sinnvolle Ergebnisse waren und sind nicht zu verzeichnen oder zu erwarten.
Die neuen Vorschläge bezeugen, dass weder stadtplanerische noch stadtgestalterische Gesichtspunkte eine Rolle spielen.
Von verkehrslenkenden Vorstellungen ganz abgesehen.
Schon am 08. Dez. 1969 (!) habe ich in einer auch in der Presse veröffentlichten umfangreichen Untersuchung nebst planerischer Skizze dargestellt, mit welchen Problemen die Stadt zu rechnen hat.
Wesentliche Teile meines Vorschlages wurden gegen die Vorschläge des Landschaftsverbandes und der Landesregierung auf Empfehlung prominenter Gutachter umgesetzt.
Kern meines Vorschlag war die Überbauung des S-Bahnhofs mit einem Deck zur Entzerrung und Verteilung des innerstädtischen Verkehrs.
Heute rächt sich die damalige Kurzsichtigkeit der Entscheider.
In aller Deutlichkeit: Das Neubauvorhaben eines Stadthauses mit Bibliothek und anderen Einrichtungen am S-Bahnhof halte ich für einen unverzeihlichen Fehler.
Hier wird um eines Prestigeobjektes willen eine vernünftige Innerstädtische Entwicklung auf Dauer verhindert.
Dass eine solide Entwicklung ohne ein gesamtstädtisches Verkehrsnetz nicht möglich ist, sollte auch weniger begabten Stadtplanern geläufig sein.
Meine damaligen Vorstellungen sollten aufgegriffen und weiterentwickelt werden.
Mit einer Überbauung des S-Bahnhofs bietet sich eine Fläche an, auf der eine zukungftweisende Lösung des Verkehrs zu finden ist.
Die bisher bekannten Vorstellungen zur Nutzung des Bahngeländes und des Cox-Areals und den Verkehrsüberlegungen dazu würden zu chaotischen Verhältnissen führen.Im Augenblick ist meine Forderung an den Rat:
Keine zusätzlichen Untersuchungen auf der Basis bislang bekannter Pläne, und
Rückstellungen der Bauvorhaben Stadthaus und Bibliothek.
Neue Denkansätze -auch im Hinblick auf das zur Verfügung stehende Zanders-Gelände-  sind gefordert, um Schaden von der Stadt abzuwenden.
Dr.-Ing.Hardi Wittrock

23.05.2019: Leserbrief an Redaktion von KStA und BLZ
Seilbahnen in Städten
Erlauben Sie mir ein Paar Bemerkungen zu den Berichten vom heutigen Tag:
Zum Bild von den Gondeln in La Paz, und „Radler und Passanten ohne Vorteile“.
In La Paz, der Hauptstadt Boliviens, leben rund 1,7 Millionen Einwohner einer Gesamtbevölkerung von knapp über 11,1 Millionen. Das sind rund 15 %. Sie liegt in einem Talkessel, der so dicht bebaut ist, wie kaum eine andere Stadt. Individualverkehr ist wegen der Enge der Bebauung und Hanglagen nur bedingt möglich. Deshalb haben österreichische Firmen ein Seilbahnsystem -„Teleforico“ genannt- entwickelt, das weite Teile der Stadt miteinander verbindet. Einfacher Grund: Kein Platz für Straßen. Aber die Menschen müssen schließlich ihre Arbeitsplätze erreichen können. U-Bahnen scheiden aus topografischen Gründen aus. Es bleibt nur der Luftraum. Das Geld für Straßenbau und deren Unterhaltung ist in Seilbahnbau investiert. Das heißt nicht, dass es im Stadtkern mit Regierungssitz nicht auch prächtig angelegte Straßen gibt. La Paz liegt zwischen 3100 und über 4000 Meter hoch..

21.05.2019: Mit Seilbahnen habe ich in den Alpenländern bei nachweisbar über zweihundert Besuchen sommers und winters Erfahrungen sammeln dürfen.
Den Bau der hochmodernen Galzigbahn in St. Anton am Arlberg konnte ich von der letzten Fahrt mit der Vorgängerbahn bis zur Eröffnung mit einer der ersten Gondeln nach einer Bauzeit von sieben Monaten (!!!) in drei- bis vierwöchentlichen Besuchen mit dem Betriebsleiter in St. Anton an Ort und Stelle verfolgen. Ich kenne die Bahnen in Zermatt, St., Moritz, Diavolezza und Lagalp, in Schuls, in Ischgl die Pardatsch- und Idalp-Bahn, in Samnaun, am Stubeier Gletscher, in Sölden, in Hintertux  und einige andere Gebiete mit Seilbahnen, die in erster Linie Aufstiegshilfen sind. Dabei ist zu unterscheiden zwischen Umlaufbahnen mit mehreren Einzelgondeln und Pendelbahnen. Letztere verkehren  zwischen zwei Stationen mit zwei Großraumgondeln. Die Förderleistung hängt von Kabinengröße, Streckenlänge und Geschwindigkeit pro Sekunde ab. Bei Umlaufbahnen spielt die Streckenlänge eine geringere Rolle. Hier entscheidet das Fassungsvermögen pro Kabine und Geschwindigkeit. Entscheidend ist eine Umlenkung in den Stationen, in denen die Geschwindigkeit so gedrosselt wird, dass ein problemloser Ein-und Ausstieg möglich wird. Eine Schwierigkeit liegt im Ein- und Ausstieg für Rollstuhlfahrer, weil die Kabine ja seitlich weiterfährt. Pendelbahnen fahren meist in einem bestimmten Takt. Ein- und Ausstieg ist bei stehenden Gondeln kein Problem. Neben den Stationskosten fallen weitere an, die streckenabhängig sind. Diese hier alle anzuführen ist nicht möglich. Von großer Wichtigkeit ist die Energierversorgung. In den meisten Fällen werden die Bahnen von örtlichen Trägern beliefert, die über eigene Wasserkraftwerke mit hoher Leistung verfügen. Betrieb und Unterhaltung erfordern ganzjährig einen nicht geringen Personalaufwand. Die Anlagen sind -wie jeder Gast erfährt- nicht billig zu betreiben. Vor einer Bauentscheidung muss klar sein, wer langfristig Träger sein wird, und mit welchen Fahrpreisen der Bürger zu rechnen hat. Die Preise von üblichen Bergbahntickets sind jedenfalls für ein öffentliches Seilbahnprojekt absolut indiskutabel. Ich rate dazu, nicht weiter einem Phantom nachzujagen.

19.03.2019: Leserbrief: Finger weg vom Emilienbrunnen.
Die Innenstadt Bensbergs macht mit der Schloßstraße keinen allzu einladenden Eindruck. Das nahegelegene Schloss und das neue Rathaus sind für Besucher der Stadt sicher sehenswert. Zu den wenigen einladenden Teilen der Schloßstraße gehört an erster Stelle der Emilienbrunnen am Beginn der alten Auffahrt zum Schloß und am Anfang des zentralen Teils der Haupteinkaufsstraße, die schon viel vom alten Flair verloren hat. Positiv erwähnenswert bleibt noch die alte Apotheke und deren unmittelbare Nachbarschaft. Die für Denkmalpflege Verantwortlichen müssen darauf bestehen, dass insbesondere der Brunnen mit seinem Umfeld unter allen Umständen erhalten bleibt, und nicht kurzsichtig materiellen Interessen zum Opfer fällt. Eine Versetzung darf keine Option sein. Wer das nicht einsieht, hat nicht begriffen, was Denkmalpflege und Stadtgestaltung für untrennbare Zwillinge sind. Dann muss es erlaubt, nein zwingend notwendig sein, darüber nachzudenken, wer hier allein oder mit anderen an der falschen verantwortlichen Stelle sitzt. 19. März 2019, Dr.-Ing. Hardi Wittrock Anmerkung  In den letzten Tagen (26.04.2019) wird bekannt, dass es offensichtlich innerhalb der Verwaltung Leute gibt, die zugunsten einer Außen-gastronomie an dieser Straßenkreuzung den Emilienbrunnen versetzen wollen. Es wird höchste Zeit, dass in der Bauverwaltung von der Spitze abwärts neue Leute das Sagen bekommen, die nicht nur von Stadtplanung im demografischen Sinn Ahnung haben, sondern auch ein Gefühl für Stadtgestaltung und Architektur haben. Wenn ich die Überlegungen zur Gestaltung der Freitreppe neben dem Kaufhaus sehe, packt mich das Grauen. Haben die Planer sich jemals Freitreppenanlagen in anderen Städten Europas angesehen und daraus gelernt? Es muss nicht Rom, Tivoli oder Paris sein. Eine Nummer kleiner tut es auch; Aber ein mehr an Fantasie könnte nicht schaden. Einem Ratsmitglied habe ich die Kopie eines Fotos aus „opusC“, Architektur& Design mit Beton zukommen lassen, als Anregung für die Fraktion, die bekannt gewordene Gestaltung nochmals zu überdenken. Die nächste Kommunalwahl muss zu einem deutlichen personellen Wechsel in der Führung der Verwaltung und in der Zusammensetzung des Rates führen. Dazu müssen für die einzelnen Sachgebiete entsprechend qualifizierte Personen gesucht und gewonnen werden.

 

Inzwischen geistern im Rathaus weiter zwei Vorstellungen , denen man mit Machbarkeitsstudien auf die Sprünge helfen will. Es geht um den „Cargo-Cap“ einerseits und daneben um ein nicht näher definiertes Seilbahnprojekt. Mit beiden will man einer nicht abzuwendenden Verkehrszunahme begegnen. Beiden Projekten traue ich auch nur ansatzweise eine Verbesserung der Verkehrssituation in den nächsten Jahrzehnten nicht zu. Von der „Cargo-Cap“-Idee weiß ich allerdings noch zu wenig um mir vorstellen zu können, wie das bei überall beengten Platzverhältnissen in dieser Stadt denn obererdig  verkehrlich geregelt werden könnte. Ich meine, man sollte die hundertausende Euro, die eine notwendigerweise sehr umfangreiche Machbarkeitsstudie erfordert, lieber in zeitlich überschaubare und machbare Vorstellungen in Abstimmung mit den Planern der  Stadt Köln investieren. Auch das erfordert einen langen Atem und subtile Ortskenntnis.

 

 28.04.2019:  Hat schon mal jemand darüber nachgedacht, warum in so manchem neuen Wohnblock Wohnungen leer stehen, obwohl angeblich alles verkauft oder vermietet ist? Liegt es nur an den hohen Mietpreisen, oder etwa auch daran, dass viele dieser Wohnungen nicht familiengerecht sind, oder nur für gute Doppelverdiener, dem neuen „Möchtegern-Jetset“, geeignet sind? Tiefgaragen sind eine gute Sache. Besser wären mehr Freiflächen für Kinder und Heranwachsende in unmittelbarer Nähe. Aber dann könnte die Rendite leider nicht maximale Höhe erreichen. Ich gebe zu, dass meine Gedanken nicht gerade österlichen Frieden aussenden. Aber vielleicht hilft ein bisschen Wachrütteln.

April 2019: Leserbrief zum Denkmalschutz (nicht veröffentlicht)
In der letzten Zeit ist in Berichten öfter der Denkmalschutz ein wichtiges Thema. Dazu äußern sich Fachkundige und Laien. Von letzteren ist anzunehmen, dass sie sich mit dem Thema mehr als dilettierende Nostalgiker, nicht aber als erfahrene Praktiker mit dem Thema befasst haben. Das ist kein Vorwurf. Deshalb hier die national und international gültige Definition für Bauten: „Ein Denkmal soll Zeuge einer früheren Lebens- und Arbeitswelt sein.“  Es muss verdeutlichen, wie der ursprüngliche Zweck war, der Grundriss diesem Zweck entsprach, und spätere Um- und Einbauten dies  heute noch erkennen lassen. Zudem soll es seinen Entstehungsplatz nicht verlassen haben. Auch soll das frühere Umfeld noch erkennbar sein. Dies trifft zum Beispiel für die Gaststätte „Zum Horn“ zu, nicht aber für das Wohnhaus an der unteren Hauptstraße.
Der westliche Teil der Hauptstraße hat in den letzten Jahren deutlich an Anziehungskraft verloren, was auch im Hinblick auf die im alten Bahnhofsgelände angesiedelte Fachhochschule nicht gerade förderlich ist.
Ich meine, dass es der Baugenehmigungsbehörde in Zusammenarbeit mit der angegliederten Denkmalpflege sehr gut anstehen würde, wenn sie sich mehr um die Ortsbildpflege in den bestehenden Siedlungsgebieten kümmern würde.
Die vielfach zu beobachtende „Verklotzung“ dient nur dem Investor, sie schadet aber dem übrigen Wohnumfeld, das damit an Wohnwert verliert.
Grundrisse, Wohnungsgröße, Miet- oder Kaufpreise sind häufig nicht familiengerecht. Bezogen werde die Objekte vorzugsweise von jungen nicht schlecht verdienenden, oft kinderlosen Erwachsenen. Kind- oder kindergerecht sind die Wohnungen selten. Und oft fehlt der Platz für Spiel und Spaß für Kinder und Heranwachsende.
Benötigt wird Wohnraum für Familien, für die Kinder keine Belastung, sondern Freude sind. Dem kann vornehmlich im Eigenheimbau gefolgt werden. Gemeinnützige Siedlungsgesellschaften -die seit Jahrzehnten hier ansässig und tätig sind- haben auch im Mietwohnungsbau Vorbildliches geleistet. Nicht zuletzt, weil sie in ihren Entscheidungen von Kommunalpolitikern unabhängig sind.
Kommunale Wirtschaftsförderung besteht nicht nur aus Gewerbeansiedlung, sondern auch im Erhalt von attraktivem Wohnumfeld für Leute mit besser gefüllter Brieftasche, die durch ihre Einkommensteuer zur Prosperität der Kommune beitragen.

17.01.2019: Leserbrief
In den letzten Tagen wird aus verlässlicher Quelle berichtet, dass für das Objekt „Gasthaus zum Horn“ endlich ein Käufer gefunden ist. Mich treibt die Sorge um, dass auch auf diesem Grundstück ein Objekt entstehen könnte, dass den neueren ortsbildstörenden Klötzen in reinen Wohngebieten entspricht. Verantwortlich für diese städtebaulichen -aber investorenfreundlichen- Missgeburten ist die Baugenehmigungsbehörde. Sie hat unter exzessiver Auslegung des Baurechts Genehmigungen hierzu erteilt. Dies unter Missachtung der Vorschriften des Baugesetzbuches, dass in Bereichen innerhalb bebauter Ortslagen -und außerhalb eines Bebauungsplanes- nur Objekte zulässig sind, die sich nach Art und Maß, Bauweise und Grundstücksfläche in die Umgebung einfügen. Wie Jedermann in allen Stadtteilen beobachten kann, ist das leider nicht der Fall. Die Gaststätte „Zum Horn“ ist auch nach Auffassung des Denkmalbeauftragen, Prof. Werling, mit dem ich in dieser Sache einig bin, kein schützenswertes Baudenkmal, wohl aber im Kontext mit dem direkten Gegenüber stadtbildprägend. Es wäre deshalb verheerend, wenn hier ein Objekt genehmigt würde. dass auf diesen Kontext nicht eingehen würde. Als Architekt im Ruhestand weiß ich, dass es durchaus möglich wäre, unter Erhalt prägender Fassaden- und Dachteile, dahinter unter Ausnutzung der vorhandenen Grundstücksfläche ein wirtschaftlich tragbares Objekt zu errichten. Darüberhinaus ist zu bedenken, dass die Gaststätte seit jeher für viele Vereine und Bürger jeden Standes ein beliebter Treffpunkt bei Anlässen von der Kindtaufe bis zur Beerdigung war. Im Bereich von der westlichen Paffrather Straße bis zur Odenthaler Straße, von Waldfriedhof Reuterstraße im Norden bis zu deren Anfang im Süden, haben die Bürger ihren letzten möglichen Treffpunkt verloren. Jeder Stadtplaner sollte wissen, dass solche Treffpunkte auch aus soziologischen Gründen für alle Bürger unverzichtbar sind. Ich wünsche mir, dass die letztlich verantwortliche Stadtspitze im Einvernehmen mit dem planenden Architekten dafür Sorge trägt, dass hier nur ein Objekt genehmigt wird, dass sowohl den Bedürfnissen des Bauherrn, wie -nicht zuletzt- der Bürger gerecht wird.

23.11.2018:  Zur Nutzung des Geländes der Firma Zanders:
In den letzten Wochen konnte man in verschiedenen Medien vom Kauf des gesamten Zanders-Geländes in der Stadtmitte lesen.  Ehe man sich aber Gedanken über die mögliche Nutzungen macht, sollten die Entscheidungsträger über die gesamte erworbene Fläche, vorhandene Bebauung, deren schützenswerte Teile, und in einem Lageplan kenntlich gemachten Teile bebauter und unbebauter Flächen in Kenntnis gesetzt werden. Ohne ein im Grundsatz für die gesamte erworbene Fläche festgelegtes Nutzungskonzept unter Einbeziehung eines dringend erforderlichen Verkehrskonzeptes, kann kein städtebaulich auf Dauer angelegtes Ergebnis erzielt werden. Hier sind die Verwaltungsspitze und alle mit Stadtplanung befassten Abteilungen gefordert, realisierbare Vorstellungen zu entwickeln, weil dem Rat das aus fachspezifischen Gründen kaum möglich sein dürfte. Keinesfalls dürfen die Aufgaben an Investoren oder deren Lobby vergeben werden, nur um kurzfristig was auch immer bauen zu können. Schlechte Beispiele wurden schon zur Genüge geplant, bewilligt und erstellt. Über Verschandelung gewachsener Strukturen durch Bauklötze ohne Bezug zur Umgebung klagen nicht nur betroffene Anwohner, sondern Bürger, die das Erscheinungsbild unserer Stadt an vielen Stellen beklagen. Alle -wirklich alle- Ratsmitglieder sind aufgefordert, sich mutig in die zu erwartenden Diskussionen einzumischen. 03.Nov.2018 /W

25.07.2018  „Turbokreisel Schnabelsmühle“
Zu Berichten und Kommentaren in der Ortspresse.
In den letzten Wochen war ich gezwungen, täglich viermal durch den Kreisel fahren zu müssen. Dabei habe ich jedes mal mindestens zwei Verstöße gegen Verkehrsregeln beobachten können. Ich bin nicht der Meinung, dass zur Verbesserung der Gesamtsituation am Kreisel „nur kleine Stellschrauben“ zu justieren seien. Vielmehr glaube ich, dass auf Dauer nur ein vernünftiger Umbau sinnvoll sein wird. Die Mängel sind eklatant und waren vorauszusehen.
Dabei kann ich mir nach jahrzehntelangen Studien und Dokumentationen von hunderten funktionierenden Kreiseln in West- und Südeuropa ein Urteil erlauben. Auch in dieser Stadt habe ich schon vor Jahren mehrmals vor größerem Publikum über Kreisel referiert. Zugehört hat von der Verwaltung nie jemand. Die von dem Redakteur Claus Boelen-Theile angesprochenen und von sehr vielen Verkehrsteilnehmern bestätigten Probleme können auf Dauer nur durch eine Neuordnung, d. h. auf gut Deutsch „Umbau“ der Fahrspuren für PKW und Radverkehr, nebst einer notwendigen (notfalls dauerüberwachten) Geschwindigkeits-Beschränkung vor und im Kreisverkehr gelöst werden.
Das Problem ist nur durch finanzielle Schmerz-Therapien zu lösen.
Ich habe Zweifel, dass bei den Verantwortlichen in absehbarer Zeit Vernunft einkehrt.

15.05.2018   „Turbulenzen“
sehen viele Bürger nicht nur im Zusammenhang mit der Aufgabe des alteingessenen Gasthauses „Zum Horn“ im städtischen Planungsgeschehen. Verantwortlich ist dafür letztlich der Rat, der allein über die Planungshoheit verfügt, und der Verwaltung gegenüber weisungsbefugt ist. Leider wird von diesem Recht nicht in der notwendigen Weise Gebrauch gemacht. Vielmehr verlässt man sich dabei auf die Vorlagen der Verwaltungsspitze, namentlich des Bürgermeisters, des Beigeordneten und der Leitung der Baugenehmigungsbehörde. Dabei werden städtebaulich wichtige Kriterien sträflich missachtet, wie Jedermann an vielen Stellen in der Stadt feststellen kann. So werden soziologisch wichtige Strukturen nicht im notwendigen Umfang beachtet. Dazu gehören die Bewahrung gewachsener Strukturen in den Ortsteilen mit deren Bebauung, die ohne verbindliche Bauvorschriften nicht geändert werden dürfen, und Neubauten sich laut Gesetz nach Art und Maß der bestehenden Bebauung anzupassen haben. In den letzten Jahren sind Baugenehmigungen für Objekte in reinen Wohngebieten erteilt worden, die dem Buchstaben des Gesetzes gerecht werden, nicht aber seiner Ratio. Die verlangt neben Gesetzeskenntnis nämlich stadtplanerisches Einfühlungsvermögen. Nur weil das vollkommen zu fehlen scheint, sind die modischen Bauklötze zwischen individuell gestalteten Wohnhäusern zu erklären. Investoren kann das egal sein. Die ziehen da ja selbst höchst selten ein. Aber der Ortsteil verliert an Wohnwert. Was bei diesen „Verdichtungen“ zur Schaffung des dringend notwendigen Wohnraums völlig missachtet wird, sind die notwendigen Freiräume, in denen Kinder und Jugendliche ihren Spieldrang ausleben können. Schaut man sich die Grundrisse der neuen Wohnungen an, so sind diese selten so entworfen, dass darin auch Familien mit Kindern gern leben möchten.
Ein wichtiges städtebauliches Grundgesetz ist, dass das soziologische Gefüge nicht gestört oder radikal verändert wird.
Ist es wirklich egal, ob Treffpunkte wie Gaststätten oder Freiflächen verschwinden, ohne Ersatz zu bieten? Sind Chöre, Skat- oder Kegelclubs, Sportler- oder andere Vereinstreffs wirklich verzichtbar?
Bei meiner Ausbildung als Stadtplaner waren soziologische Aspekte von ebenso großer Bedeutung, wie ein ordentliches Verkehrsnetz unabdingbar ist.
Dazu gehören neben übersichtlichen (!) Straßenkreuzungen auch klare Kreisverkehre ohne Schnörkel und „Kunst am Bau“, die meist nur ablenkt.
Ehe die Gaststätte „Zum Horn“ möglicherweise einem Investor zufällt, der auf dem Grundstück ein gewinnbringendes Objekt errichten will, soll der Rat endlich mal von seinem recht Gebrauch machen, und die Rückstellung eines Baugesuchs durchsetzen, indem er in einen aufzustellenden B-Plan für das Grundstück eine Festsetzung vorsieht, die  eine Gastronomie mit entsprechenden Nebeneinrichtungen vorsieht, und sich der Umgebung einfügt. Dabei ist eine Erweiterung des bisherigen Bestandes auch in einem Neubau durchaus rentabel denkbar.

06.06.2018   Anm.: Der Beitrag wurde als Leserbrief der Lokalpresse per Mail zur Verfügung gestellt, aber noch nicht veröffentlicht. (Schon wieder zu kritisch?)

03.05.2019:  Kino statt altes Stadthaus
Die Lokalpresse berichtet am 26. u. 27.04.2018 über Pläne zur Neugestaltung der Bebauung am Standort des alten Stadthauses, einst Finanzamt an der Gohrsmühle und dann erweitert durch einen Neubau der in der Villa Zanders untergebrachten Kreisverwaltung durch einen Neubau am damals noch nicht vorhandenen Durchstich zwischen Marktplatz und Gohrsmühle, dem sich der damalige Oberkreisdirektor entschieden widersetzte, den der Unterzeichner aber schon Ende der Fünfziger vorgeschlagen hatte. (Siehe BLZ 6/1958 !) Dies zur städtebaulichen Entwicklungsgeschichte. Nun erfährt der Bürger in ausführlichen Berichten, Kommentaren und einer Computeranimation, wie  beim Kreisverkehr Schnabelsmühle das Stadtbild ein völlig neues Gesicht bekommen könnte. Nun sind Computeranimationen im Gegensatz zu exakten Darstellungen von Plänen in konstruierten Perspektiven oder Isometrien lediglich Vorstellungen, die von der späteren Realität auch abweichen dürfen. Nicht statthaft sind m. E. Darstellungen, die geschönt oder hoffentlich nicht bewusst ein falsches Bild abgeben, was bei den heutigen Möglichkeiten des computergestützten Entwurfes möglich ist. So ist die Darstellung des Kiniokomplexes für einen  Fachmann schon auf den ersten Blick falsch, weil die dargestellten vier Geschosse im Vergleich zur Villa Zanders, die viel weiter vom Blickpunkt aus entfernt liegt, viel zu niedrig wiedergegeben sind. Der Komplex müsste um mindestens ein Drittel in der Animation erhöht werden. Darüberhinaus erscheint die Anordnung eines geräumigen Parkhauses im Anschluss an den Kinokomplex aus mehreren Gründen fragwürdig. So sind die Aus- und Einfahrten im Zusammenhang mit den Rechten der übrigen Anlieger zu hinterfragen. Und es muss in Zweifel gezogen werden, ob ein Parkhaus an vorgesehener Stelle für den östlichen Teil der Hauptstraße nutzbringend sein kann. Ich habe da begründete Zweifel, weil sich die bisher für den Wegfall der Buchmühlenparkplätze angebotenen Ersatzflächen als nicht verkaufsfördernd, weil zu umständlich erreichbar, erwiesen haben. Ein zentrumsnahes Kino ist auch für mich durchaus wünschenswert. Ich meine aber, dass die Entwicklungsmöglichkeiten in dieser Stadt gedanklich nicht ansatzweise ausgeschöpft sind, weil erwünschte Einrichtungen und Standorte nur emotional und nicht auf lange Sicht diskutiert werden. Ich könnte mir ein Kino in Bahnhofsnähe und eine Stadtverwaltung nahe am Zentrum gut vorstellen. Ohne Eingriffe in Bausubstanz wird es nirgendwo gehen.

19.04.2018:  Stadthaus-Neubau am S-Bahnhof
In der Lokalpresse war zu lesen, dass der Wettbewerb  zum Neubau des Stadthauses gestartet werden soll. Gleichzeitig wollen CDU und SPD von der Verwaltung wissen, wo und wie der Verkehr in Gladbach läuft oder steht.
Die sicher gut recherchierten Artikel erwecken bei mir Zweifel, ob die verantwortlichen Verwaltungsleute kenntnisreich genug sind um zu wissen, dass bislang die Quadratur des Kreises mit Zirkel und Lineal bislang noch nicht gelungen ist. Wenn ich mir als Architekt das vorgesehene Raumprogramm mit seinem Flächenbedarf für die einzelnen erwünschten Einrichtungen vorstelle, dabei die zur Verfügung stehende Fläche im Kontext zur Nachbarbebauung und der notwendigen Erweiterung der Bahneinrichtungen vor Augen habe, muss ich zu dem Ergebnis kommen, dass die für die Ausschreibung Verantwortlichen nicht wissen, was sie den zu beauftragenden Planern antun. Gerade auch im Hinblick auf ein dringend notwendiges Verkehrskonzept,  das bisher nicht mal in Ansätzen erkennbar ist, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie hier etwas Vernünftiges geplant werden kann. Dafür müssten nicht nur erhebliche Abstriche am Raumprogramm vorgenommen werden, sondern auch unbedingt alternative Standorte für ein neues Stadthaus gesucht werden. Wie der dort zu erwartende zusätzliche ruhende (für Mitarbeiter) und Besucherverkehr untergebracht werden soll ist ernsthaft zu hinterfragen. Für das Stadthaus sind Stellplätze in großer Zahl erforderlich. Der Hinweis auf die nicht ausgelasteten Parkhäuser in der Nachbarschaft ist insofern nicht zielführend, als die dort vorhandenen Flächen angemietet werden müssten, was sich in den Bau- und Folgekosten niederschlägt. Wer ernsthaft versucht, den Bürgern vorrechnen zu können, dass der Verkehr in den nächsten zwölf Jahren um acht Prozent zu senken ist, muss auf einem anderen Stern leben. Mit Sicherheit wird hier wie in aller Welt der Autoverkehr zunehmen. Daran wird kein noch so erheblich auszubauender S-Bahnausbau wie ein öffentlicher Personennahverkehr etwas ändern. Mehr Fahrradwege werden auch keine Entlastung bringen, aber mit Sicherheit mehr Unfälle mit Radlern. Wer als Stadtverordneter nicht erkennt, welche Verlagerungen des Verkehrs sich in Bergisch Gladbach inzwischen ergeben haben, weil man sich scheut, der Verwaltungsspitze und der Baugenehmigungsbehörde endlich zu sagen, welche Aufgaben sie vordringlich zu lösen hat: Nämlich ein Verkehrskonzept vorzulegen, innerörtlich und in Abstimmung mit den Nachbargemeinden so wie insbesondere mit der Stadt Köln, und deren wichtigsten Planern, zu denen es bisher wohl keinen Kontakt gab. Aus Köln -nicht von den verantwortlichen Fachbereichsleitern- gab es bislang nicht ernstzunehmende Vorschläge zur Verbesserung des fließenden Verkehrs auf Kölner Gebiet: Zufahrtsampeln an der Stadtgrenze oder Tempo 30 auf der Gladbacher Straße von Mülheim bis Dellbrück. Wér im Rat hat den Mut, endlich Klartext zu reden, um der immer mehr um sich greifenden Verödung der Innenstadt und der Verunstaltung ehemals schöner Wohngebiete durch unangepasste Bauten Einhalt zu gebieten? Auf missglückte Verkehrslösungen (Einmündungen und Kreisel) will ich hier nicht auch noch eingehen.
Als Leserbrief in der Lokalpresse veröffentlicht am 27.04.2018

 

Sommer 2018:  Altlasten auf dem Zanders-Gelände
Die Presse berichtet: dass der Bürgermeister den Rat über wichtige Fakten im Zusammenhang mit dem Kauf großer Teile des Zanders-Areals nicht unterrichtet hat. Insbesondere trifft das auf den Haftungsauschluss im Altlasten-Passus zu. Ich halte dies für einen so groben Fehler, dass mir dafür jedes Verständnis fehlt. Als Architekt, der in dieser Stadt an vielen entscheidenden Stellen gebaut hat, bin ich mit der Altlastenproblematik durchaus vertraut. Ich weiß auch, wie teuer die Beseitigung der Altlasten oder deren Einhausung werden kann. Da halte ich die Berechnungen von Immobilienmaklern, die wohl selten selbst gebaut haben, für die Entsorgung einen Betrag von 100 Euro pro Quadratmeter in Ansatz bringen zu dürfen, für absolut unzureichend. Wie wird dieser Ansatz begründet? Ich wünsche mir, dass der Rat sich parteiübergreifend einig ist, hier mit allem Nachdruck nachzufragen und kein unkalkulierbares finanzielles Risiko einzugehen. Die Kosten der Altlastenbeseitigung
beim Bau des Verkehrskreisels an der Schnabelsmühle, von denen die Öffentlichkeit bisher nichts erfuhr, sollte der Rat vor Augen haben.

Marktgalerie:  Umbau beginnt.  März 2018  Immer mehr komme ich nach den Erkenntnissen von Städten mit einem „Publikumsmagneten“, und deren Erfahrungen mit dem Verlust qualifizierter Fachgeschäfte zu der Überzeugung, dass es für Bensberg besser wäre, in der Marktgalerie guten Facheinzelhandel, Café- und Gastronomie mit Außenbewirtschaftung des Oberdecks (nebst Parkdecks, die sich rentierlich gut betreiben lassen), anstelle eines Voll- oder Teil-Sortimenters als „Ankermieter“ zu installieren. An Kaufkraft mangelt es in Bensberg nicht. Auf dem Oberdeck muss eine nicht zu kleine Fläche durch seine Gestaltung ein „A-Ha-Erlebnis mit Aufenthaltsqualität ermöglichen. Die darf nicht nur durch eine „Gasse“ mit dem Markt verbunden sein, sie sollte gleichsam ein Pendant zum Malerwinkel sein. Bei den Erfahrungen mit den Park- und Straßenraumgestaltungen in Berg. Gladbach nach den ausgeführten  Plänen auswärtiger Büros, erlaube ich mir Zweifel am Gelingen. Warum, habe ich ausführlich beschrieben. –  Eine attraktive Gestaltung des ehemaligen Forumparks oder des Buchmühlengeländes vermag ich nicht zu erkennen. –  Und die Verödung der oberen Hauptstraße, der unteren Hauptstraße, und dem abzusehenden Niedergang des mittleren Teiles, muss jeden Stadtplaner erschüttern.
Wie ist es zu erklären, dass es ein von mir seit Jahren gefordertes Verkehrskonzept nicht gibt, und auch aus dem F-Planentwurf nicht erkennbar wird.

Wie kann es geschehen, dass an wichtigen Kreuzungen Bauten genehmigt werden, die eine nachhaltige Verkehrsverbesserung unnötig erschweren? Wie ist es möglich, dass in gewachsenen typischen Wohnquartieren Bauten errichtet werden dürfen, die dem Gesamtbild abträglich sind? Es hätte und gibt weiterhin die Möglichkeit, auf der Grundlage des Baugesetzbuches“ (Nur hier eingefügt: und der Landesbauordnung NW) „Auswüchse zu verhindern.  Zum Beispiel bei der Beurteilung von Einfügung nach Art (Handel, Handwerk, Gewerbe, Industrie) und Maß (Einfügung in das Ortsbild), Berücksichtigung verkehrlicher Belange, Infrastruktur etc.! Dazu bedarf es jedoch einer Fachbereichsführung -egal welchen Titel die trägt- die klare Anweisungen insbesondere an die Baugenehmigungsbehörde und die Stadtplanung gibt. In gleicher Weise gilt das für das Ausschreibungs- und Vergabeverfahren. Bei der Vielzahl von Pannen war immer was „Unvorhergesehenes“ Schuld.

 

Ich vermag kaum zu glauben, was die Redakteurin (ub) -BLZ u. KStA-
am 01.07.2017 schreibt:
„Grundsätzlich gelte, dass die Verkehrsprobleme von Bauprojekten in den jeweiligen Bebauungsplanverfahren gelöst werden müssten. Ein verbesserter Verkehrsfluss sei nicht die Aufgabe eines Flächennutzungsplanes“,
so Stadtbaurat Herbert Flügge.
Jeder Stadtplaner sollte einer solchen Aussage -wenn sie denn wirklich so gefallen ist-, mit allem Nachdruck widersprechen, weil sie schlicht falsch ist. Was ein Flächennutzungsplan ist, und was er beinhalten soll, habe ich  schon mehrfach beschrieben. Jedem Studenten, der Stadtplanung als Ganzes -und nicht nur in Teilaspekten wie Stadt-Geografie, Stadt-Soziologie oder anderen Teilgebieten studiert- müssen sich die Haare sträuben.
Man sollte endlich zur Kenntnis nehmen, dass die Hoffnung auf Verringerung des Individualverkehrs illusorisch ist. Zweiradverkehr und mehr Busverkehr mit größerer Taktdichte mögen Verkehrsspitzen kappen, aber nicht den Individualverkehr im eigenen KFZ ersetzen angesichts einer stetig wachsenden Bevölkerung vor allem in den rheinschien-nahen Zentren. Auch neue Gutachten und Prüfaufträge werden an dieser Sachlage nichts ändern. Solange vom Rat keine Impulse ausgehen, die Stadtentwicklungspolitik selbst zu bestimmen, und nicht  der Verwaltung blind zu folgen, wird es keine zukunftsweisenden Lösungen geben. Das gilt insbesondere auch für die Stadtgestaltung, die vor allem in den tradierten Wohnbereichen Auswüchse zeigt, für die allein Bauaufsicht und deren Chef zuständig sind. An vielen Stellen sind  -leider auf Jahre unumkehrbar- solche zu besichtigen.
Der Rat hätte die Möglichkeit, über den Bürgermeister hier Einfluss zu nehmen, wenn er den Mut aufbrächte zu sagen, was gefällt und was nicht.

 

Kreisverkehr Schnabelsmühle (als Leserbrief am 19.06.2017 veröffentlicht unter „Unnötig verkompliziert“) Bei meinen viele Jahre lang betriebenen Studien bis heute von Kreisverkehrslösungen in ganz Europa ist mir kein Kreisel begegnet, der an der inneren Begrenzung Einbuchtungen hat, wie diese hier angelegt wurden. Kreisel, egal ob klein oder groß, funktionieren immer. Wenn trotzdem sehr selten Unfälle geschehen, dann nur deshalb, weil die Geschwindigkeit bei der Einfahrt zu groß ist. Europaweit wird deshalb die erlaubte Geschwindigkeit in der Regel auf maximal 30 km/h etwa 70 bis 100 m vor dem Kreisel begrenzt. Für deren Ankündigung auf und neben der Straße ist in der Regel die Gemeinde zuständig. Ein Kreisel funktioniert reibungslos wenn beachtet wird, dass im Kreisel nur drei (3 !) Lenkbewegungen erforderlich sind: Rechtseinschlag bei der Einfahrt, Linkseinschlag in den Radius, Rechtseinschlag bei der Ausfahrt. Bei Doppelspur nur (!) von der äußeren zur inneren Spur, wenn wenigstens zwei Ausfahrten überfahren werden. Keinesfalls eine Einbuchtung nutzen, wie an der Schnabelsmühle vorgesehen. Ein Kreisverkehr muss übersichtlich gestaltet werden. Er sollte keine ablenkenden Attribute haben. Es gibt viele Kreisel, bei denen ein „Durchblick“ bewusst vermieden wurde. Das zwingt jeden zu erhöhter Vorsicht und vermindert das Unfallrisiko. Ich finde die Gesamtlösung unnötig verkompliziert. Das gilt auch für die wegweisende Beschilderung. Es fehlen Tempobeschränkungen (nebst notwendiger Überwachung) und Hinweise für Radfahrer, was wo und wie erlaubt ist. Meine Erfahrung lehrt mich, dass eine generell konsequent rechts durch den Kreisel geführte eigene Radspur die klarste, sicherste und schnellste Führung ist. Dabei gilt für alle Verkehrsteilnehmer das Gebot der Einhaltung der zulässigen Geschwindigkeit, und vor allem bei zweispurig angelegten Kreiseln das Fahren im Reißverschluss-System.

 „Stadtgestaltung“.   -Ein Fremdwort- Wer durch Bergisch Gladbach geht oder fährt, reibt sich oft verwundert die Augen, was, wo, und wie genehmigt und gebaut wird. Stadtgestaltung im Sinn von Erhaltung einer vorhandenen Struktur und deren Erhaltung und Ergänzung mit dem Ziel, das Unverwechselbare der Stadtentwicklung sichtbar zu machen, kann ich nicht verspüren. Die verheerend um sich greifende Sitte, nur noch Bauklötze aus dem Katalog der Allerweltsarchitektur zu planen und zu bauen, ist an vielen Straßen und Wegen in dieser Stadt zu besichtigen. Dabei ist es durchaus möglich, die gleiche Gewinnmaximierung auch durch Rückgriff auf traditionelle Bauformen zu erreichen Den Investoren kann man nicht verübeln, wenn sie stadtplanerisch und stadtgestalterisch rücksichtslos ihre Interessen durchsetzen. Eine Bauverwaltung, die ihre Aufgaben gut macht, segnet nicht alles ab, was rechtlich gerade noch möglich ist, sondern berät im Vorfeld mit Bauherr und Architekt, was gestalterisch dem Stadtbild nicht schadet. Dazu bedarf es aber eines verantwortlichen Beamten, der sein Handwerk nicht nur aus juristischer, sondern vor allem aus städtebaulich-architek-tonischer Berufung versteht. Als jüngste Bausünde in stadtplanerischer Hinsicht empfinde ich das im Bau befindliche Objekt an der unteren Jägerstraße im Bereich Odenthaler Straße. Mir ist völlig unverständlich, wie die Leitung der Baugenehmigungsbehörde das Objekt genehmigen konnte. Leider ist dies nur ein Fall in einer langen Reihe baurechtlicher Fehlleistungen. Es gibt schließlich die Möglichkeiten der Beratung, der Zurückstellung und schließlich von Festlegungen durch Satzung. Es steht fest, dass der Rat entscheidend mitbestimmen kann, wo, was, wie gebaut werden darf. Die Zukunft des Stadtbildes liegt in seinen Händen.

Pervers  finde ich es, wenn eine stadtplanerische und stadtgestalterische Fehlleistung, wie die Abflussrinne mitten auf der Hauptstraße, zur Blindenleitlinie erklärt wird, die man doch bitte freihalten möge. Sollen Blinde bei Regenwetter wirklich durch die Gosse laufen? Mein seit Geburt an schwerstsehbehinderter, inzwischen mit 82 Jahren verstorbener Bruder wäre nie auf die Idee gekommen, sich hier entlang zu tasten. Blinde haben Fähigkeiten, die wir normal Sehenden nicht kennen. Blinde tasten mit dem weißen Stock die Bodenbeläge ab, vor allem aber auch mit den Füßen, die sie jede Unebenheit, Beläge, Steigungen oder Neigungen erkennen lassen. Auch Wände, Mauern und Hecken sind wichtige Hilfen. Ein total Blinder in Begleitung erklärte mir auf der Hauptstraße, dass er die Rinne keinesfalls als Blindenleitlinie erkenne, sondern nur als Abfluss wahrnehme, wenn er von seiner Begleitung darauf hingewiesen werde. Blinde dienen hier als Vorwand zur Entschuldigung für -nicht nur diese- städtebauliche Scheußlichkeit.

April 2019:  Cargo-Cap    
Ich habe den Eindruck, dass in Rat und Verwaltung der Kreisstadt einige meinen, man müsse jeder unausgereiften Idee nachlaufen und wiederum eine teure Machbarkeitsstudie in Auftrag geben, obwohl die Idee des Cargo-Cap nicht im Entferntesten ausgereift ist.
Wer in die Zukunft denkt, um den Güterverkehr von der Straße zu bekommen, muss an die Schiene glauben. Die Prämissen liegen dafür in Bergisch Gladbach weitaus günstiger.
Eher wird auf dem Saaler Mühlen-See -sollte er mal richtig zufrieren- die Deutsche Eishockey-Meisterschaft ausgetragen, als dass Cargo Cap für Bergisch Gladbach eine Option darstellen könnte.

 

Sommer 2018:  Erwerb einer Halle am Bahndamm
Die Presse berichtet, dass der Bürgermeister den Erwerb einer Halle am Bahndamm im Bereich der Kölner Straße in Bensberg beabsichtigt. Der Erwerb dürfte mit den Nebenkosten die Millionengrenze in Euro deutlich überschreiten. Unabhängig von der Tatsache, dass eine Teillösung einer Trasse auf dem Bahndamm nicht möglich ist ohne langdauernde Prozesse für notwendige Enteignungsverfahren, die von den Anliegern zu erwarten sind, gibt es auch technische Schwierigkeiten zu überwinden, an die bisher bei den Befürwortern entweder niemand gedacht hat, oder schlicht bewusst übersehen hat. Es geht um Straßenkreuzungen im Teilbereich von der Zinkhütte bis Kölner Straße und die Kreuzung mit der Straßenbahn. Planvorstellungen der Befürworter und Anhänger einer utopischen Lösung eines überörtlich bedeutsamen Verkehrsproblems, nämlich einer dringend notwendigen zusätzlichen Ost-West-Verbindung zwischen den Städten Bergisch Gladbach und Köln sind bislang nicht bekannt geworden.
Es steht fest, dass ohne eine klare politische Weisung der Räte keine konkrete Planung erfolgen wird. Dazu müssten beide Räte sich für den Bau einer neuen L286n auf der seit nahezu einem Jahrhundert freigehaltenen Trasse, wie aus den alten Plänen ersichtlich ist, endlich entschließen.

 

Sommer 2018:  Marktgalerie in Bensberg
Eigene Studien und Presseberichte lassen erkennen, dass Kaufhäuser (Vollsortimenter) für gewachsene Strukturen schädlich sind. In aller Regel ziehen diese eine Käuferschicht an, deren Einkommen eher als niedrig zu bezeichnen ist. In der Folge bleiben die „guten“ Kunden aus, was zu einer Abwanderung des gehobenen Einzelhandels und oft zur Geschäftsaufgabe führt. Das ist auch in Bergisch Gladbach deutlich zu erkennen. In vielen Städten hat man das schon lange erkannt und setzt auf einen vielfältigen Fachhandel, der die Bedürfnisse aller Käuferschichten zu befriedigen in der Lage ist. Ein Supermarkt in der Schloßstraße birgt die Gefahr einer weiteren Abwanderung von Fachgeschäften, die ja schon seit einigen Jahren zu beobachten ist. In Bensbergs Ortsteilen Refrath, Moitzfeld und Herkenrath gibt es bereits Märkte, die den täglichen Bedarf befriedigen können, und bei denen Parkplätze bequem -ohne Auf- und Abstiege- zu erreichen sind. Es wird aus diesen Stadtteilen kaum jemand in die Schloßstraße zum Einkauf fahren, wenn er das dortige Angebot auch in der Nähe findet. Wenn sich in einer neuen Marktgalerie eine Anzahl guter Fachgeschäfte niederlassen würden, die nicht auf einen Massenandrang angewiesen sind, sondern auf eine zahlungskräftige Kundschaft, die es ja rund um Bensberg-Mitte gibt, dann stellt sich auch die Frage nach Parkplätzen nicht im gleichen Ausmaß. Das Objekt selbst darf nicht durch ausgefallene Architekturdetails auffallen. Dazu gehört auch, dass nicht die Erschließung unterschiedlicher Verkehrs-ebenen zum entscheidenden äußeren Gestaltungselement wird.  

März 2019:  Carport-Gelände Bensberger Straße
Es war politisch ausgemachte Sache, dass ein Teil des Geländes für die Stadt zur Nutzung als Sport- und Freizeitfläche, in jedem Fall zu einem entsprechenden Zweck, freizuhalten sei.
Diesem Willen des Rates entspricht die derzeitige Ausweisung im gültigen Flächennutzungsplan.
In den vergangenen Jahren sind schon zu viele Sport- und Freizeitflächen zugunsten profitablerer Objekte umgewandelt worden. Beispielsweise wurden u. a. drei Fußballplätze: Olefant, Zinkhütte, Kradepohl und mehrere Bolzplätze aufgegeben ohne Ersatz zu schaffen und -ganz wichtig- das Schwimmbad Saaler Mühle umgewidmet und veräußert. Die verbliebenen Sportflächen wurden unter erheblichem finanziellem Einsatz der Vereine mit Hilfe der Stadt saniert. Außerdem verschwanden Freibäder in Herrenstrunden und Katterbach. Das kleine Hallenbad am Mohnweg ist marode und der Rheinische Turnerbund hat sein Bad geschlossen. Notwendiger Schulunterricht zur Schwimmerlernung kann nicht im notwenigen Maß erteilt werden. Und die Möglichkeiten der Vereine zur Gesundheitsvorsorge, Training für Leistungs- und Wettkampfsport und die Ausbildung von Schwimmern für die DLRG sind mehr als eingeschränkt.
Die Mängel vorausschauend hat der Rat beschlossen, nach Aufgabe des Carport das einzig verbliebene Grundstück, zentral zwischen den Stadtteilen gelegen, als Ersatzfläche für den Sport zu reservieren und die Fläche im F-Plan entsprechend ausgewiesen. Das geschah im Einvernehmen mit dem Erwerber.
Ich beantrage deshalb, den noch freien Teil des Carport-Geländes im neuen Flächennutzungsplan als Fläche für sportlich dienende Gebäude und Einrichtungen (Symbol  PlanzV 4.2) und der textlichen Erläuterung „Hallenbad“ zu kennzeichnen.

Mehrfach wiederholt:
Anregung und Forderung
zur Ausweisung einer Linie für eine 286n
im Nord-West-Randbereich der Schluchter Heide
Im Rahmen der Bürgeranhörung zum vorgestellten Entwurf des neuen Flächennutzungsplanes fällt auf, dass die in vielen Plänen bis heute dargestellte mögliche Linienführung einer neuen L286n nicht mehr aufgenommen ist. Ich halte dies für einen erheblichen planerischen Mangel, weil er den Bau einer unbedingt erforderlichen Entlastungsstraße zum Wohl der Nachbarstädte Köln und Bergisch Gladbach auf Jahrzehnte unnötig erschwert, wenn nicht unmöglich macht. Eine mögliche Linienführung bis zum Merheimer Kreuz habe ich in Dia-Vorträgen aufgezeigt. Meine seit 2003 nachweislichen Kontakte mit den verantwortlichen Leitern/innen für Stadtplanung und Verkehr in Köln bis zum heutigen Tag haben mir bestätigt, dass seitens der Bergisch Gladbacher Verwaltung keinerlei sondierende Fachgespräche gesucht wurden oder stattgefunden haben.
Ich fordere deshalb die Wiederaufnahme einer in Plan und Text möglichen L286n
im Nord-West-Randbereich der Schluchter Heide, wie dies in den bisher gültigen Planungen verankert war.

Das Foto zum zweiten Bericht passt nicht dazu. Hier ist ein Luftbild von der Kreuzung der Paffrather Straße mit Handstraße und Alte Wipperfürther Straße (B 506) zu sehen. An der von Ihnen beschriebenen Kreuzung habe ich 1990 ein konkav entwickeltes Objekt an der Ecke Mülheimer Straße / Duckterather Weg als Architekt errichtet in der Vorausschau, dass sich die Kreuzung für einen Kreisverkehr anbietet. Leider ist der städtische Oberbaurat kein Freund von Kreisverkehren, wie er mir kurz nach seinem Amtsantritt im Dienstzimmer einer städtischen Mitarbeiterin ungefragt mitteilte. Ich habe ihm meine gegenteilige Auffassung gesagt. In vielen Vorträgen auch vor Fachleuten habe ich eine Vielzahl guter Beispiele aus Deutschland und den Nachbarländern vorstellen können. Ein städtischer Bediensteter war trotz Einladungen nie anwesend. Über große Kreisel in dieser Stadt muss ich keine kritischen Ausführungen machen. Die Unübersichtlichkeit ist offenkundig. Aber schließlich funktioniert jeder noch so kleine Kreisel ohne Probleme, auch in dieser Stadt.

Kapitel 2)

Juli 2019:  Zum Flächennutzungsplan:
Es fehlt ein Verkehrskonzept
Ein Stadtplaner -wenn er denn einer ist- muss folgenden Weg gehen: Wie sieht die Stadt aus, die er planen oder überplanen muss? Welche Städte / Orte liegen in der Nähe? Welche (nicht nur Verkehrs-) Beziehungen bestehen zu diesen? Dabei spielt aber der Verkehr die Hauptrolle. Wenn also eine Stadt geplant oder überplant werden soll, so macht man das mit einem Flächennutzungsplan, in dem die Verkehrsbeziehungen innerörtlich und vor allem überörtlich die Hauptrolle spielen! Wer dieses Grundgebot der Stadtplanung nicht beachtet, handelt weder fach- noch sachgerecht. Im Entwurf zum FNP scheint mir das Grundgebot nicht beachtet. Es fehlt nämlich eine zukunftsfähige, dringendst notwendige weitere Ost-West-Achse, zumindest von Bergisch Gladbach bis Köln neben der vorhandenen in Bensberg (Kölner / Frankenforster Straße), und in Bergisch Gladbach (Kürtener Straße / Querung Stadtmitte / Mülheiner Straße) und im Norden die vielbefahrene B 506 von Bechen bis Dellbrück. Mir ist völlig unverständlich, dass die seit einem Jahrhundert von allen Fachleuten als notwendig erkannte Trasse für eine L 286n, die immer wieder in allen alten Plänen dargestellte Trasse am Rand der Schluchter Heide nicht intensiv verfolgt wird. Im Übrigen fehlt es auch an einem innerstädtischen Verkehrskonzept, vor allem auch im Hinblick auf Bauvorhaben in S-Bahn-Nähe, und für die Erschließung des Zanders-Areals. Von verantwortbarer Stadtplanung kann ich seit Jahren nichts feststellen. Fremdgutachtern kann schließlich egal sein, wenn eine Stadt durch schlechte Führung und geduldige Bürger ihr Gesicht verliert.

Stadtplanung

Samstag, Januar 9th, 2016

Kapitel 2  -Stadtplanung-
Was ist überhaupt Stadtplanung?

FNP und BP:  Eine Einführung
Historisch gesehen wurde Stadtplanung immer im Auftrag eines Potentaten, also eines Herrschers geistlicher oder weltlicher Macht von einem Mann seines Vertrauens gemacht. Dieser Mann musste umfassend gebildet sein und wurde als Architekt bezeichnet. Bis vor wenigen Jahrzehnten gab es „Stadtplaner“ als Berufsbezeichnung nicht.
Wer sich als Architekturstudent an einer der klassischen deutschen Technischen Hochschulen einschrieb, belegte neben dem obligatorischen „Entwerfen“ auch das Fach „Städtebau und Siedlungswesen“.

Zu letzterem Studium gehörte, dass die vielen Aspekte bei einer Stadt- oder Siedlungsplanung zu berücksichtigen sind:
Lage in der Landschaft (eben oder hügelig, Wasserläufe, Bodenverhältnisse,  Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten,  vorhandene Ortsstrukturen (wo wohnt, wirtschaftet und arbeitet man), was gibt es an Industrie, Gewerbe, Einzel- und Großhandel, Struktur des Verkehrsnetzes, an soziologischer Struktur der Bevölkerung in den einzelnen Vierteln, wie sieht es mit Einrichtungen für Bildung, Kultur, Sport aus?
Und:  Wie sieht es in den Nachbargemeinden aus?
Gibt es gemeinsame Interessenlagen? Letzteres ist ein ganz wichtiges Thema!
Schließlich spielt auch das vorhandene Ortsbild eine entscheidende Rolle.
Von einem Stadtbaurat erwarte ich, dass er diese Maxime beherzigt und auch selbst den Zeichenstift zum skizzieren wichtiger Ziele in die Hand nimmt.
Die Ausarbeitung obliegt dann seinen Mitarbeitern.

Das Gesicht unserer Stadt mit ihrer besonderen Topographie wird geprägt
von Bauten aller Art aus unterschiedlichster Zeit, von einer starken Durchgrünung
und einem unzureichenden Verkehrssystem.
Eine besondere Rolle spielt auch die Ansiedlung von Industrie und Gewerbe an zentralen Standorten, die in besonderem Maß das Verkehrssystem belasten.
Dies sind wichtige Gründe, die Weiterentwicklung besonders gut vorzubereiten, um Fehlentwicklungen entgegenzuwirken.
Wenn die „Planungshoheit bei der Stadt“ liegt, so heißt das keineswegs, dass die Stadtverwaltung das Sagen hat, sondern der Rat. Dieser Aufgabe muss er gerecht werden!
Leider haben viele Bürger das Gefühl, dass der Rat der Verwaltungsspitze zu sehr folgt, und diese die  ihre Vorgaben durchsetzt.
In der Vergangenheit hatte Bergisch Gladbach tüchtige Mitarbeiter im Bereich der Planung mit all ihren Facetten.
So wurden beispielsweise die Flächennutzungspläne der selbständigen Städte Bensberg und Bergisch Gladbach von Planern der Bauverwaltungen bis zur Rechtsverbindlichkeit bearbeitet.

 

Wem obliegt die Stadtplanung?

Die Planungshoheit liegt bei den Gemeinden
So ist es gesetzlich festgeschrieben. Aber was bedeutet das?

Wer hat das Sagen?
Es liegt auf der Hand, dass die verantwortlichen Planer heute in vielen Bereichen der Aufgabe gerecht werden müssen.

Eine genaue Kenntnis des Ortes oder der Stadt ist unerlässlich. Oberflächliche Kenntnisse genügen nicht. Deshalb sind zu einer vernünftigen Fortentwicklung zwei Hilfsmittel nötig, die einerseits den Bürgern dienen sollen, andererseits aber auch einzuhaltende Voschriften beinhalten.
Dies sind
1.
der Flächennutzungsplan  (FNP)
2. 
Bebauungsspläne  (B-Pläne)

Der F-Plan ist ein „vorbereitender Bauleitplan“, der das gesamte Ortsgebiet umfaßt.
Die B-Pläne umfassen kleinere oder größere Teile des F-Plans. Sie sind verbindlich.

An die Festsetzungen in den B-Plänen muss sich jeder Bauherr halten. Dabei sind immer auch Nachbarrechte sorgfältig zu beachten. Wenn das nicht geschieht, kann das langwierige Verzögerungen mit finanziellen Folgen haben.
Weil die Gemeinde, vertreten durch ihre gewählten Ratsmitglieder, über die „Planungshoheit“ verfügt, sollten die Parteien dafür sorgen, dass in die Ratsgremien auch entsprechende fachkundige Bürger entsandt werden.
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Ein Blick zurück.
Die Entwicklung des derzeit gültigen FNP
Aug.  1968      Entwurf des FNP für Bergisch Gladbach

April  1975      Neugliederung: Übergeleiteter Entwurf
Nov.  1975      Zusammenzeichnung der alten Entwürfe
1986               Feststellung der Rechtsverbindlichkeit
Seither           Änderungen und Ergänzungen
Der damalige Leiter des Stadtplanungsamtes, Herr Dipl.-Ing. Klatt, konnte den FNP mit seinen Mitarbeitern ohne die technischen Hilfsmittel erstellen, die heute zur Verfügung stehen.
Das ist heute nicht mehr möglich, weil die gesetzlichen Anforderungen in sehr erheblichem Maß gestiegen sind.

Was macht man heute ?
Hilfe bei der Aufstellung des neuen Flächennutzungsplanes sucht die Stadt bei einem auswärtigen Planungsbüro.
Der finanzielle Aufwand für diese Fremdhilfe beträgt 300.000,- EUR !

Die Bürger sollen mitwirken.
Und sie wirken mit: Machen Vorschläge für ein besseres Radwegenetz, Bordsteinabsenkungen und Verbesserungen an Straßen und Wegen.
Alles wichtig und löblich.
Die wirklich komplexen Probleme der Stadtplanung können in Bürgeranhörungen höchstens angesprochen oder teilweise auch dargestellt, aber nicht gelöst werden.


Ein Blick auf gültige Bebauungspläne und deren Umsetzung.

Insgesamt gesehen sind die Inhalte der Bebauungspläne immer entsprechend umgesetzt worden.
Man muß aber auch gestehen, dass Bebauungspläne notwendigerweise auch immer den Zeitgeist, der sich auch in der Architektur spiegelt, wiedergeben.
So würde z. B. heute ein Bebauungsplan für die Schloßstraße in Bensberg sicher eine andere Gestalt haben, als in der Mitte des letzten Jahrhunderts.
Das hat viele Gründe: Die Arbeitswelt der Menschen hat sich verändert und damit die Notwendigkeit, sich mobiler zu zeigen. Das bedingt andere Wohnbedürfnisse, aber auch andere Bedürfnisse für die Freizeit.
Ganz wesentlich hat sich das Kaufverhalten geändert.
Der qualifizierte Einzelhandel muss sich immer mehr der Konkurrenz der „Ketten“ stellen. Dabei ist längst erwiesen, dass die „Sortimenter“ in Einkaufszentren in den Stadt- und Ortskernen zur Verödung beitragen.

…  und zukünftige Bebauungspläne ?

Es ist wichtig, dass in Städten und Gemeinden, gerade auch hier in unserem Bergisch Gladbach, Bebauungspläne aufgestellt werden, wobei der Einzelhandel den Leuten mit gehobenen Ansprüchen wieder gerecht werden kann.
Daran mangelt es vor allem in der Stadtmitte Gladbachs vom Driescher Kreuz bis zur Feuerwache und um den Waatsack.
Hier ist die Aufstellung eines B-Planes ganz besonders dringend, auch im Hinblick auf zukünftige Verkehrsführung und Steuerung.
Auch das Gelände rund um den S-Bahnhof bedarf einer Planung, ebenso wie das nahegelegene Gelände nördlich und östlich vom Baudenkmal Kalkofen.

Private Bebaungsvorschläge können gute Impulsgeber sein.
Auch wenn sie dann aus guten stadtplanerischen Gründen nicht wie gewünscht in allen Teilen umgesetzt werden können.

 Anregungen
COX-Gelände
in der Stadtmitte    06.01.2017
Bislang sind mir keine Bebauungsvorschläge für das Cox-Gelände bekannt. Davon unabhängig kann nicht bestritten werden, dass die Verkehrsanbindung gerade auch in Verbindung mit den Plänen des Bürgermeisters für ein neues Stadthaus an der Jakobstraße eine Vielzahl von Problemen aufwerfen wird, die bis heute nicht einmal angesprochen sind. Das betrifft Straßenführungen und Verknüpfungen rund um das Gelände der Deutschen Bundesbahn. Schon jetzt kann vom Driescher Kreisel bis zur Paffrather Straße nicht von einer zukunftsträchtigen Straßenführung gesprochen werden. Von der optischen Missgestaltung soll hier nicht die Rede sein.
Sollten beide Pläne ernsthaft weiterverfolgt werden, ist ein schlüssiges Verkehrskonzept nicht nur für den gesamten Innenstadtbereich unabdingbar.
Solange dies nicht wenigstens in einem wenigstens diskutablen Vorentwurf vorliegt, sollten keine Baugenehmigungen erteilt werden. 

Neubau Stadthaus an der Jakobstraße   06.01.2017  (09.03.2018)
Ich sehe den Neubau eines Stadthauses an der Jakobstraße auf dem ehemaligen Gelände des Güterbahnhofes und evtl. notwendiger weiterer Flächen überwiegend für Verwaltungs-Dienstleistungen als schädlich für eine dringend notwendige Aufwertung des Bergisch Gladbacher Zentrums an, dem es an attraktiven Einrichtungen zunehmend mangelt.
Vielmehr sollten hier in Nähe des zentralen Verkehrsknotens Einrichtungen geschaffen werden, die auch in den Abendstunden für Belebung sorgen. (Kino, Kneipe, Restaurant o. Ä.)
Es scheint überhaupt nicht bedacht zu sein, wie man mit dem ruhenden Verkehr fertig werden könnte. Eine Antwort
  könnte lauten: Der wird in Tiefgaragen verlegt.
Das scheint aber bei den bekannten Bodenverhältnissen zwar möglich, aber über alle Maßen kostspielig zu sein.
Mit grundwassergesättigten und unterschiedlichen Bodenarten muss gerechnet werden.
Ehe weiter geplant wird, sollten umfangreiche Bodenuntersuchungen über das engere Planungsgebiet hinaus in einem engen Raster durchgeführt werden, ehe man sich in ein Abenteuer stürzt. Erst wenn die Ergebnisse vorliegen, sollte weiter überlegt werden, wie das Gelände im Sinne einer profitablen Nutzung gestaltet werden könnte.
Für ein neues Stadthaus sollten auch andere unterwertig genutzte innerstädtische Flächen interessant genug sein.
Es wird viel über eine unterschiedliche Nutzung freier oder freizumachender Flächen oder Gebäude auf dem Gelände der Fa. Zanders spekuliert.
Was immer auch geplant werden wird, eine entscheidende Rolle wird die Lösung des inneren und äußeren Erschließungssystems des gesamten Zanders-Areals sein.
Auch hier sind vor weiteren Beschlüssen von großer Tragweite umfangreiche Bodenuntersuchungen nötig. Handelt es sich doch um ein Gelände, in dem noch im letzten Jahrhundert Trass gefunden und gefördert wurde. 

 

 

Stadtgestaltung

Samstag, Januar 9th, 2016

Kapitel 3)   Stadtgestaltung

Grundsätze der Stadtgestaltung.
Die Verkehrsplanung spielt eine wesentliche Rolle.

Wichtig sind alle Verkehrsüberlegungen für das gesamte Wohn- oder Geschäftsumfeld.
Werden diese nicht im gebührenden Maß beachtet, leidet auf Dauer die ganze Stadt.
Stadtgestaltung beginnt nicht mit renovierten alten Fassaden oder endet beim Architekturtrend.
Sie beginnt bei der Grundvorstellung, wie sich eine mehr oder weniger große Teilfläche entwickeln soll. Dabei ist sorgfältig zu bedenken, ob durch eine der Mode entsprechende Architektur das Gesicht der Stadt wesentlich beeinflusst wird oder werden kann.
In aller Welt werden die Orte und Städte geliebt und besucht, die ihr eigenes Flair oder Gesicht behalten haben. Davon zeugt die Reisefreude der Menschen, die solche Orte besuchen.
Bergisch Gladbach ist nicht gerade ein Ort, der sich für eine Urlaubsreise aufdrängt. Umso wichtiger ist es,  die Dinge ins rechte Licht zu rücken, die leicht übersehen werden.

Verbesserung des Stadtbildes

Aus welcher Richtung man sich dem Waatsack nähert, das Stadtbild hätte eine Aufwertung dringend nötig. Von Westen kommend geht der Blick gegen eine beliebige und ungeordnete Bebauung an der Südseite der Hauptstraße. Von Norden stößt man genau gegen diese Bebauung.
Von Osten steht der Waatsack  einem freien Blick auf das Kulturhaus Zanders im Wege. Dabei bietet gerade dessen Ostansicht -neben den übrigen Seiten- eine der wenigen architektonisch ansprechenden Anblicke. Weiter nach Westen steht der Komplex -ehemals Heuser-/Quirls nicht gerade vorteilhaft als Eingang in die östliche Stadtmitte im Wege. Die Gebäude verstellen den Blick auf alten Friedhof und die Gnadenkirche.
Beide dokumentieren einen wesentlichen Teil  unserer Stadtgeschichte.

All diese Mängel ließen sich bei einer vorausschauenden Stadtentwicklungsplanung, die in einem BPlan ihren Niederschlag findet, beheben.

Bei einer beampelten Kreuzungslösung am Waatsack bleibt nicht nur die Möglichkeit einer nachhaltigen Verbesserung des östlichen Stadtkerneingangs auf der Strecke.

Dabei wird gleichzeitig völlig übersehen, welche Bedeutung eine zukunftweisende Verkehrslösung am Waatsack auch für die Geschäftszeile der nördlichen Seite der Hauptstraße vom Buchmühlenweg bis zum Kulturhaus Zanders für die Entwicklung des eigenen Hinterlandes haben könnte.

Ein paar neue Wohnblocks am „Strunde-Kanal“ lösen das Problem einer städtebaulichen Neuordnung im vorgenannten Bereich nicht.

 

Stadtgestaltung: sollte bei allen Maßnahmen bedacht werden.

Wenn eine Stadt für Einheimische und Besucher attraktiv sein und bleiben soll, muss sie auf ihre eigene Entwicklung zurückschauen um festzustellen, was gut oder weniger gut ist. Dabei spielt die soziologische Entwicklung eine große Rolle.
Eine Stadt, die wesentlich in der Zeit der industriellen Revolution gewachsen ist, ist mehrheitlich meist durch eine werktätige Bevölkerung der unteren und mittleren Einkommensschicht geprägt. Das wirkt sich besonders in der Architektur aus. Dabei haben weitsichtige Fabrikanten dazu  beigetragen, für ihre Mitarbeiter ansehnliche Wohnverhältnisse in größeren oder kleineren Siedlungseinheiten zu schaffen.
Bis heute prägen solche, aus sozialer Verantwortung entstandenen Viertel Teile unserer Stadt.
Besonders nach dem letzten Weltkrieg in der Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs zog es viele Bürger aus den umliegenden Großstädten in das landschaftlich reizvolle Bergisch Land, und generierte so den rechtsrheinischen „Speckgürtel“ um Köln und Leverkusen. Die neuen Bürger gehörten eher den gehobenen Einkommensschichten an. Sie siedelten in neu erschlossenen ehemaligen land- oder forstwirtschaftlich genutzten Flächen. Es entstanden reizvolle Villenviertel, die auch dort stark durchgrünt sind, wo früher Äcker oder Wiesen waren. Die Grundstücke waren (und sind bis heute) meist großzügig bemessen. Die Eigentümer hatten meist Kinder und hofften, dass diese einst das Erbe gern antreten würden.
Die Erfahrung zeigt, dass diese Hoffnung oft nicht in Erfüllung ging oder geht, weil sich deren Berufs- und Lebensplanung mit dem angestammten Familiensitz nicht vereinbaren lässt. Die Folge ist, dass viele Objekte veräußert werden. Die Objekte, meist vor fünfzig und mehr Jahren errichtet, genügen in vielerlei Hinsicht nicht mehr heutigen Ansprüchen. Modernisierung und Umgestaltung sind oft unwirtschaftlich.
Deshalb erfolgen häufig Abbruch, Umbau oder Aufstockung. Dabei kann sich das Ambiente eines reinen Wohnviertels deutlich verändern. Es entstehen Mehrfamilienbauten dort, wo ursprünglich nur ein- oder zweigeschossige Ein- oder Zweifamilienhäuser standen mit Geschossen, die nach dem Gesetz zulässig sind, das Bild des Viertels aber grundlegend ändern. Oft entsteht ein neuer Sozialmix, der wenig förderlich für das Miteinander ist.
Dabei ist zu beklagen, dass viele Objekte von Investoren erstellt werden, denen der Erhalt gewachsener gesunder Strukturen egal zu sein scheint.

Fazit:
Ich wünsche mir eine Bauaufsicht, die nicht nur nach dem Buchstaben des oder der Gesetze entscheidet, sondern hinter jedem Paragraphen die Ratio des Gesetzes erkennt.

Schon in den Voranfragen sollen die Fragen der Stadtplanung und Stadtgestaltung mit den Antragstellern ausführlich besprochen werden.
Manchmal würde auch ein Hinweis auf die Möglichkeit der Zurückweisung eines Antrags zunächst um ein Jahr genügen, um Gesprächsbereitschaft zu finden.

 

Kreuzungen und Einmündungen
u. a. Waatsack

In vielen Städten im In- und Ausland kann man sehen und erleben, wie kluge Stadtbaumeister dafür gesorgt haben, dass auch in Zeiten der Postkutsche, der noblen Pferdekarossen und Fuhrwerke der Verkehr an Kreuzungen und Einmündungen übersichtlich blieb.
Das galt nicht nur für ebenes Gelände, sondern mehr noch für solche Anlagen, in denen Steigungen zu berücksichtigen waren.
Bei Kreuzungen denkt man dabei zunächst an ein eingeschriebenes Viereck, bei Einmündungen an ein einfaches „T“.
Mit Pferdegespannen ist das Anfahren und Anhalten nicht so einfach, wie es manchmal den Anschein hat. Beim Anfahren müssen die Pferde wesentlich mehr Kraft aufbringen als beim Dahinrollen. Jeder, der schon mal eine Handwagen gezogen hat, weiß das. Beim Anhalten ist der Rollwiderstand (Trägheit des Gefährtes) zu berücksichtigen.
Es war also klug, bei Straßenkreuzungen anstelle eines eingeschriebenen Quadrates ein eingeschriebenes Achteck als Grenze für die umliegende Bebauung zu wählen, um damit mehr Übersicht und Sicherheit zu erlangen. Für einfache Einmündungen gilt das analog. Die konsequenteste Umsetzung dieses Prinzips kannman im Zentrum von Barcelona studieren.
Als Alternative bot sich an, und ist auch heute noch vielerorts zu beobachten, das vorgenannte Prinzip nur im Erdgeschoss konsequent anzuwenden, die Obergeschosse aber in den Eckbereichen eckig oder rund auskragen zu lassen.
Gerade heutzutage bei weiter zunehmendem motorisierten Verkehr ist es angezeigt, sich die Erfahrungen aus der Vergangenheit zunutze zu machen. Das gilt besonders dann, wenn sich statt Ampellösungen Verkehrskreisel anbieten.

Eine wichtige Voraussetzung ist dabei die Fähigkeit, stadtplanerisch vernetzt zu denken.
Das bedingt jedoch eine Genehmigungsbehörde, deren Leitung dazu in der Lage ist, nicht nur nach den Paragraphen der Landesbauordnung NW und des Bundesbaugesetzbuches zu entscheiden, wenn kein rechtsverbindlicher Bebauungsplan vorliegt, sondern sich auch mit den Bauwilligen und deren Architekten gemeinsam bemüht, eine zukunftsträchtige Lösung zu finden.

So halte ich es für eine stadtplanerische Fehlentscheidung, an der Einmündung der Laurentiusstraße in die Odenthaler Straße einen Baukörper zu genehmigen, der genau das verhindert, was man vor Jahren mit dem Abbruch des Lokals „Zum Löstigen Dreck“ bezweckt hat, nämlich hier eine übersichtliche und zukunftsträchtige Lösung an der stark belasteten Kreuzung gestalten zu können.

Die Einmündung der Ferrenbergstraße in die Hauptstraße ist stadtplanerisch auch nicht zukunftsträchtig entworfen. Zumindest im Erd- und ggfs. 1. Obergeschoss hätte man über eine unter 45° angelegte raumtiefe Versetzung im Eckbereich nachdenken müssen. Der Verkehrsübersicht hätte das gut getan. Eine entsprechende Beratung mit dem Fachamt hat es wohl kaum gegeben.

Die Einmündung der Richard.Zanders-Straße in die Hauptstraße stellt nur bedingt eine zukunftsträchtige Lösung dar, wenn man an eine vielfältige Nutzung des Zanders-Geländes denkt.  Gerade im Hinblick auf die mit Sicherheit irgendwann kommende L286n ist hier vorausschauende versäumt worden.
Wie man vorausschauend an Kreuzungsbereichen klar überschaubar Objekte nach den Wünschen der Bauherrn und doch im Einklang mit den Gesetzen verwirklichen kann, sieht man an der Einmündung des Duckterather Weges in die Mülheimer Straße oder an der Kreuzung der B506 (Alte Wipperfürther Str.) mit der Reuterstraße. In beiden Fällen sah die Bauverwaltung zunächst eine Zeilenbebauung entlang der Hauptachsen vor, ehe sie meinen Vorschlägen folgte.

Ein Bereich, der dringend einer Neuordnung bedarf, ist der östliche Stadtkern von Gladbach, besonders der Areale beiderseits der Hauptstraße rund um den WAATSACK !

Es handelt sich um eine Fläche von der Strunde im Norden bis im zum Hanggelände im Süden unter dem EVK, von der Feldstraße im Osten bis zur Gnadenkirche im Westen. Mittendrin liegt der Waatsack an einer Kreuzung, die schon vor Jahren hätte umgestaltet werden müssen, als die Feuerwache von der Hauptstraße zur Paffrather Straße umzog, weil die notwendige Ampelanlage an der Feuerwache  regelmäßig den Verkehr störte. Ortskundige suchten und fanden Schleichwege. So waren die Straßen Am Mühlenberg und Vollmühlenweg einst vor allem bevorzugte Wohnstraßen, in denen sich prominente Bürger wohl fühlten. Weil diese Straßen von den verantwortlichen Stadtplanern zu innerstädtischen Umgehungsstraßen gemacht wurden, haben die Ansässigen nicht nur an Wohnwert, sondern ihre Grundstücke an Marktwert eingebüßt.
Für das Gesamtgebiet müssen Vorschläge von ausgewiesenen Stadtplanern entwickelt werden, die sich bestens mit den Örtlichkeiten auskennen, und nicht gleich der ersten Eingebung folgen.
Kritisches Hinterfragen auch der eigenen Überlegungen sind dabei unabdinglich.
Nun ist das Areal der Feuerwache verkauft, ohne Klarheit darüber zu haben, wie denn der beschriebene Bereich gestaltet werden soll. Was hier geschehen kann, muss in einem Entwurf zu einem B-Plan dargestellt werden.
Der Gesamtbereich bietet sich an, hier neue Akzente zu setzen für eine Wiederbelebung des dahinsiechenden Ostens. Neben der Befriedigung der Interessen des EVK und der ev. Gemeinde können auch die Interessen der übrigen betroffenen Anlieger bedient werden. Die vorhandene Brutto-Geschossfläche ließe sich um mindestens das 5-fache bis 8-fache erhöhen. Damit steigt auch der Wert  der jetzt im Hinterland liegenden Grundstücke.
Die Nutzung der rückwärtigen Flächen bedingt eine Verkehrslösung, die den bereits jetzt schon starken Verkehr an der Kreuzung nicht noch steigert. Ich weiß, dass es eine starke Lobby für eine Ampellösung gibt, und dass sich manche Planungsbüros mit einer Umstellung von ampelgeregelten Lösungen auf Kreisverkehre schwer tun.
Mir ist bei all meinen Recherchen im In- und Ausland kein Fall bekannt geworden, dass es bei einem Kreisverkehr zu langen Rückstaus gekommen wäre, es sei denn , es hätte dort einen Unfall gegeben, der schuldhaft verursacht wurde. Rückstaus an Kreiseln, auf Grund von Rechenmodellen prognostiziert, widersprechen allen internationalen Erfahrungen. Kurze Rückstaus kommen vor, wenn ängstliche Autofahrer unmittelbar vor einem Kreisel anhalten, und denen die Vorfahrtregel und das Reißverschlussfahren ein Buch mit sieben Siegeln ist.

Schon im August 2008 habe ich -veröffentlicht in der Presse- in einer Skizze dargestellt, wie eine Verkehrslösung am Waatsack mit einer Kreisellösung aussehen könnte.
Der Vorschlag fand zunächst allgemeine große Zustimmung, bis dann im Jahr 2009 im Zuge der „Regionale 2010 stadt gestalten“ von den Verantwortlichen an Kleinigkeiten, die selbstverständlich in einer ersten Gedankenskizze nicht dargestellt wurden, der Versuch unternommen wurde, den Kreisel zugunsten einer Ampellösung zu diskreditieren.
Seither konnte keine auch nur annähernd brauchbare Alternative mit einer Ampellösung vorgestellt werden.
Es ist meine Überzeugung, dass eine zukunftsgerechte Lösung nur mit einer Kreisellösung unter Abbruch bestehender Bausubstanz einschließlich des nur für Nostalgiker unter Denkmalschutz stehenden Waatsacks erreicht werden kann. Nach international geltenden Grundregeln für eine Denkmaleigenschaft konnte der Waatsack diesen Ansprüchen auch bei seiner Unterschutzstellung im Jahr 1983 nicht genügen. Aber die Ratsmehrheit hat so beschlossen, trotz vorgebrachter Gegenargumente.
Es zeigt sich wieder einmal, dass verantwortliche Baubeamte und von diesen beauftragte Gutachter nicht gern einen kostenlosen Vorschlag aufnehmen, der von einem ehemals freiberuflichen Ruheständler kommt.

Veränderungen in Wohngebieten

In vielen Städten und Gemeinden glauben Verwaltungen und Räte, einer meist prekären Haushaltslage durch Satzungen oder neue Ausweisungen in F-Plänen oder B-Plänen beikommen zu können.
Dabei wird die Schließung von Baulücken in Betracht gezogen, ohne das Eigeninteresse der Bürger zu berücksichtigen. Gern wird dabei mit „Eigentum verpflichtet“ argumentiert und nebenbei auch mit Zwangsmaßnahmen gedroht, wenn der Bürger anders will, als die Politiker möchten. Die sind nämlich verantwortlich, solange das Gesetz gilt, dass die Planungshoheit bei der Gemeinde liegt. Und das ist nicht die Verwaltung. Die hat auszuführen, was der Rat beschließt.
Aber auch Ratsbeschlüsse müssen dem geltenden Recht in strenger Auslegung genügen.

Leider ist zu beobachten, das ein anderes wichtiges Kriterium oft sträflich missachtet wird: Nämlich die Einordnung in die umgebende Bebauung.
Diese „Einordnung“ wird von der Baugenehmigungsbehörde hier in Bergisch Gladbach sehr (!) weitherzig ausgelegt, wie an vielen Stellen zu beobachten ist.
Der „Charme“ einer Stadt hängt von deren Gesamterscheinungsbild ab. Will man Neubürger gewinnen, so geht das nicht allein über gute Infrastruktur. Wichtig  -für viele Menschen am wichtigsten-  ist das Wohnumfeld. Nicht umsonst sind in der Vergangenheit neue Wohngebiete geplant und Bauten errichtet worden, die den Ruf bestimmter Stadtteile als besonders bevorzugte geprägt haben. Dort lebt eine Bürgerschaft, die man in der Regel nicht als einkommensschwach bezeichnen kann, und die mit über 60 % erheblich am Steueraufkommen der Stadt beteiligt ist. Will man dieses Niveau auf Dauer bei einer sich wandelnden altersbedingten Gesellschaftsstruktur halten, dann dürfen in solchen Gebieten keine Bauten genehmigt werden, die den Charakter des Siedlungsgebietes nachhaltig stören und damit auf Dauer die dort lebende Bevölkerung verdrängen.
Es ist deutlich zu beobachten, dass altersbedingt Ein- oder Zweifamilienhäuser veräußert werden, weil die dort aufgewachsenen Kinder ausgezogen und sich anderswo niedergelassen haben.
In vielen Fällen ziehen dort junge Familien mit Kindern ein, die den alten Charakter des Viertels erhalten.
Zu bedauern ist, wenn die Siedlungsstruktur prägende Altbauten abgerissen und aus wirtschaftlichen Interessen dort Gebäude entstehen, die aus dem „Baukasten“-Katalog  sein könnten.
Uniformität trägt nicht dazu bei, der Stadt ihr eigenes Gesicht zu retten.
Nur die wenigsten Neubauten mit mehreren Wohnungen („Residenzen“) haben kindgerechte Wohnungsgrundrisse. Sie sind eher für Ruheständler und wegen der Kosten für gut verdienende Singles oder Partnerschaften erstellt.
Spiel- und Bolzplätze (!) für Jugendliche sind Mangelware. Die braucht man dort ja auch kaum noch.
Ich wünsche mir eine Bauaufsicht, die bei Genehmigungsverfahren mehr Rücksicht auf gewachsene Strukturen nimmt. Werden diese ge- oder zerstört, leidet am Ende auch gewiss der Stadtsäckel! 

 

„Verklotzungen“ im Stadtbild
eine Ergänzung –
Im gesamten Stadtgebiet ist zu beobachten, dass althergebrachte Bauformen, selbst in überwiegend reinen Wohngebieten mit Satteldächern in unterschiedlicher Ausformung, bei Neubauten in anderthalb- oder zwei-geschossiger Bauweise kaum mehr berücksichtigt werden.
Dabei war es seit alters her für Architekten  selbstverständlich, auf bestehende Nachbarschaften gestalterisch Rücksicht zu nehmen. So entstanden bis heute vorbildlich gestaltete Siedlungen sowohl für Gutbetuchte wie für Bürger mit wenig Vermögen.
Im letzten Krieg entstanden in Bensberg und Bergisch Gladbach Wohngebiete, die sich durch eine „Einheit in der Vielfalt“ auszeichneten, und heute noch bevorzugt werden.
Dazu zählen beispielsweise große Teile in Refrath und Frankenforst, rund um den Odinweg, in Gladbach die Vogelwege zwischen Paffrath und der oberen Reuterstraße, in Nußbaum, in Rommerscheid und in vielen anderen Ortsteilen. Besonders die Siedlungen mit Ein- und Zweifamilienhäusern sind betroffen. Waren die Bewohner ursprünglich mit Kindern gesegnete Familien, wohnen heute vielfach ältere Ehepaar dort, deren Kinder sich anderswo niedergelassen haben, und nicht an eine Rückkehr denken. Also werden die Objekte meistbietend verkauft. Dann kommen Investoren, deren Ziel eine optimale Ausnutzung ist. Dabei spielt das Argument des dringend benötigten Wohnraums eine große Rolle. Die Bauaufsicht genehmigt dann Pläne, die das Bild des Umfeldes massiv beeinträchtigen. Zweigeschossige Bauklötze plus Staffel-Geschoß zwängen sich dann unter höchstmöglicher Auzsnutzung der Grundstücke zwischen bestehende Häuser, ohne Rücksichtnahme auf Nachbarn oder das Erscheinungsbild in der Nachbarschaft
Der üblen Beispiele gibt es in Gladbach zur Genüge.
Nicht viel besser sieht es beim Bau von Wohnanlagen aus, die gern als „Residenzen“ gebaut und an eine nicht ganz arme Klientel verkauft oder vermietet werden. ‚
In der Nähe von Zentren oder geschlossenen Blockbereichen mag das vertretbar sein, doch sollte auch hier Wert auf eine Erhaltung des über lange Zeit gewachsenen Stadtbildes geachtet werden.
Dies ist kein Plädoyer gegen Flachdächer (die ich selbst auch geplant und gebaut habe), sondern der Wunsch, sich daran zu erinnern, dass ein Architekt Gestalter sein soll, und nicht jedem Modetre
nd nachlaufen soll.
Leider ist es der Genehmigungsbehörde schon mehrfach gelungen, Privatleute mit guten Bauplänen für geeignete Flächen so zu vergraulen, dass sie das Handtuch geworfen haben, und ihre Grundstücke bis heute unbebaut sind. Sogar in Zentrumsnähe!
Ein weiterer Wichtiger Aspekt bei der „Verklotzung“ sind

Fehlende Frei- und Spielfläche
für Kinder und Jugendliche.
Es muss leider festgestellt werden, dass bei größeren Wohnprojekten die Belange der Kinder und Jugendlichen nicht ausreichend berücksichtigt werden.
Zweifellos werden die meisten Wohnungen von Personen gekauft oder gemietet, die entweder schon das Rentenalter erreicht haben, oder in gesicherter beruflicher Position allein oder mit Kleinfamilie leben.
Gerade die Tatsache, dass immer mehr Menschen alt und manchmal auch pflegebedürftig werden, lässt die Notwendigkeit des Kinder-Nachwuchses erkennen.
Wenn immer mehr Wohnungen zwar altersgerecht mit allem Komfort, aber nicht kind- oder besser: kinder -gerecht erstellt werden, muss man darüber nachdenken, wie man kinder-freundlicher wird.
Dazu gehört vor allem, dass Kinder nicht nur genügend Platz in der Wohnung haben, sondern auch draußen genügend Freiraum haben, um sich auszutoben. Da genügen nicht Spielplätze mit teuren Spielgeräten und Sandkästen. Es fehlen Flächen, auf denen vor allem Heranwachsende ihreTalente entdecken und erproben können.
Der spielerische Wettkampf gehört dazu.
Hier entwickeln sich Gemeinsinn, Fairness, Geschicklichkeit  und „Fitness“,
das Zauberwort für die Singles „im besten Alter“.
In allen großen Städten weltweit ist festzustellen, dass die Verslumung und Kriminalitätsrate zunimmt, wo für den Nachwuchs der nötige Spiel-Raum fehlt.
Ic
h wünsche mir, dass bei Bauvorhaben die Interessen der Kinder und Jugendlichen
wieder stärkere Berücksichtigung in Genehmigungsverfahren finden. (10.01.2017)

„Regionale 2010“   Was hat sie der Stadt gebracht?

Mit viel Aufwand und Versprechungen wurde zu Beginn des Jahrtausends eine neue Stadtgestaltung propagiert, die im Wesentlichen aus öffentlichen Mitteln bezahlt werden sollte.
Heute, anno 2016, darf und muss man fragen, ob sich der Aufwand gelohnt hat, ob das Stadtbild schöner geworden ist, das Geschäftsleben reicher und die Wohnqualität besser geworden ist. Ich meine, die Versprechungen wurden nicht gehalten. Vielmehr ist eine Verschlechterung in jeder Beziehung eingetreten.
Die ehemalige Fußgängerzone hatte ihr eigenes Flair und lud zum Verweilen ein. Der jetzige „Boulevard“ ist alles andere als einladend, auch nicht großstädtisch und attraktiv. Geschäfte mit einem höherwertigen Angebot gibt es kaum noch. Billig- und Handyläden beherrschen neben Banken das Bild der Stadtmitte vom Driescher Kreuz bis zum Waatsack. Der in erschreckendem Maß zunehmende Leerstand an Geschäftslokalen ist kaum zu stoppen, solange nicht ein Umdenken in der Stadtplanung einsetzt.

Seit mehr als einem Jahrzehnt ist mir kein vorzeigbares Projekt bekannt, das auf Anregung der für die Entwicklung und Gestaltung der Stadt verantwortlichen Planungsabteilung entstanden wäre.

In erschreckendem Maß ist die obere Hauptstraße zum Stiefkind abgestempelt. Wie hier auf Dauer insbesondere östlich der Buchmühlenstraße urbanes Leben mit einem Mix aus gutem Einzelhandel, guter Wohnlage mit Aufenthaltsqualität auch abends (Lokalen und Cafés etc.) wieder entstehen kann, ist ohne eine klare Vorstellung  für das gesamte Umfeld um den Waatsack (siehe dort) bislang nicht erkennbar. Hier ist Abwarten auf eine Investor vertane Zeit. Angesagt ist gemeinschaftliches Engagement der Eigentümer unter Anleitung eines Planers, der das Vertrauen aller genießt.
Eine Stadtentwicklungsgesellschaft wird das nie schaffen, es sei denn, die Stadt erwürbe, und das ist reine Utopie, alle rundum anliegenden Grundstücke. Der Rat (der das Sagen hat!) und Verwaltung (die Beschlüsse auszuführen hat!) sind hier alsbald gefordert, wenn nicht weiter falsche Weichen gestellt werden sollen.

Objektförderung mit öffentlichen Mitteln mag im Einzelfall angebracht sein. Werden solche für Maßnahmen angefordert, deren Sinnhaftigkeit Zweifel aufkommen lassen, ist ein Verzicht manchmal besser. Siehe Rückhaltekanal im Buchmühlengelände! Für einen Bruchteil der Kosten wäre bei vernünftiger Überlegung das gleiche Ziel besser erreicht worden.
09.04.2016

3.9   Zum Hochwasserschutz
Dokumentation meiner Eingabe vom 04.09.2015
Entwässerungskonzept der Stadt

In der Angelegenheit habe ich am 04.09.2015 folgende Behörden mit einer umfangreichen Stellungnahme und Alternativvorschlägen für Retentionsmöglichkeiten im Bereich Buchmühle bis Herrenstrunden angeschrieben:
Ministerpräsidentin Frau Kraft

Reg.-Präsidentin Frau Walsken
Herrn Landrat Dr. Tebroken
Herrn Bürgermeister Urbach
Von der Stadt Bergisch Gladbach habe ich keine sachbezogene Antwort erhalten. Landrat und Bürgermeister mussten bis zum 10.11. 2015 beim RP Stellung nehmen. Der RP hat mich wissen lassen, dass die Staatskanzlei ihrerseits die Stellungnahme des RP abwartet, und diese mir dann auf meine Einlassungen antworten wird.

Forderung nach Überprüfung
des RW-Entwässerung
skonzepts der Stadt Bergisch Gladbach
-Gekürzte Fassung-
„Der Unterzeichner hat seit 1952 als Praktikant und ab 1957 als freischaffender Architekt und Stadtplaner mit vielen Neubauten im Innenstadtbereich bis zur Büroaufgabe 1995 gründliche Erfahrungen mit den Bodenverhältnissen und besonders dem hohen Grund- und Schichtenwasserstand gemacht. Dies trifft besonders für den Bereich von der Odenthaler Straße bis zum Driescher Kreuz zu.

Deshalb wundert es mich nicht, dass schon bei Beginn der Arbeiten zum Hochwasserschutz in der Odenthaler Straße Schwierigkeiten durch Wassereinbruch entstanden sind, die mit Sicherheit zu erheblichen Mehrkosten führen werden. (Und inzwischen geführt haben.)
Die gleichen Befürchtungen gelten für den Bereich Buchmühle, Forumpark und weiter in Richtung Westen.
Spätestens ab einer Tiefe von 3,00 m unter OK Gelände ist mit Wassereinbruch zu rechnen, dem nur mit Einsatz entsprechender Wasserhaltungs- bzw. Abpumptechnik begegnet werden kann.

Es ist unverständlich, dass zur Abwendung von Überflutungen im Stadtkern in den kommenden Jahren ein Betrag von zweihundert Millionen Euro (200.000.000,- €) aufgebracht werden soll.
Überflutungen in der Innenstadt, die es bis vor einigen Jahren nicht gegeben hat, sind weniger auf außergewöhnliche Wetterverhältnisse, als vielmehr auf bauliche Veränderungen im Stadtgebiet zurückzuführen, in denen es früher natürliche Regen-Rückhaltebecken (sog. „Retentionsflächen“) gab.
Schon bis zur Alten Dombach wird der Strunder Bach bei Starkregen hier zu einem kleinen Fluß, der sich schnell bis zur Odenthaler Straße erheblich aufstaut, weil die immer noch vorhandenen Mulden nicht mehr als Überflutungsflächen genutzt werden.
Dies gilt für den Bereich östlich der Igeler Mühle in Richtung Herrenstrunden. und weiter westlich in Richtung neue Dombach.
Die Überflutungen an der Hammermühle und der Odenthaler Straße sind eindeutig auf mangelnde Rückhaltemöglichkeiten im vorgenannten Bereich zurückzuführen und an Verstopfungen am Durchbruch unter der Odenthaler Straße.
Die Überflutungen im Bereich der VHS (Buchmühlenstraße) lagen keineswegs an der mangelnden Aufnahmefähigkeit des betonierten Bettes des Strunder Baches von der Odenthaler Straße bis zum Forumpark und weiter nach Westen, sondern an den viel zu kleinen Einläufen in den Strunder Bach, wie deutlich zu beobachten war.
Nach Abklingen des Schwalls aus dem Strunder Bach verlief sich das Hochwasser in wenigen Stunden.

Bei Durchführung geeigneter Maßnahmen im Buchmühlengelände sind Überflutungen mit Sicherheit zu vermeiden, ohne den Forumpark durch umfangreiche Baumaßnahmen mit notwendigen Baumfällungen zu zerstören.
Unkalkulierbare Risiken liegen in der zwangsweise für die geplante RW-Kanalverlegung erforderlichen Absenkung des Grund- oder Schichtenwassers. Auf die damit verbundenen wahrscheinlichen Folgen hinsichtlich der Wasserrechte der Fa. Zanders sei hier nur hingewiesen. Abhilfe kann unter Einsparung von einigen hunderttausend Euro geschaffen werden, wenn die Grünfläche am Strunder Bach-Kanal bis auf die Sohle des betonierten Bettes abgesenkt wird und so ein neuer Retentionsraum entsteht. Dabei kann der Bach-Kanal selbst nach Herausnahme der widersinnigen Verfüllung und einer unverständlichen Bepflanzung, die kein Fachmann begreift, durchaus auch attraktiv gestaltet werden, zumal die teure wegeseitige Bruchsteinverblendung durch die Verfüllung in wesentlichen Teilen nicht mehr sichtbar ist.
Die Rückhaltefläche selbst kann als Auenlandschaft mit Böschungen an die Umgebung angepasst werden.

Eine grobe Schätzung lässt hier eine Rückhaltekapazität von mindestens (!) 3000 cbm (dreitausend Kubikmeter) erwarten, wenn der Bach über sein wiesenseitig betoniertes Ufer tritt. Mit einem einfachen Wehr vor der Volkhochschule ist auch hier die Durchflussmenge zu regulieren.
Im weiteren Verlauf kann der Strunder Bach dann in den vorhandenen Betonkanal nahe der Hauptstraße eingeleitet werden.

Ob vom Bereich des zu errichtenden Kreisels an der Einmündung der Bensberger Straße in die Straße An der Gohrsmühle das Kanalbauprojekt dann in der bislang geplanten Größe überhaupt noch erforderlich ist, muß erneut untersucht werden.

Es kann nicht zugelassen werden, dass Unsummen ausgegeben werden für Projekte, deren Sinnhaftigkeit nicht erkennbar ist, zumal schon die Zisterne an der unteren Hauptstraße in ihren Dimensionen Zweifel aufkommen läßt.

Ich fordere deshalb alle am Verfahren beteiligten Dienststellen auf, die gesamte Maßnahme das bisher gelaufene Planungs-, Ausschreibungs- und Vergabeverfahren einer sorgfältigen Prüfung im Hinblick auf Kosten und Nutzen zu unterziehen.Die Bürger haben ein Anrecht darauf zu erfahren, wer in welchem Amt aufgrund welcher politischen Beschlüsse verantwortlich ist
1.  für die Vergabe der Planung,
2. 
für die Überprüfung der Planvorstellungen,
3. 
für die die Genehmigung der Planung und Erstellung des Kostenvoranschlages,
4. 
für die Finanzierung,
5. 
für die Ausschreibung und Vergabe,
6. 
für die verantwortliche Bauleitung.

Schließlich muß verbindlich geklärt sein, wer die Haftung für die Gesamt-maßnahme zu übernehmen hat.
Ich darf eine entsprechende Antwort erwarten.
Es ist unerträglich, dass bei vielen großen Baumaßnahmen der öffentlichen Hand fast nie jemand gefunden wird, der für eingetretene Desaster verantwortlich ist.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Hardi Wittrock
freiberufl. Architekt und Stadtplaner i. R.“

Stellungnahme des Ministeriums
am 03.02.2016 erhielt ich per Post eine Stellungnahme des Ministeriums für KULNV vom 29.01.2016, Unterzeichner Herr Dr.-Ing. Viktor Mertsch.
In den vergangenen knapp vier Monaten erhielt ich von den nachgeordneten Behörden (RP, Landrat, BM) auf meine Anregungen und Fragen keinerlei Antwort. Vom RP erfuhr ich, dass mir aus Düsseldorf geantwortet würde.
Mit keinem Wort geht der Brief auf meine Bedenken und Vorschläge ein. Angesichts der Tatsache, dass es bei den geplanten Maßnahmen um Kosten -aus Steuermitteln- in einer Höhe von über 200.000.000,- € geht, erstaunlich.
Der Brief weist auf die Vorgeschichte der Planung und Vergabe hin, die ordnungsgemäß erfolgt sei.

Die geplante Maßnahme für den von mir dargestellten Bereich von der Igeler Mühle bis hinter den Forumpark ist offensichtlich keiner sachlichen Prüfung unterzogen worden. Die im Schreiben angeführten Gründe für die Überschwemmungen habe ich ja ebenfalls beschrieben. Ich kann und will die Rechts-Grundlagen nicht kommentieren. Mir sind diese hinreichend bekannt.

Interessant ist der Hinweis: Zitat:  „Die politischen Beschlüsse zu Maßnahmen der Gewässerunterhaltung und Abwasserbeseitigung der Stadt Bergisch Gladbach werden generell im Ausschuss für Umwelt, Klima, Infrastruktur und Verkehr (AUKIV) der Stadt Bergisch Gladbach getroffen. Dieser Ausschuss hat sowohl das Abwasserbeseitigungskonzept beschlossen als auch den Beschluss zur Zustimmung zum Hochwasserschutzkonzept Strunde und zur Umsetzung derselben gefasst – einschließlich der Finanzierung der Massnahmen.“

Ich gehe davon aus, dass die Stellungnahme der Stadt über den Landrat und die Regierungspräsidentin die Stellungnahme der Landesregierung wesentlich bestimmt hat.
Damit ist auch die Schuldfrage klar beantwortet.
Die Maßnahme wird noch lange für Diskussionen sorgen.

Vom Ergebnis bin ich enttäuscht.
Die Offenlegung des Strunder Baches ist in meinen Augen keine Meisterleistung.
08.05.2017

– – – – – – –

 



Verkehr

Samstag, Januar 9th, 2016

Kapitel 4)   Verkehr

Wird ein Planungsauftrag ohne sorgfältige Vorüberlegungen ausgeschrieben und vergeben, kann kein verwertbares Ergebnis erzielt werden.
Das ist offensichtlich häufiger geschehen, sonst wären viele teure Gutachten nicht in Ablagen gelandet.
Die Bürger bewegen seit langem
die  L286n.   Mit dieser verknüpft: Das Merheimer Kreuz,

der Bahndamm,
Kreisverkehre (Waatsack)

Das Märchen vom Merheimer Kreuz.
Dieser Leserbrief
vom 04.11.2015 an BLZ und KStA per Mail wurde nicht veröffentlicht.
„Ist es auch Unsinn, so hat es doch Methode“.
Nämlich das Märchen vom Rückbau des Merheimer Kreuzes.
Ich bin im Besitz von Großfolien zum Planungszustand der vorgenannten Verkehrs-Verknüpfung an der A4 vom September 1980.
Es gab nach 1945 keine Autobahn von Köln über Merheim ins Bergische.
Neben dem Bau der A4 war schon vor über 60 Jahren der Bau einer zusätzlichen Ost-West-Verbindung geplant: Die sogenannte L 286 N, damals so geschrieben.
Mit dem Bau der A4 und den neuen Siedlungsgebieten Neu-Brück im Süden und Holweide im Norden wurde eine Anbindung dieser großen Stadterweiterungen erforderlich.
Es bot sich an, eine Verknüpfung mit der damals geplanten L 286 N zu suchen. Für diese war im Bereich des Mielenforster Kirchweg vorab ein Brückenbauwerk aus Beton ohne jedweden Anschluß nach irgendwo errichtet worden. Die Anschlüsse an die A4 erwiesen sich als absolut unzureichend. Deshalb wurde das Merheimer Kreuz zu einem echten und leistungsfähigen Knoten ausgebaut, so wie er sich heute darstellt.
Das war auch nötig unter dem Aspekt der sich immer mehr an der Colonia-Allee niederlassenden großen Unternehmen mit tausenden Mitarbeitern. Natürlich wurden bei diesen erheblichenn Anschlussarbeiten an die A4 die vorhandenen Provisorien, unter diesen auch der erwähnte Brückentorso abgebaut.
Wer unter diesen Umständen noch von „Rückbau“ spricht, beweist seine Ahnungslosigkeit in Verkehrsplanung, insbesondere dann, wenn zusätzlich behauptet wird, eine Anbindung an das Merheimer Kreuz sei nicht mehr möglich.
Ich rate diesen „Verkehrsexperten“ dringend, sich an Ort und Stelle kundig zu machen, und nicht weiter Märchen zu erzählen.
Herr Schmickler behauptet, die Stadt sei  bereits in Gesprächen mit der Stadt Köln.
Bei einem mehrstündigen Gespräch gestern bei der Leiterin des Planungsteams für Köln rrh. erklärte diese, von solchen Gesprächen sei nichts bekannt.
Bislang haben fachbezogenen Gespräche unter den Leitern der Stadtplanung und Verkehrsplanung der Städte Köln und Bergisch Gladbach nicht stattgefunden.
Ich hätte ich das aus Köln erfahren.

Zum Bahndamm
Wenn man glaubt, die unerträglichen Belastungen durch den Straßenverkehr in Köln durch den Ausbau des Bahndamms verhindern zu können, übersieht man die Gefahren, die dadurch für viele weitere Bürger im rechtsrheinischen Köln entstehen. Die Verkehrsprobleme in beiden Städten sind nicht durch eine neue Nord-Süd-Trasse zu lösen, sondern nur durch eine neue Ost-West-Achse, wie sie seit vielen Jahrzehnten als L286n diskutiert wird.
Einen Lösungsweg zeige ich weiter
unten auf.

In Köln übersehen einige, dass der Bahndamm nicht einmal ansatzweise das Gladbacher Ost-West-Problem lösen kann. Und völlig illusorisch sind Vorstellungen, man könne durch Verlagerung oder Aufgabe von Industrie- oder Gewerbeflächen neuen Wohnraum schaffen, und damit das Stadtbild verbessern. Die wegfallenden Arbeitsplätze (einige tausend) müssten an anderer Stelle neu geschaffen werden.
Da Bergisch Gladbach jetzt und in Zukunft keine entsprechenden Lagen anbieten kann, bleibt ja nur ein Ausweichen auf die Rheinschiene, und dabei vordringlich das rechts-rheinische Köln. Das bedeutet aber nicht mehr und nicht weniger, als dass das ohnehin überlastete Straßennetz noch stärker belastet wird. In Köln sind das die Bergisch Gladbacher Straße, Die Dellbrücker Hauptstraße, der Mauspfad  von Heumar bis Dellbrück und die Olpener Straße.
In zunehmendem Maß werden aber auch die von Bergisch Gladbacher Gebiet ausgehenden Belastungen, die ebenfalls zunehmend aus den östlich benachbarten Orten ihre Ursache haben, über die B 506 und die Mülheimer Straße, sowie aus dem Raum Bensberg und Refrath über die Olpener Straße nach Köln geleitet.
Dabei werden immer mehr reine Wohnstraßen im rechtsrheinischen Köln zu Verkehrsstraßen. Einige seien hier genannt: Die Gierather Straße, die Otto-Kayer-Straße, Thurner Straße und Gemarkenstraße, der Bensberger Marktweg und einige andere.
Es ist mehr als erstaunlich, dass sich der Kölner Förderverein nicht intensiver um die dort lebende Bevölkerung kümmert, um auch deren Wohnverhältnisse nicht zunehmend schlechter werden zu lassen. Schließlich ist Wohnqualität ein wesentlicher Teil der Lebensqualität.
Solange von der Mehrheit der Räte in Köln und Bergisch Gladbach keine  klaren Aufträge an die Verwaltung, und damit an die Planungsabteilungen zur Festlegung einer neuen Trasse für eine L286n gegeben werden, wird sich nichts tun.
Ich weiß, dass es bei verantwortlichen Planern in Köln durchaus Überlegungen gibt, wie man einer Problemlösung näher kommen kann.
Auf Bergisch Gladbacher Gebiet liegt die Lösung seit Jahrzehnten auf der Hand. Auch hier muss der Rat endlich Farbe bekennen. Das Versteckspiel hinter der Landesregierung muss aufhören. Diese wird sich im Zweifelsfall -wie beim Hochwasserschutzkonzept- darauf berufen, dass der oder die Räte das alles so beschlossen hätten.
Schließlich wird niemand zur Verantwortung  gezogen werden.

19.11.2015:  Leserbrief zum Bericht vom 19.11.2015
„Es fehlt eine Alternative
  -unveröffentlicht-
Mein Engagement für eine L286n hat rein stadtplanerische Gründe, und ist seit 2003 bei den Verantwortlichen in Köln, OBs und Leitern der zuständigen Fachbereiche bekannt und belegt.
Schon im Jahr 2003 schreibt mir der Kölner Beigeordnete, Herr Fruner,
„Inzwischen sind in Bergisch Gladbach weitere Untersuchungen zur Nutzung der nicht unumstrittenen Bahndammtrasse im Gespräch.
Das Ergebnis wird auch in Köln mit Interesse verfolgt werden.“

Anlaß zum zitierten Brief war meine umfangreiche kritische Stellungnahme zur Machbarkeitsstudie L286n, Kosten 80.000,- €, gezahlt je zur Hälfte von Köln und Bergisch Gladbach.
Seitdem, habe ich in ausführlichen Gesprächen mit den verantwortlichen Planern der Stadt Köln Überlegungen angestellt, wie die schwerwiegenden Verkehrsprobleme im Interesse beider Städte gelöst werden könnten.
In mehreren Vorträgen zum Thema
„Bahndamm – Alternativlose Option als Zubringer zur BAB4 – Oder doch nicht? –
vor größerem Publikum, bei der leider Vertreter der Stadt trotz Einladung nicht dabei waren, habe ich einen grundsätzlichen Lösungsvorschlag unterbreitet, der im Detail durchaus modifiziert werden kann. Das ist in Köln bekannt, und darüber haben wir ausführlich im Jahre 2009 und kürzlich mit der Leiterin des „Planungsteams für die Stadtbezirke Kalk, Mülheim und Porz“, dazu gehören auch Dellbrück, Holweide und Brück, diskutiert.
Solange mit Köln aber keine Gespräche mit den zuständigen und natürlich fachlich kompetenten Partnern aus Gladbachs Verwaltung und Politik geführt werden, ergeht auch kein Auftrag aus dem Kölner Rathaus an das Kölner Planungsteam.
Anderslautende Behauptungen bezüglich stattgefundener Gespräche sind falsch.
(Planungsausschuss: Niederschrift vom 25.10.2015).

21.06.2016:  Leserbrief zum Bahndamm  unveröffentlicht-
„Platz für den geplanten Zubringer“ 

Ich bin immer wieder erstaunt, mit welchen Mitteln oder Tricks versucht wird, mit dem Bahndamm eine seit vielen Jahren verfehlte Verkehrsplanung dem Bürger irgendwie so zu verkaufen, als hätte die hiesige Verwaltung keine Schuld an der Misere. Verkehrsgutachten der letzten Jahrzehnte, die Millionen gekostet haben, von denen auch die Stadt einen erheblichen Anteil zu tragen hatte, haben alle den Bahndamm als ultima ratio erkennen lassen.
In Vorträgen und Aufsätzen, in Gesprächen mit Planungsverantwortlichen bei der Stadtverwaltung Köln, und in vielen Einzelgesprächen habe ich die Notwendigkeit und Möglichkeiten einer beide Nachbarstädte entlastenden L286n erläutert.

Umso befremdlicher ist es, dass der Bürgermeister als Vorsitzender des Verwaltungsrates des Stadtentwicklungsbetriebes sich dafür einsetzt, eine Lagerhalle unter Ausnutzung des Vorkaufsrechts für 800 000 Euro an der Frankenforster Straße zu erwerben, um einen Teil der für einen Anschluss einer Straße auf dem alten Bahndamm notwendigen Flächen zu sichern.
Das zeigt die Unfähigkeit, sich über die Tragweite der Aktion Gedanken gemacht zu haben. Mit dem Kauf ist es ja nicht getan. Hinzukommen zunächst zwar nur Notar- und Gerichtskosten und die Grunderwerbsteuer. Später würden Entschädigungs-, Abbruch und Entsorgungskosten anfallen, deren Höhe derzeit nicht feststellbar ist. In jedem Fall handelt es sich um einen niedrigen Millionenbetrag, den die Stadt zu tragen hätte. Von Straßenbaukosten ganz zu schweigen.
Der Stadtentwicklungsbetrieb sollte nicht dazu missbraucht werden, im ordentlichen Haushalt nicht unterzubringende Kosten zu übernehmen, wohl wissend, dass sich die Aufwendungen nie rentierlich darstellen lassen werden.
Der Rat muss sich seiner Verantwortung bewusst sein, und dem Geschäft seine Zustimmung versagen.
Das Geld wäre in jedem Fall besser angelegt in einem Teilstück der Querspange zwischen Bensberger Straße und Refrather Weg, nämlich zunächst ab Senefelder Straße.
Den Kölner Fachleuten ist klar, dass eine Entlastung von Bergisch Gladbach nach Köln kommen muss, um weiteste Teile betroffener Stadtgebiete vom Verkehr zu entlasten.
Auf Kölner Gebiet wäre eine von mir vorgeschlagene Trasse ohne Eingriffe in erhaltenswerte Bausubstanz möglich.
Auf Bergisch Gladbacher Seite sind die wesentlichen Hindernisse sechs Reihengräber auf dem Gronauer Friedhof, sowie ein Regenrückhaltebecken am Refrather Weg, das völlig überflüssig erstellt wurde, weil hinter dem Friedhof eine natürliche Retentions- (Rückhalte-) Mulde vorhanden ist. 
 
Es wird höchste Zeit, dass sich die CDU in Bergisch Gladbach endlich und eindeutig für eine neue L286 einsetzt, und nicht dem Bürgermeister für seine Steilvorlage im Sinne der Bahndammbefürworter auch noch folgt.

Bahndamm und L286n
Alternativlose Option. Oder doch nicht?

Schon Ende der 50-er Jahre gab es Überlegungen, wie man dem zunehmenden Verkehrsaufkommen gerecht werden könnte. So gab es Planvorstellungen, aus dem Raum Wuppertal durch das Bergische Land bis in den Raum Siegburg eine Entlastung für die A1 und A3 zu bauen, den sog. „Friesenspieß“.
Von dieser Trasse sollte aus dem Raum Spitze eine Verbindung zur Großstadt Köln geschaffen werden.
Die Trasse trug den Namen L286n, und war weitgehend festgelegt.
In Bergisch Gladbach hatte ich im Zusammenhang mit Überlegungen der Stadtverwaltung in einer umfangreichen Stellungnahme dargelegt, dass Berisch Gladbach in erster Linie ein verkehrstechnisches Ost/West-Problem hatte und haben wird, und kein Nord/Süd-Problem.

Die Trasse wurde von der Landesregierung und der Stadt Köln mit Einfluss auf den Rat Bergisch Gladbachs von Min.-Präs. Kühn (SPD), BM Blens (CDU), und Herfurth (FDP) als im Bereich der Trasse wohnenden einflussreichen Bürgern abgelehnt ! Das wirkt sich bis heute aus !
Von der Anschlussstelle Merheim (BAB 4) waren für eine L284n bereits vorbereitende Baumaßnahmen getroffen worden.

Inzwischen vertrat der Gladbacher Rat mehrheitlich die Meinung, dass die alte Eisenbahntrasse eine Alternative zur L286n darstelle.
Deshalb veranlasste man gemeinsam mit der Stadt Köln umfangreiche Verkehrsuntersuchungen, die in einer umfangreichen „Machbarkeitsstudie“ mündeten.
Die Studie nahm ich zum Anlass, sie meinerseits einer kritischen Würdigung zu unterziehen, weil mir viele notwendige Gesichtspunkte nicht ausreichend untersucht erschienen. Mein Fazit:
Die Bahntrasse ist ungeeignet.
Meine umfangreiche Stellungnahme, 15 engbeschriebene Seiten, leitete ich den Stadtoberen von Köln und Bergisch Gladbach zu.
Die Stadt Köln hat wenigstens geantwortet.
Von der Stadt Bergisch Gladbach blieb jede Reaktion aus.
Übrigens auch in vielen Vorträgen zu den Fragen war die Bauverwaltung nie dabei.

Die Kölner Verwaltung sucht nach Flächen für Wohnbebauung, weil tausende Pendler aus dem linksrheinischen Kölns täglich die Rheinbrücken belasten, weil sie im Osten (Deutz und Kalk) arbeiten.
Die TH in Deutz verlangt für die stetig steigende Anzahl von Studenten Wohnraum, der nur noch rechtsrheinisch geschaffen werden kann.

Übrigens: FFH heißt, „fauna et flora habitat“. „Was kreucht und fleucht hat Besitz ergriffen“.
Frei interpretiert auch „homo habitat“,  „Der Mensch hat (auch) ein Lebensrecht“.

Nach Kriegsende wurden weite Teile des Gleisnetzes in der falschen Hoffnung abgebaut, zukünftig alles auf der Straße transportieren zu können.
Auch in Bergisch Gladbach wurde ein wichtiges Gleisstück in Gronau abgebaut und die Grundstücke zu Gewerbezwecken veräußert. Ich denke hier an die Direktverbindung von Duckterath zum alten Bahnhof an der Mülheimer Straße. Inzwischen stellt man vielerorts fest, dass dies eine Fehleinschätzung war, und man begann, über Alternativen nachzudenken.
Heute werden, wo immer möglich, zentrale Gütersammelstellen erstellt (Container-Bahnhöfe). Das erwies sich auch für die damals noch prosperierende Fa. Zanders als zweckmäßig.
Ich bin überzeugt, dass bei weiterer Belastung unseres Verkehrsnetzes durch LKW auch kleinere Container-Bahnhöfe als die großen in Köln-Gereon oder Köln-Eifeltor an Bedeutung gewinnen werden. Möglicherweise rächt sich dann die Aufgabe des Gleisdreiecks.
Die Bergisch Gladbacher Verwaltungsspitze und der Rat haben sich bislang in völlig unzureichender Weise bemüht, sich für eine Realisierung der L286n auf diesen seit vielen Jahrzehnten freigehaltenen Flächen einzusetzen.
Auch Gespräche der ehemaligen Bürgermeisterin Frau Opladen mit der Stadt Köln haben keinerlei Ergebnis erbracht.
Man wartet in Köln auf konkrete Vorschläge aus Bergisch Gladbach.

Über die Nachteile eines Zubringers zur A4 über den Bahndamm ist schon häufig und ausführlich berichtet worden.
Deshalb habe ich das Gespräch mit den verantwortlichen Mitarbeitern für Stadtplanung und Verkehrsplanung in Köln gesucht, gefunden und große Bereitschaft zum Dialog gefunden.
Das Ergebnis ist in meinen Gedächtnisprotokollen festgehalten, und dem OB von Köln / Abt. Stadtplanung zugegangen mit der Bitte um Entgegennahme und / oder Widerspruch bzw. Ergänzung.
Mündlich wurde mir der Inhalt bestätigt.
Anmerkung: Köln sucht rechtsrheinisch geeignete Bauflächen, weil der Ausbau von Deutz und Kalk als Standort für Wirtschaft, Verwaltung, Kultur und Bildung (FH, jetzt TH) zwingend neuen Wohnraum fordert.

Versäumnisse bei der Stadtplanung
In den letzten Jahren hat es die Stadtplanung versäumt, die mögliche Trasse für die L286n in Gänze zu sichern.
Stattdessen hat sie den Gronauer Friedhof in eine mögliche Trasse erheblich erweitert, und dort Gräber an denkbar ungünstiger Stelle angelegt. Ferner ist ein Rückhaltebecken angelegt worden, obwohl unweit eine große natürliche Rückhaltefläche vorhanden ist.*-

Für mich hingegen, stehen die Menschen im Vordergrund, die tagtäglich unter der Last kaum erträglichen Verkehrslärms langer Staus und Abgasen leiden müssen.
Ich mute den potentiellen Trassengegnern gern zu, bis in den Wald wenige Schritte weiter gehen zu müssen, ihre Reitwege im weitläufigen Gebiet anders zu suchen, und ihre Hunde zur Notdurftverrichtung etwas weiter waldeinwärts zu führen.

Wie sieht die Trasse auf Gladbacher Gebiet aus?
Von der Bensberger Straße bis zur Richard-Seiffert-Straße sehen wir ein offenes Bachbett im verkuschelten Gelände. Von der Richard-Seiffert-Straße bis zur Senefelder Straße. Liegt die Trasse frei im Gewerbegebiet, teilweise zugewachsen, teilweise als Abstellfläche genutzt, der Bach ist verrohrt. Von der Senefelder Straße bis zum Bahndamm und zum Refrather Weg, also in den Gewerbegebieten Zinkhütte und südlich vom Gudrunweg ist der Bach ebenfalls verrohrt.

Die Trasse zwischen den Firmen an der De-Gasperi-Straße und dem Gudrunweg ist frei. Teilweise wird sie als Parkfläche genutzt.
Sich nur auf den Ausbau der möglichen Trasse zwischen Bensberger Straße und K27 zu beschränken würde eine zusätzliche und nicht mehr verantwortbare Belastung für die Dolmanstraße und damit für Refrath bedeuten.
Auf Kölner Gebiet liegt bis zum Penningsfelder Weg nur unbebautes Wald- und Wiesengelände.
Auf Gladbacher Gebiet unter Naturschutz stehende Waldflächen und deren Ränder in der Nähe von Bebauung sind weniger der Natur überlassen als von menschlichen Eingriffen geprägt.
Das gilt auch für den Kölner Bereich.
Deshalb bin ich der Meinung, dass die Schluchter Heide durchaus einen Eingriff vertragen kann

Überlegungen der Stadt Köln:
Vom Kreisel an der Colonia-Allee. kann eine Verbindung zum Ostfriedhof geschaffen werden. Die Eingriffe bieten auch der Stadt Köln Chancen, weil sie ja unbedingt neue Siedlungsflächen im Kölner Osten benötigt, auch um die Rheinbrücken vom Pendlerverkehr zu entlasten.

Bahndamm als Zubringer zum Container-Bahnhof
Die Frage stellt sich:
Wird der Bahndamm zukünftig evtl. noch gebraucht?
Mit Millionenaufwand wurde an der Senefelder Straße ein Logistikzentrum, anders ausgedrückt, ein Containerbahnhof, für Fa. Zanders gebaut, der zunächst florierte, solange es der Firma gut ging. Danach ebbte das Containergeschäft ab, und der Betrieb wurde schließlich aufgegeben.
Inzwischen (2017) hat  die Fa. Krüger das Gelände gekauft und die Gleisanlagen abgebaut.

Alle Welt will den Massengüterverkehr mehr auf die Schiene bringen.
Andererseits stoßen die vorhandenen Containerbahnhöfe vielerorts an ihre Kapazitätsgrenzen und müssen erweitert werden. Das macht aber nur Sinn, wenn gleichzeitig das Straßennetz den zusätzlichen Schwerverkehr aufnehmen kann.
Weil das nicht der Fall ist, überlegt man vielerorts, vorhandene aber stillgelegte Gleisstrecken zugunsten der Leistungs- und Ertragssteigerung wieder zu aktivieren.

Soll das gelingen, dann müssen Angebote gemacht werden, wie Massengüter schnell von der Straße auf die Schiene gebracht werden können.
Dazu bot sich das Logistikzentrum umso eher an, als die Leistungsfähigkeit unseres Straßennetzes auch nach einem Bau einer L286n noch immer partiell überlastet sein wird.
Aber auch nach dem o. a. Abbau halte ich einen Gleisanschluss an das Gewerbegebiet für sinnvoll und als Parallelanlage zum Bahndamm für machbar.

Die Aufgabe des Bahndamms zugunsten einer Nord-Süd-Achse verstellt den Blick i die Zukunft.

 

Kreisverkehre

Zur Historie
Was haben Polonaise, Quadrille, Tattoo oder Formationsskilauf gemeinsam?
Sie verfolgen die gleiche Strategie: Möglichst schnell aus mehreren Richtungen in verschiedene Richtungen ohne Zeitverlust durch Stockungen ans Ziel zu gelangen.
Die Taktik ist militärischen Ursprungs: Sich kreuzende Einheiten verbinden sich auf kurzer Strecke zu einer Einheit, um sich alsbald wieder zu trennen, um in verschiedene Richtungen weiterzukommen.
Sie kennen die Polonaise aus dem Ballsaal, die  Quadrille von Reiterschauen, die Tattoos von den Militärmusiken, den Formationsskilauf der Skischuldemonstrationen.
Ihnen gemeinsam ist, dass sich jede Formation bemüht, das scheinbar zu erwartende Chaos  bestmöglich zu bewältigen.
1806 wurde von Napoleon in Paris der Bau des Arc de Triomphe in Erinnerung an seine Siege  befohlen. Gleichzeitig wurde ein Kreisel um diesen errichtet, auf den fünf Avenues mündeten.
1854 gab König Louis Philipe den Befehl, den Platz radikal umzubauen, damit der Kreisel weitere sieben Straße aufnehmen konnte. Dieser Kreisel hat 240 m Durchmesser. Mit ist kein größerer Kreisel bekannt. Paris war damals schon eine Weltstadt mit regem Verkehr.

Unter OB Adenauer wurde von 1929-1932 -also vor Hitler- die Autobahn Köln-Bonn als B555 gebaut, an deren Ende bis heute ein Kreisel den einmündenden Verkehr regelt.

Nach 1945 wurde nur an wenigen Technischen Hochschulen (Aachen, Berlin, Darmstadt) für Architekten verbindlich „Städtebau und Siedlungswesen“ gelehrt. Damals war klar, dass der motorisierte Verkehr in Deutschland und Europa stark zunehmen würde. Es galt, diesen in vernünftige Bahnen zu lenken. In Berlin hatte man schon vor dem 1. Weltkrieg einen Verkehrsturm errichtet, von dem aus ein Polizist anzeigte, welche Fahrtrichtung frei war. Eine Weiterentwicklung war die „Heuer-Ampel“ von der ein Exemplar nach 1948 mittig über der Kreuzung Odenthaler-Laurentius-Rommerscheider Straße hing. Schon bald zeigten sich die Unzulänglichkeiten dieses Systems und man installierte zunächst zwei- und dann drei-phasige Ampeln. Zuerst nur Rot/Grün dann Rot/Gelb/Grün.

Auch in Bergisch Gladbach sollten 1958 nach einem Vorschlag des Verkehrsplaners Dipl.-Ing. Lüdke eine Anzahl Ampeln im Stadtzentrum installiert werden. Meine umfangreichen Einlassungen gegen die Vorhaben in der Presse und vor dem Rat führten dann zu einer neuen Straßenführung vom Driescher Kreuz bis zur Wirtschaft Paas an der damals noch dort vorbeiführenden Bensberger Straße. Mein damaliges Plädoyer galt einem kombinierten System von Stern- und Kreisverkehr
Meine Vorschläge wurden zunächst abgelehnt, und später teilweise umgesetzt.
Die Presse hat im Juni 1958 ausführlich berichtet.

Waatsack
Verkehrslösung und Forderung eines B-Plans.
Ein Bereich, der dringend einer Neuordnung bedarf, ist der östliche Stadtkern von Gladbach, besonders die Areale beiderseits der Hauptstraße rund um den WAATSACK !

Es handelt sich um eine Fläche von der Strunde im Norden bis im zum Hanggelände im Süden unter dem EVK, von der Feldstraße im Osten bis zur Gnadenkirche im Westen. Mittendrin liegt der Waatsack an einer Kreuzung, die schon vor Jahren hätte umgestaltet werden müssen, als die Feuerwache von der Hauptstraße zur Paffrather Straße umzog, weil die notwendige Ampelanlage an der Feuerwache  regelmäßig den Verkehr störte. Ortskundige suchten und fanden Schleichwege. So waren die Straßen Am Mühlenberg und Vollmühlenweg einst vor allem bevorzugte Wohnstraßen, in denen sich prominente Bürger wohl fühlten. Weil diese Straßen von den verantwortlichen Stadtplanern zu innerstädtischen Umgehungsstraßen gemacht wurden, haben die Ansässigen nicht nur an Wohnwert, sondern ihre Grundstücke an Marktwert eingebüßt.

Für das Gesamtgebiet müssen Vorschläge von Stadtplanern entwickelt werden, die sich bestens mit den Örtlichkeiten auskennen, und nicht gleich der ersten Eingebung folgen.
Kritisches Hinterfragen auch der eigenen Überlegungen sind dabei unabdinglich.
Nun ist das Areal der Feuerwache verkauft, ohne Klarheit darüber zu haben, wie denn der beschriebene Bereich gestaltet werden soll. Was hier geschehen kann, muss in einem Entwurf zu einem B-Plan dargestellt werden.
Der Gesamtbereich bietet sich an, hier einen neuen Akzent zu setzen für eine Wiederbelebung des dahinsiechenden Ostens.
Neben der Befriedigung der Interessen des EVK und der ev. Gemeinde können auch die Interessen der übrigen betroffenen Anlieger bedient werden. Die vorhandene Brutto-Geschossfläche ließe sich um mindestens das 5-fache bis 8-fache erhöhen. Damit steigt auch der Wert  der jetzt im Hinterland liegenden Grundstücke.

Die Nutzung der rückwärtigen Flächen bedingt eine Verkehrslösung, die den bereits jetzt schon starken Verkehr an der Kreuzung nicht noch steigert. Ich weiß, dass es eine starke Lobby für eine Ampellösung gibt, und dass sich manche Planungsbüros mit einer Umstellung von ampelgeregelten Lösungen auf Kreisverkehre schwer tun.

Mir ist bei all meinen Recherchen im In- und Ausland kein Fall bekannt geworden, dass es bei einem Kreisverkehr zu langen Rückstaus gekommen wäre, es sei denn , es hätte dort einen Unfall gegeben, der schuldhaft verursacht wurde.
Rückstaus an Kreiseln, auf Grund von Rechenmodellen prognostiziert, widersprechen allen internationalen Erfahrungen.
Kurze Rückstaus kommen vor, wenn ängstliche Autofahrer unmittelbar vor einem Kreisel anhalten, und denen die Vorfahrtregel und das Reißverschlussfahren ein Buch mit sieben Siegeln ist.

Schon im August 2008 habe ich -veröffentlicht in der Presse- in einer Skizze dargestellt, wie eine Verkehrslösung am Waatsack mit einer Kreisellösung aussehen könnte.
Der Vorschlag fand zunächst allgemeine große Zustimmung, bis dann im Jahr 2009 im Zuge der „Regionale 2010 stadt gestalten“ von den Verantwortlichen der Versuch unternommen wurde, an Kleinigkeiten, die selbstverständlich in einer ersten Gedankenskizze nicht dargestellt wurden, den Kreisel zugunsten einer Ampellösung zu diskreditieren.

Seither konnte keine auch nur annähernd brauchbare Alternative mit einer Ampellösung vorgestellt werden.
Es ist meine Überzeugung, dass eine zukunftsgerechte Lösung nur mit einer Kreisellösung unter Abbruch bestehender Bausubstanz einschließlich des nur für Nostalgiker unter Denkmalschutz stehenden Waatsacks erreicht werden kann. Nach international geltenden Grundregeln für eine Denkmaleigenschaft konnte der Waatsack diesen Ansprüchen schon im Jahr 1983 nicht genügen. Aber die Ratsmehrheit hat so beschlossen, trotz vorgebrachter Gegenargumente.

 Ein weiterer wichtiger Aspekt:  Verbesserung des Stadtbildes  

Aus welcher Richtung man sich dem Waatsack nähert, das Stadtbild hätte eine Aufwertung dringend nötig. Von Westen kommend geht der Blick gegen eine beliebige und ungeordnete Bebauung an der Südseite der Hauptstraße. Von Norden stößt man genau gegen diese Bebauung.
Von Osten steht der Waatsack  einem freien Blick auf das Kulturhaus Zanders im Wege. Dabei bietet gerade dessen Ostansicht -neben den übrigen Seiten- eine der wenigen architektonisch ansprechenden Anblicke. Weiter nach Westen steht der Komplex -ehemals Heuser-/Quirls nicht gerade vorteilhaft als Eingang in die östliche Stadtmitte im Wege. Die Gebäude verstellen den Blick auf alten Friedhof und die Gnadenkirche, die einen wesentlichen Teil unserer Stadtgeschichte dokumentieren.

All diese Mängel ließen sich bei einer vorausschauenden Stadtentwicklungsplanung, die in einem B-Plan ihren Niederschlag findet, beheben. Dabei warne ich nachdrücklich davor, sich einem Investor hinzugeben. Viele Städte beklagen schon heute, dass sich manche Projekte als nicht förderlich für die Stadtentwicklung erweisen.
Bei einer beampelten Kreuzungslösung am Waatsack bleibt nicht nur die Möglichkeit einer nachhaltigen Verbesserung des östlichen Stadtkern-Eingangs auf der Strecke.
Dabei wird gleichzeitig völlig übersehen, welche Bedeutung eine zukunftweisende Verkehrslösung am Waatsack auch für die Geschäftszeile der nördlichen Seite der Hauptstraße vom Buchmühlenweg bis zum Kulturhaus Zanders für die Entwicklung des eigenen Hinterlandes haben könnte.
Ein paar neue Wohnblocks am Strunde-Kanal lösen das Problem nicht. Sie könnten höchstens Geld in den Topf der Stadtentwicklungsgesellschaft spülen ohne dazu beizutragen, die wirklichen Probleme, nämlich einer städtebaulichen Neuordnung, in dem Bereich zu lösen.

Kreisverkehre   wichtige Kriterien

Wenn man im In- oder Ausland unterwegs ist, begegnet man immer mehr Kreiseln mit unterschiedlichen Hinweisen: z. B. auf Verkehrsbeziehungen (Ziele), verbindliche Fußgängerführungen (Überwege), Richtungspfeile für Schwerverkehr oder Gefahrengut, Vorfahrtzeichen und einiges mehr.
Geschwindigkeitsbeschränkungen sind in Deutschland,    abgestuft nach der Entfernung bis zum Kreisverkehr, immer noch viel zu selten: 
Generell kann man sagen, dass jeder Kreisverkehr -und sei er noch so klein- besser funktioniert als jede Ampellösung. Ein gutes Beispiel ist der Minikreisel am Busbahnhof.
Leider muss man feststellen, dass viele Verkehrsteilnehmer sich rücksichtslos verhalten und sich den Kreiseln mit zu hoher Geschwindigkeit nähern.
Im Ausland und in vielen Städten beträgt die zulässige Höchstgeschwindigkeit 30 km/h, mitunter sogar nur 20 km/h. Bei Verstößen drohen drastische Geldstrafen, die oft an Ort und Stelle zu zahlen sind. Auch das Einordnen am Kreisel ist oft zu bemängeln. Reißverschlussfahren scheint vielen unbekannt zu sein.

Auch in Bergisch Gladbach gäbe es genügend geeignete Kreuzungen für Kreisverkehre, die den Verkehrsfluss wesentlich beschleunigen könnten. Z. B. an der B506  von Hebborn bis Hand, am Gronauer Wirtshaus und an der Kreuzung Richard-Zanders-Straße / K27, an der B55 von Lustheide bis Moitzfeld.

Ich weiß, dass die möglichen Lösungen nicht alle kurzfristig umzusetzen sind. Dagegen sprechen auch die massiven Interessen einer Ampellobby.

Es wird immer Gutachten geben, die der Interessenlage (meist der Verwaltung) entsprechen. Rückendeckung holt die sich bei einem -bis auf wenige Ausnahmen- fachlich überforderten Rat. Bei meinen vielen Vorträgen habe ich übrigens noch nie einen Mitarbeiter der hiesigen Bauverwaltung gesehen.

Ganz wichtig ist, dass Kreisel rechtzeitig angekündigt werden und mindestens 100 m vor dem Kreisel die erlaubte Geschwindigkeit auf maximal 30 km/h gesenkt wird. Dann ist auch bei dichtem Verkehr problemloses Einordnen möglich.

 

„Campus Gronau“   (Anregung  Sommer 2016)
Ich versuche in aller Kürze darzulegen, wie ich mir die Zukunft dort vorstelle.
Die Einmündung der Richard-Zanders-Straße (R-Z-Straße) in die Hauptstraße sollte als Keisverkehr angelegt sein. Dieser müsste so gestaltet werden, das von Osten nach Westen eine ungehinderte Fahrt durch ein Kreissegment gegenüber der Straßeneinmündung der R-Z-Straße möglich ist. Die zweite innere Kreiselspur zielt in Richtung R-Z-Straße Richtung Heidkamp und K27 (Refrather Weg). von Westen wird der Kreisverkehr zweispurig angefahren. Die rechte Spur dient der Rechtsabbiegung Richtung K27. Die linke (innere Spur) führt Richtung Stadtmitte.

Die Richard-Zanders-Straße wird zweispurig -wie bisher, aber mit Rad-und Fußweg- an den Kreisel herangeführt. Die rechte Spur führt in Richtung Stadtmitte, die linke in Richtung Köln.
Der ADAC hat in seiner Zeitschrift „motorwelt“ im April mit einem Foto dargestellt, wie so ein Kreisel im Prinzip aussehen kann.
Dabei ist zu vermerken, dass bei so einem Kreisel die Einmündung nicht unbedingt im rechten Winkel zur Hauptachse stehen muss, sondern sich graduell verschieben lässt.
Im vorliegenden Fall sind das Gronauer Wirtshaus und die gegenüberliegenden Gebäude unverrückbare Fixpunkte.

Der Campus im Jahre 2018:
Hätten die verantwortlichen Stadtplaner klare Vorstellungen gehabt, so hätte man mit Sicherheit Bauherrn und Architekten bewegen können, die Nord-Ost-Ecke des Gebäudes soweit zurückzunehmen, dass ein großzügiger Kreisel zukünftig möglich ist, zumal die Nutzfläche angesichts der Grundstücksgröße nach Süden nicht hätte verringert werden müssen.
Eine bescheidenere Kreisellösung ist aber nicht ausgeschlossen.

Die Verkehrsüberlegungen müssen weiter reichen. Um die Firmengelände um und mit Zanders vernünftig an eine zukünftige L286n -die ich für unabdingbar halte- anschließen zu können, ist ein doppelspuriger Kreisverkehr im Bereich Richard-Zanders-Straße und K27 nötig. Dabei sind die Einfahrten je doppelspurig, die Ausfahrten je einspurig anzulegen. Auch hier ist eine Achsenverschiebung sinnvoll. Damit wird sowohl die Geschwindigkeit zwangsläufig verringert, wie dem Fußgänger und Radfahrer mehr Sicherheit gewährt.

Da der Bahndamm mit Sicherheit keine Entlastungsstraße wird, steht der Bau einer L286n als einzig mögliche Alternative für eine Lösung des Verkehrsproblems im Raum.
Dabei fordert die Verknüpfung einer neuen L286n mit dem Refrather Weg  besondere Überlegungen.

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Zentrenentwicklung

Samstag, Januar 9th, 2016

Kapitel 5)    Zentrenentwicklung

Bensberg                                                       02.02.2016
Über  Möglichkeiten zur Entwicklung des Zentrums von Bensberg habe ich in den Jahren 2008 und 2009 im Bensberger Ratssaal bei Bürgerversammlungen ausführlich referiert.
Wesentliche Inhalte werden hier aktualisiert dargelegt.
Mit zunehmender Sorge muss man die städtebauliche Entwicklung des Ortskerns von Bensberg – ich nenne in nachfolgend kurz „Burgberg“- in den letzten Jahren verfolgen.  Anfang April 2008 titelte der Kölner Stadtanzeiger: „Der Anfang vom Ende in Bensberg“. Das war nach dem Auszug von Edeka aus dem Loewen Center.
Städtebauliche Entwicklungsmöglichkeiten für Zentren und Subzentren sind vor allem auch abhängig von der Topographie, die in der Regel nur marginal veränderbar ist. Für den Burgberg gilt das in besonderer Weise.

Beschreibung des Ist-Zustandes
(Anamnese und Diagnose)
In den letzten Wochen konnte man lesen, dass die Zukunft des leerstehenden Loewen-Center bislang keinesfalls gesichert ist. Woran liegt es, dass der Einkaufsschwerpunkt derzeit keine positive Entwicklung zeigt: Die Gründe sind zweischichtig.

Es fehlen 1. die politischen Rahmenbedingungen. Es fehlt 2. offensichtlich am Willen der größeren Grundbesitzer an der Schloßstraße, den äußeren topographisch bedingten Vorgaben gemeinsam zu begegnen. Schon 2008 habe ich das bemängelt.

Um für die Zukunft planen zu können, ist ein Rückblick unausweichlich. Das alte Schloß war Mittelpunkt einer Ansiedlung, die Arm und Reich anzog. Eine eigene Gerichtsbarkeit unterstrich die Bedeutung. Die hervorragende Lage auf der Höhe wurde mit dem Bau des neuen Schlosses manifest. Umliegende Siedlungen blieben zunächst kleinräumlich bezogene Ortsteile. Aber es entstand wesentlich nach Westen eine Siedlungsstruktur, die bis zur Mitte des 2o. Jahrhunderts die Entwicklung des Stadtkerns bestimmte, und von der Hanglage geprägt war und ist. Der steile Anstieg von Westen nach Osten ist Grund für den Verlauf der Straßen von Norden nach Süden, also quer zum Anstieg.

Die Bergisch Gladbacher Straße und die Overather Straße hatten für die Entwicklung der Bensberger Freiheit nur geringe Bedeutung. Die unterschiedlichen Nutzungen des neuen Schlosses (Besatzung, Kadettenanstalt, Napola)  spielten eine entscheidende Rolle, weil damit eine Veränderung der soziologischen Struktur verbunden war. Die Bevölkerung war zunächst mehrheitlich ländlich und gewerblich tätig, wurde aber zunehmend auch von Beamten und Offizieren mitgeprägt. Refrath mit Frankenforst, Moitzfeld und Herkenrath spielten für ein Aufblühen des Stadtkerns am Burgberg in den Jahren nach 1950 nur eine untergeordnete Rolle.

Nach 1950 war eine spürbare Aufbruchphase für die Schloßstraße auszumachen. Ein Grund ist darin zu sehen, dass neue Straßen gebaut wurden. Durch den Bau der Steinstraße wurde über den Ausbau der Buddestraße eine neue Nord-Süd-Verbindung von Untereschbach bis Bergisch Gladbach geschaffen. Die Saaler Straße wurde zur direkten Verbindung zwischen Burgberg und Refrath. Die Wipperfürther Straße erhielt durch den Ausbau neuer Siedlungsflächen in und um Moitzfeld eine neue Bedeutung.

Der Ausbau neuer Wohngebiete erforderte neue Möglichkeiten zum Einkauf, von denen der bereits ansässige Einzelhandel am Burgberg in erheblicher Weise profitierte. Allerdings zeigte sich ein anderes Phänomen: Die Arbeitsstätten der Menschen in den neuen Siedlungen lagen und liegen meist außerhalb Bensbergs. Und so kommt es zu Pendlerströmen in Richtung Rheinschiene. Ein Grund liegt im zunehmenden Ausbau von Deutz und Kalk und weiter nach Osten als großer Dienstleistungsbereich für Köln und das rechtsrheinische Umland.

Verbunden war und ist damit eine zeitweilige Überlastung des Verkehrsnetzes. Abhilfe war und ist nur zu schaffen durch den Bau neuer Verkehrswege (L286n) und Ausbau vorhandener Straßen und die Verbesserung im ÖPNV. Es darf nicht übersehen werden, dass der Bau der BAB4 mit den Anschlußstellen Moitzfeld, Frankenforst und Refrath nicht nur Pendler zur Arbeit in die nahe Großstadt zieht, sondern gleichzeitig Kaufkraft abfließt, weil dort mehr Einkaufsmöglichkeiten bestehen.

Es muss bezweifelt werden, dass die Verlängerung der Stadtbahn erhebliche Käuferschichten zum Burgberg zieht, solange nicht dafür gesorgt wird, dass die Einkaufszone auch bequem erreicht werden kann. Egal mit welchem Verkehrsmittel: Bahn, Bus oder PKW.

Nun ist es für einen Stadtkern, der nicht nur Einkaufszentrum, sondern möglichst auch Kultur- und Bildungszentrum sein soll unerlässlich, dass er auch über eine möglichst hohe Aufenthaltsqualität verfügt. Dazu müssen folgende Kriterien beachtet werden:
1.  Man muss sich möglichst ungestört bewegen können. Es soll also kein Verkehr auf Rädern stattfinden. Schlagwort: Verkehrsberuhigung.
2.  Man muss erwerben können, was zum täglichen Lebensunterhalt vonnöten ist. Also ein Angebot für jedermann. Darüberhinaus sollten auch Ansprüche befriedigt werden an Dinge, die man oft oder alltäglich braucht und zwar wünschenswert, aber nicht lebensnotwendig sind.
3.  Es muss auch ein Angebot an Waren geben, die höheren Qualitätsansprüchen genügen, und damit in einem höheren Preissegment liegen, das einer anspruchsvolleren und zahlungskräftigeren Kundschaft gerecht wird.
4.  Das Ambiente -die Atmosphäre- im Freien oder unter Dach muss zum Verweilen einladen. Übermäßige optische oder akustische Reklame ist wenig verkaufsfördernd.
5.  Zu einem anziehenden Zentrum gehören gepflegte Aufenthaltsmöglichkeiten in Cafés oder
Restaurants. Das schließt einfache Bistros oder Kneipen nicht aus.
6.  Es müssen  sich alle Käuferschichten angesprochen und angezogen fühlen. Rücksichtnahme auf bestimmte Alters- und/oder Einkommensschichten ist kontraproduktiv.
7.  Neben den Einkaufswünschen sollten auch kulturelle Bedürfnisse Beachtung finden. (Kino)

Alle Anstrengungen sind vergebens, wenn diese „Mitte der bürgerschaflichen Begegnung“ schlecht oder unzureichend erreichbar ist.
8.  Deshalb muss der Besucher dicht und bequem herangeführt werden, egal ob er sich mit Bus, Bahn oder PKW nähert. Entscheidend ist, dass er bequem die vorhandenen Höhenunterschiede überwinden kann. Ob im Freien oder unter Dach spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle.

Zur Diagnose gehört die Feststellung des Status quo im Bereich der Schloßstraße.

Die Schloßstraße führt von Nordwesten nach Südosten etwa auf halber Höhe des Burgbergs. Sie verfügt mit der bergseitig gelegenen Engelbertstraße und der talseitigen Steinstraße über zwei fast parallel verlaufende Straßen, die für die Erreichbarkeit der Schloßstraße entscheidende Bedeutung haben.

An der Steinstraße liegt mit dem Verkehrsbauwerk -Straßenbahnendpunkt, Busbahnhof, Taxistände und Parkflächen- der entscheidende Anlaufpunkt für alle Besucher, die auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen müssen. Außerdem liegen hier die privaten Parkplätze der Grundstückseigentümer an der Schloßstraße. Von hier aus muss man zur Schloßstraße aufsteigen. Für ältere Leute oder Eltern mit Kinderwagen oder mit Hilfsmitteln (Rollator oder Rollstuhl) ein mühsames Unterfangen.

Im Norden liegen an der Engelbertstraße öffentliche bewirtschaftete Parkplätze, von denen aus man zur Schloßstraße absteigen muss. Die einzige Hilfe bot hier der wenig einladende Personenaufzug auf dem Parkdeck des ehemaligen Loewen Center. Ansonsten ist man auf die Benutzung der noch vorhandenen  Treppenanlagen angewiesen. Die derzeitige Führung der Fußgänger und das völlig unzureichende Angebot an Parkplätzen -und das bei allgemein zunehmender Motorisierung-  tragen nicht zur Belebung des Handels an der Schloßstraße bei.

Die Attraktivität kann hier nur  entscheidend verbessert werden, wenn es gelingt, den potentiellen Kunden die Wege in alle Richtungen bequemer zu machen.

Die soziologische Struktur der Bensberger Bürger ist in der Regel mit „Bildungsbürgertum“ und gehobenem Einkommen treffend beschrieben. Wenn in Alt-Gladbach mehr Bürger eher den unteren Einkommensstufen zuzuordnen sind, liegt das an der immer noch stärker industriell und gewerblich geprägten Struktur der Stadt. Diesen Tatsachen muss man bei allen Planungen gerecht werden. Dabei darf  es keine Tabus oder Vorbehalte geben, auch wenn diese aus Kreisen besitzender Anlieger oder aus Rat oder Verwaltung kommen.

Derzeit kann der Fußgänger die Schloßstraße auf folgenden Wegen erreichen:
a)   von der Kadettenstraße über eine unübersichtliche Treppe,
b)   von der Engelbertstraße aus 1. über eine Treppenanlage zwischen LC-Parkdeck und Riegel,  2. über einen Durchgang im Treppenhaus des Riegels (Haus Nr. 5) vom Wilhelm-Wagener-Platz aus,  3. gegenüber vom Irish Pub führt ein steiler Weg und eine Treppe ans südliche Ende der Schloßstraße.
c)   Von der Steinstraße führen Wege   4. über die Gartenstraße,  5. über eine Baulücke zwischen Adler-Apotheke und Foto-Porst, die nur durch eine Doppelgarage eingeengt ist,  6. über einen Privatweg  zwischen der Pizzeria Italia und „Ihr Platz“,   7. über den privaten Parkplatz auf Ebene 1 (Gräfrath (?), der ca. 3,50 m über dem Niveau der Steinstraße (Ebene -2) und ein Geschoß tiefer als die Ladenebene an der Schloßpassage mit Kino und Bücherei.,  8. über den Erna-Klug-Weg  und   9. über einen Fußweg von der Steinstraße  zum Schloß/Forum/Bensberg.
d)   Von der Straßenbahnendhaltestelle führt ein Fußweg unter der Steinstraße durch einen wenig einladenden Tunnel zur Ostseite der Steinstraße, und von dort treppauf zur Nutzung mehrerer der unter c) genannten Möglichkeiten.

Alle unter a) bis d)  genannten Möglichkeiten sind wenig einladend und teilweise abstoßend.
Sie genügen heute allgemein gültigen Ansprüchen nicht
.

Über die Architektur an der Schloßstraße ist hier nicht zu richten. Sie entspricht dem damaligen Zeitgeist. Positiv muss vermerkt werden, dass die Schloßstraße immer noch über eine Anzahl guter und sehr guter Fachgeschäfte verfügt, die man im Stadtzentrum von Gladbach vergeblich sucht. Das bringt aber keinen Gladbacher zum Einkauf nach Bensberg. Dafür ist Köln zu gut erreichbar.

Ein Arzt kann die Symptome einer Krankheit nur erfolgreich behandeln, wenn er sich deren Ursache gewiss ist. Nicht selten führen verschiedene Therapien zum Erfolg.

Therapie:    Was kann man tun?
Es ist hinlänglich öffentlich diskutiert worden, dass die Attraktivität der Schloßstraße gesteigert werden muss, um mehr Besucher auch als Kunden anzulocken. dabei kann kein noch so guter „Ankermieter“ im Loewen Center -oder neuerdings „Marktgalerie“- für eine stärkere Belebung sorgen, wenn nicht ein paar grundsätzliche Forderungen an die Stadtplanung erfüllt werden.

1.   Eine Belebung der Schloßstraße kann auf Dauer nur erfolgen wenn eine leichte Erreichbarkeit von der Talseite und der Bergseite her entscheidend verbessert wird.
2.   Nach aller Erfahrung im In- und Ausland wird die Öffnung einer Fußgängerzone für den Fahrverkehr auf Dauer nicht zu einer Belebung führen, weil die Aufenthaltsqualität, die mit einem Einkauf verbunden sein soll, empfindlich geschmälert wird.
3.   Wesentlich für die Akzeptanz einer Einkaufszone ist neben der Erreichbarkeit die Gestaltung ihrer Zugänge. Das ist eine Frage der Stadtbildpflege.
4.   Oft vertreiben Sortimenter des Billigsektors zunächst die Kunden mit höheren Ansprüchen, und als Folge alteingesessene Geschäfte. (Letzteres ist ja schon seit einigen Jahre zu beobachten).
Ohne Beachtung dieser Grundforderungen und die damit verbundene notwendige Einleitung von Maßnahmen zur Durchsetzung bleiben alle Bemühungen Stückwerk und führen zum Rückschritt.
Deshalb müssen sich Einzelhandel und Rat einig werden, dass es ohne erhebliche finanzielle Anstrengungen von beiden Seiten nicht geht.
Hier muss ein Umdenken von den Beteiligten einsetzen. Jede Werbung verliert ihre Wirkung, wenn der Bequemlichkeit der Kunden nicht Rechnung getragen wird.
Vordringliche stadtplanerische Aufgabe ist es, ein auf Dauer tragbares Konzept für die Erreichbarkeit der Schloßstraße zu Fuß zu entwickeln, dass sich in einzelnen Maßnahmen verwirklichen lässt.
Damit in
nächster Zeit keine Fakten geschaffen werden, die einer sinnvollen Gestaltung entgegenstehen, muss

a)   baurechtlich das Instrument der Zurückstellung von Bauvorhaben in Anspruch genommen werden. Und zwar solange, bis Klarheit über die Verträglichkeit mit einer städtebaulichen Gesamtplanung für den Burgberg besteht, die dringend in Angriff genommen werden muss.
Der Rat hat hier die Verantwortung, die Verwaltung die Pflicht.
b)   Mit den Eigentümern an der Schloßstraße muss Einigkeit erzielt werde, dass es ohne ein finanzielles Engagement nicht geht. Schließlich profitieren alle davon. Auch über einen Planungswertausgleich darf nachgedacht werden.
c)   Dem Rat muss daran gelegen sein, zurzeit abfließende  Kaufkraft hier zu binden. Dazu ist auch ein Einsatz öffentlicher Mittel sinnvoll.
d)   Derzeit ist nicht bekannt, wie nach einer -wahrscheinlichen- Umplanung die neue Marktgalerie aussehen soll. Wünschenswert wäre in jedem Fall, den oberhalb gelegenen Marktplatz als gut gestalteten Platz mit außergewöhnlichem Blick in die Rheinebene
weitgehend zu erhalten und nicht durch Anlieferungs- oder klimatechnische Bauteile zu zerstören.
e)   Es muss sichergestellt sein, dass deren notwendige Treppen- und Aufzugsanlagen immer zugänglich sind.
f)   Das Treppenhaus des Hause Nr. 5a vom Wilhelm-Wagener-Platz zur Schloßstraße
könnte in eine Passage mit einem leistungsfähigen lichten Aufzug mit Halt auf jeder Nutzerebene umgestaltet werden. Dabei könnte dieser innen oder außen installiert werden.
Denkbar wäre hier auch, auf jeder Ebene eine Gebäudeachse gewerblich zu nutzen.
Der vorhandene Laubengang an der Schloßstraße sollte von Norden eine Verbindung mit der neuen Marktgalerie haben, um die Erreichbarkeit im Obergeschoss des Riegels zu erleichtern.
Ohne mindestens zwei ständig bequeme und leistungsfähige Verbindungen zwischen Markt und Wilhelm-Wagener-Platz zur Schloßstraße – unabhängig von der oder den Einrichtungen der Marktgalerie- wird es keine dauerhafte Belebung geben.
Schließlich: Ein Problem in diesem Bereich bleibt die Anordnung oder Errichtung von PKW-Stellplätzen. Eine denkbare Alternative wäre eine Tiefgarage unter dem Wilhelm-Wagener-Platz mit direktem Ausgang Richtung Schloßstraße. (Haus Nr. 5a)

Die Situation an der Steinstraße erfordert ebenfalls ein Umdenken, wenn diese nicht nur eine wichtige Verkehrsachse  sein soll. Impulse für das Geschäftsleben gehen von hier  nicht aus.
Ein Grund liegt in der ungünstigen Lage der öffentlichen Parkflächen am Busbahnhof und den wenigen allgemein zugänglichen privaten Parkplätzen in den Hinterhöfen der Geschäfte an der Schloßstraße. Wichtiger aber sind die beschwerlichen Fußwege empor zur Schloßstraße.
Dabei böte es sich auch heute noch an, in einer gemeinsamen Aktion der Eigentümer unter Ausnutzung der Höhendifferenzen mindestens zwei die Steinstraße begleitende Parkebenen zu schaffen. Evtl. vorhandene Bauteile zu unterfangen, ist keine unlösbare Aufgabe. Über den Parkebenen könnte zusätzlich nutzbarer Raum geschaffen werden.
Parkplätze an der Steinstraße allein genügen nicht. Es müssen neue Auf- und Abstiege
zum Zentrum geschaffen werden. Drei Örtlichkeiten bieten sich an:
1.   Am „Schloß/Forum/Bensberg“ ist Platz für eine ansehnlich gestaltete Anlage mit Treppe, Rolltreppe oder Aufzug. Hell eingehaust und jederzeit zugänglich wäre das eine Bereicherung für den nördlichen Teil des Zentrums.
2.   Neben dem Kino liegt unter der Steinstraße ein Tunnel als Zugang zur Straßenbahn und zum Busbahnhof mit Parkplätzen. Kino und Bücherei sind innerhalb des Gebäudes erschlossen. Daneben findet man unter Wert bebaute Flächen und einen Fußweg.
Auch hier bieten sich Möglichkeiten.
3.   Von der Steinstraße führt ein Weg hinauf zur Adler-Apotheke. Das Grundstück ist überwiegend nicht oder unter Wert bebaut. Eine Baugenehmigung sollte nur unter Auflagen erteilt werden. Diese sind im Allgemeininteresse durch Erleichterungen bei der Festlegung von GRZ, GFZ und BMZ zu kompensieren.
Bei allen Maßnahmen ist zu prüfen, in welchem Maß oder welcher Weise die Stadt von der oder den privaten Investitionen profitiert, und ob sie sich daran finanziell beteiligen kann. Ablösebeiträge für Stellplätze wären hier sicher gut angelegt.
Alle Auf- und Abstiege müssen deutlich erkennbar sein.
Schließlich darf nicht vergessen werden, dass auch die architektonische Gestaltung eines jeden Objektes nicht außer acht gelassen werden darf.

Es ist höchste Zeit, auch politisch aktiv zu werden.
02.03.2016

Bergisch Gladbach

Unter dem Titel „Gedanken zur Stadtentwicklung in Bergisch Gladbach“ habe ich im Januar 2005 eine ausführliche Darstellung  der Verwaltungsspitze und Ratsmitgliedern zukommen lassen.
Auf Wunsch des damaligen Vorsitzenden von Haus & Grund Bergisch Gladbach e. V. habe ich diese im Januar 2009 überarbeitet und dem Bürgermeister, dem Vorsitzenden von Haus & Grund und einigen Ratsmitgliedern zukommen lassen.
Stellungnahmen habe ich nicht erhalten.
Im Januar 2012 legte ich „Stadtplanerische Grundsätze“ einem erweiterten Personenkreis vor, die auch in der Presse ohne Echo blieben. Nachfolgend der unveränderte Text vom 06.01.2012.

1.     Stadtplanung umfasst alle Gesichtspunkte, die für eine Stadtentwicklung notwendig sind. Sie muss sich immer auf die gesamte Stadt (oder Ort) beziehen, und darf dabei die Planungsabsichten der Nachbargemeinden oder Städte nicht unberücksichtigt lassen.
2.    Bei der zu überplanenden Stadt (es gibt immer schon vorhandene aber zu aktualisierende Planungen, wie z. B. geltende vorbereitende Bauleitpläne = „Flächennutzungspläne“ und gültige Bebauungspläne) müssen folgende Gesichtspunkte jeweils integrierend beachtet werden, wenn die Gesamtplanung nicht schon in ihren Grundzügen mangelhaft werden soll.
3.    Wichtige Gesichtspunkte sind vorgefundene
–   Topographie
–   Wohnbereiche
–   Besonders dabei zu beachten: Soziologische Struktur der Bevölkerung
–   Versorgungsbereiche
–  Ansiedlung von Handwerk und Gewerbe (kommunale Steuerbringer)
–   Bildungseinrichtungen (Schulen, Theater, Museen, Sonstige)
–   Einrichtungen der Gesundheitspflege (Kranken- u. Reha-Häuser etc.)
–   Sport- und Freizeitanlagen (offen oder gedeckt)
–   Kirchliche Einrichtungen
–   Einrichtungen der Ver- und Entsorgung
–  Verkehrsinfrastruktur des örtlichen und überörtlichen Netzes.
Die Reihenfolge stellt keine Wertung dar!
4.   Die meist unterschiedlichen vorhandenen Gegebenheiten müssen aufeinander abgestimmt werden, um keine Nachteile in jeder Hinsicht entstehen zu lassen.

5.   Es ist grundlegend falsch, bei anstehenden Entscheidungen auch nur eine der unter 3. genannten Gesichtspunkte nicht ausreichend zu berücksichtigen .
6.   Deshalb ist die oft praktizierte Vergabe von Gutachten unter nur einer oder wenigen Zielvorgaben in aller Regel auf Dauer für eine Orts- oder Stadtentwicklung schädlich.
Die zumeist nicht fachkundigen Ratsmitglieder müssen sich hier auf die verantwortlichen Mitarbeiter der Baubehörde verlassen können.

Aus diesen Grundforderungen sind Schlüsse zu ziehen.
       Auf Bergisch Gladbach bezogen bedeutet das:
a)   Eine kontinuierlich fortgeschriebene Entwicklungsplanung ist nicht festzustellen.

b)   Anstelle integrierter Lösungen ist eine Planung für Einzelbereiche getreten. Dies gilt besonders für die Bereiche
–   Ansiedlung von großflächigem Handel oder Gewerbe
–   Ausweisung von Wohnbauflächen
–   Verkehrsplanung.
c)   Die Nachteile großer Einkaufszentren auf den örtlichen Einzelhandel in den Stadtkernen ist inzwischen allgemein bekannt. Sogenannte „Ankermieter“ verdrängen gewachsene Strukturen. Die Feststellung gilt für das gesamte Bundesgebiet und weltweit. Sie ist übrigens seit den Fünfzigern unter Stadtplanern durch die Erfahrungen in Amerika und Russland bekannt.

In den Zentren von Bergisch Gladbach uns Bensberg ist die negative Entwicklung (Leerstände und Standortwechsel) deutlich zu erkennen. Folge: Höherwertiges wird hier kaum noch angeboten. Zum Erwerb sucht man andere Nachbarstädte oder Gemeinden auf.
d)    Der Trend zum Angebot größerer (und damit teurerer) Wohnungen in zentrumsnahen Neubauten hält an. Es sind immer mehr Leerstände an Einzelhandelsflächen zu beklagen.
e)    Das Verkehrsaufkommen in Bergisch Gladbach wird wie andernorts immer größer. Noch immer werden Verkehrslösungen angeboten, die längst als überholt angesehen werden müssten.
Beispiel: Knoten Hauptstraße / Odenthaler Straße. Seit den Fünfzigern muss bekannt sein, dass ein Kreisverkehr -wie auch immer gestaltet- gegenüber Ampellösungen Vorteile bietet.
f)    In diesem Fall wird deutlich, wie wenig sich die derzeit Verantwortlichen über die Bedeutung von Stadtgestaltung Gedanken machen. Vom Marktplatz bis Strundorf erlebt die Stadt eine Verödung, der dringend Einhalt geboten werden muss.
g)  Die Offenlegung der Strunde im Bereich das Parkplatzes Buchmühle wird dieser Verödung nicht Einhalt gebieten können wenn es nicht gelingt, den Bereich der östlichen Hauptstraße, der Feuerwache und des Waatsack nebst Nachbargebäuden für attraktiven Einzelhandel zu aktivieren.
h)   Ich halte eine wie auch immer geartete Ampellösung am Waatsack für eine schlimme städtebauliche Fehlleistung. Meine Meinung stütze ich auf umfangreiche eigene Untersuchungen und Fotos von Kreiseln im In- und Ausland.
gez. Hardi Wittrock, 06.01.2012

Schon 1965 schrieb Alexander Mitscherlich sein berühmtes und oft zitiertes Büchlein „Die Unwirtlichkeit unserer Städte“ und es wurde gelästert: „Was der Krieg in unseren Städten hat stehenlassen, verschandeln jetzt unsere Bauräte“.

Anregungen
Marktgalerie   
– Auch als Leserbrief in der BLZ vom 14.10.2016
Für Bensberg will Centerscape bis Dezember einen neuen Vorschlag ausarbeiten und dem Rat vorlegen.
Eigene Studien und Presseberichte lassen erkennen, dass Kaufhäuser (Vollsortimenter) für gewachsene Strukturen schädlich sind. In aller Regel ziehen diese eine Käuferschicht an, deren Einkommen eher als niedrig zu bezeichnen ist.
In der Folge bleiben die „guten“ Kunden aus, was zu einer Abwanderung des
gehobenen Einzelhandels und oft zur Geschäftsaufgabe führt.
Das ist auch in Bergisch Gladbach deutlich zu erkennen.
In vielen Städten hat man das schon lange erkannt und setzt auf einen vielfältigen Fachhandel, der die Bedürfnisse aller Käuferschichten zu befriedigen in der Lage ist.
Ein Supermarkt in der Schloßstraße birgt die Gefahr einer weiteren Abwanderung von Fachgeschäften, die ja schon seit einigen Jahren zu beobachten ist.
In Bensbergs Ortsteilen Refrath, Moitzfeld und Herkenrath gibt es bereits Märkte, die den täglichen Bedarf befriedigen können, und bei denen Parkplätze bequem -ohne Auf- und Abstiege- zu erreichen sind.
Es wird aus diesen Stadtteilen kaum jemand in die Schloßstraße zum Einkauf fahren, wenn er das dortige Angebot auch in der Nähe findet.
Wenn sich in einer neuen Marktgalerie eine Anzahl guter Fachgeschäfte niederlassen würden, die nicht auf einen Massenandrang angewiesen sind, sondern auf eine zahlungskräftige Kundschaft, die es ja rund um Bensberg-Mitte gibt, dann stellt sich auch die Frage nach Parkplätzen nicht im gleichen Ausmaß.
Das Objekt selbst darf nicht durch ausgefallene Architekturdetails auffallen. Dazu gehört auch, dass nicht die Erschließung unterschiedlicher Verkehrsebenen zum entscheidenden äußeren Gestaltungselement wird.
Der Rat wird eine Entscheidung zu treffen haben, die für Bensberg als Einkaufsplatz mit eigenem Flair oder Allerweltsort von nachhaltiger Bedeutung ist.

Anmerkung:  Die Ausführungen zu den Zentren entsprechen dem jeweiligen Wortlaut von Referaten.

– – – – – – –
 

 

 

VITA

Samstag, Januar 9th, 2016

Kapitel 6)  Vita

1930 geb. in Hoffnungsthal, Gem. Rösrath
1937 Umzug nach Bergisch Gladbach
1952 dort Abitur am Nicolaus-Cusanus-Gymnasium
  1952 WS bis SS 1957
  Studium an der Technischen Hochschule Darmstadt
  Fakultät für Architektur. Abschluß: Dipl.-Ing. Architekt
1957 Freischaffender Architekt in Bergisch Gladbach
1961 Berufung in den Verkehrsausschuss der Stadt
1964 Berufung in den Planungsausschuss der Stadt
   
1969-1984 Direktwahl in den Rat der Stadt
1973-2001 Mitglied im Gutachterausschuss des Rhein.- Berg. Kreises
1975-1995 Mitglied im BDA (Bund Deutscher Architekten) und freischaffend tätig.
1985 Ab 1985 wissenschaftliche Arbeit mit dem Ziel der Promotion.
Alls Architekt habe ich erfahren müssen, wie man in Städten und Gemeinden mit erhaltens- und denkmalwerten Gebäuden umging. Abbrüche oder Verunstaltungen gab es bundesweit.
Deshalb ging mein Blick über die Landesgrenzen hinweg vor allem Richtung östliche Nachbarländer, weil ich von dort Berichte erhielt, wie man es auch anders machen kann. Und so wählte ich nach Rücksprache mit meinem Mentor, Prof. Dr. Walter Haas, der TU Darmstadt, der die langjährige Forschung intensiv begleitete, als Titel für eine Dissertation:

Die Versetzung von Gebäuden
Gründe, Methoden und Ziele

Die wichtigsten Hinweise und Erkenntnisse erhielt ich aus Rumänien, Polen und Russland.
Beispiele aus Deutschland und anderen Ländern waren für eine Betrachtung der vielen Aspekte wichtig. Eine besondere Rolle spielte der Aspekt der Denkmalpflege, dem weite Teile der Arbeit gewidmet sind.
Der ehemalige Rektor der Uni Köln, Prof. Dr. Dr. Günther Binding, ließ mir handschriftlich seine Anerkennung für die Wichtigkeit der Arbeit zukommen. (Darauf bin ich als TUD-ler stolz)
Es ist verständlich, dass ich mich mit dem Umgang von Denkmälern In Bergisch Gladbach intensiv beschäftigt habe.
Eine besondere Rolle spielt auch immer die Frage, wie gehe ich mit einem Denkmal um, das im Wege steht.
Und natürlich die Frage, was ist eigentlich ein Denkmal, welche Kriterien müssen erfüllt werden ?

1991 Promotion zum Dr.-Ing. an der TH Darmstadt, jetzt wieder TU
1995 Büroaufgabe wg. schweren Hörschadens.

AUSBILDUNG
1952  Abitur. Dann vorgeschriebenes Baupraktikum

ab WS 1952 Studium der Architektur bei den Professoren

NEUFERT  Ernst
Entwerfen. International bekannt durch seine Bauentwurfslehre.

Öffentliche und private Bauten aller Art

PINAND  Jan Hubert
Entwerfen; Sakralbau, auch baugeschichtlich,

sonst wie bei. Neufert. öff. u. priv. Bauten

SCHORN  Wilhelm
Statik für Architekten.  Großraumkonstruktionen

Prof Schorn rettete die kriegsbeschädigten Kölner romanischen Kirchen vor dem Einsturz mit ungewöhnlichen Methoden.

GRUBER  Karl
nach 1945 Nestor der Städtebauer (auch Baugeschichte)

GUTHER  Max
Städtebau und Siedlungswesen (so hieß das damals).

Beide waren europaweit und weltweit bekannt.
Kaum eine deutsche Großstadt, die nicht von Guther und seinen Schülern
städtebaulich entscheidend geprägt wurde.

Dr. EWERS  Gerhard   Kunstgeschichte
Architektur, Bildhauerei, Malerei

BARTMANN  Heinrich Innenausbau
Technische Ausrüstung bis zum Möbelentwurf.
„studium generale“ und eigene Vertiefung des vorgetragenen Stoffes war angesagt.

Während des Hauptstudiums mussten bis zur Diplomarbeit vier Entwürfe vorgelegt  werden, deren Inhalte jeder Student selbst bestimmen konnte.
Meine wichtigsten und umfangreichsten Entwürfe seien hier erwähnt.
1955 (!)  wählte ich als Aufgabe für Entwerfen ein Gymnasium
auf dem damals freien Feld zwischen Reuterstraße und Paffrather Straße.
Gefordert waren:  Die Darstellung der Geländehöhen im gesamten Umfeld,
die Erstellung eines Raumprogramms,
ein Entwurf im M 1:100 mit allen Grundrissen, Schnitten und Ansichten,
ein Fassadendetail Maßstab 1:10 und 1:1,
eine ausführliche Baubeschreibung mit Berechnungen der bebauten Flächen,
des umbauten Raumes, der Nutzflächen und der Verkehrsflächen.

Die Stadt Bergisch Gladbach, die einen Neubau als Ersatz für das Gymnasiuman der Odenthaler Straße plante, bat mich, meine Unterlagen als Grundlage für die Ausschreibung eines Wettbewerbs verwenden zu dürfen.
Ich habe das kostenlos getan.
An dem Wettbewerb durfte ich als cand. arch. nicht teilnehmen.
Der damalige Stadtdirektors Dr. Kentenich schrieb mir (dem Studenten cand. arch.) am 04.07.1955,
… ist dieser Wettbewerb nur im kleinsten Rahmen für bereits freischaffende Architekten ausgeschrieben worden, so daß für mich keine Möglichkeit besteht,  hierbei eine Ausnahme zu machen. …

Als städtebauliche Aufgabe schien mir die Bebauung des völlig unbebauten Geländes zwischen Reuterstraße, Alte Wipperfürther Straße, Odenthaler Straße und An der Engelsfuhr reizvoll.
Ich plante eine reine ein- bis zweigeschossige Wohnsiedlung mit Ein- und Mehrfamilienhäusern. An eine Schule oder ein evangelisches Kirchenzentrum dachte angesichts der damaligen Bevölkerungszahl und der soziologischen Struktur des Gesamtraums Hebborn noch niemand.
Der Entwurf wurde als gelungene Semesterarbeit akzeptiert.

TÄTIGKEITEN

Als freischaffender Architekt plante und betreute ich den Bau von
Wohn- und Geschäftshäusern, Schul- und Sportbauten,
u.a. Verwaltung und Hotel des Rheinischen Turnerbundes nebst Kunstturn-Leistungszentrum.
Bebauungsvorschläge für größere Freiflächen in Gronau, Hand „Westl. Krabb“ und Herrenstrunden wurden verwirklicht.
Die Erweiterung des Friedhofes St. Laurentius und der Bau der Friedhofskapelle nebst Nebengebäude
und das zugehörige Friedhofstor waren reizvolle Aufgaben.

Eine denkmalpflegerische Aufgabe war die innere und äußere Restaurierung und Sanierung der Kirche St. Laurentius. Der Erhalt der Malereien und Mosaiken war nicht leicht durchzusetzen.
Es passte nicht ins Raumkonzept der Neuerer. Heute käme niemand mehr auf die Idee, die Malereien zu übertünchen.

Von 1972 bis 1974  gelang die private Grundstücksumlegung eines unwirtlichen Geländes im Ortsteil Hand mit einer Anzahl Eigentümern mit unterschiedlichen Anteilen.
Der Bebauungsplan „Westliche Krabb, Teil III“ wurde aufgestellt, Ver- und Entsorgungseinrichtungen verlegt und der öffentliche Raum fertiggestellt. Ohne Architekenbindung erhielt ich den Auftrag, für die einzelnen Bauherrn deren Objekte zu errichten.
Jedes Reihenhaus hat einen völlig eigenen Grundriß und eigene Ansichten. Die Materialwahl führt bis heute zu einem Eindruck der Geschlossenheit.

Ab Juli 1957 äußerte ich mich als freischaffender Architekt
öffentlich zu wichtigen städtebaulichen Fragen.

1958 stellte Dipl.-Ing. Lüdke einen Lösungsvorschlag für die Verkehrsprobleme in der Innenstadt Bergisch Gladbachs vor.
Mit einer umfangreichen Stellungsnahme in der Presse stellte ich die Lösung infrage und skizzierte einen Gegenvorschlag. Kernpunkt war der Bau einer Umgehungsstraße vom Driescher Kreuz bis in den Bereich der Gaststätte Paas. Der Rat glaubte nicht, dass Dr. J.W. Zanders dem Vorschlag aufgeschlossen gegenüberstehen würde.
Dr. Zanders erkärte, „er stehe den Plänen durchaus positiv gegenüber.“ (Rundschau 25.07.1958)
Auch Herr Lüdtke war von den Überlegungen angetan, was deren Umsetzung beschleunigte
Lediglich der Oberkreisdirektor wollte einem Durchstich zwischen seinem Dienstsitz Villa Zanders und dem neuen Kreishaus nicht zustimmen.
Schließlich wurde die Entlastungsstraße und der Durchstich doch gebaut und genutzt. Das wird sich auch nach dem derzeit im Bau befindlichen Kreisverkehr an der Schnabelsmühle nicht ändern.

1958 Im gleichen Jahr erhielt den Auftrag von der Stadt, Überlegungen für eine Wohnsiedlung mit den nötigen Infrastruktureinrichtungen zwischen Gudrunweg und Golfplatz anzustellen.
Die Planungen verliefen zügig und waren quasi ein kleines Gegenstück zum Demonstrativvorhaben des Bundes in Bensberg-Kippekausen.
Schon zu Beginn 1959 wurde mit der Erschließung begonnen.
Leider wurde zu meinem Verdruß ein großer Teil des geplanten Wohngebietes südlich vom Gudrunweg als Gewerbegebiet ausgewiesen. So liegt also heute ein Gewerbegebiet mitten in reinem Wohngebiet.
Im Grunde eine städtebauliche Sünde.

Auch in den Folgejahren, in denen ich bereits als „Sachkundiger Bürger“ in zwei Fachausschüssen mitarbeiten durfte, widmete ich mich vor allem stadtplanerischen und stadtgestalterischen Fragen.

Meine besondere Aufmerksamkeit galt der sportpolitischen Entwicklung hinsichtlich des Neubaus von Hallen- und Freiplätzen, Schwimmgelegenheiten und Bolzplätzen, vor allem auch für die Kinder und Jugendlichen in den neuen Siedlungsgebieten.

1967 wurde der Neubau eines Kulturhauses (Forum) geplant.
Der Bau sollte an den Giebel des „Jungenwohnheim“ am Quirlsberg der Gnadenkirche „vor die Nase“ gesetzt werden.
Der „Paasweg“ sollte davor im rechten Winkel Richtung Hirschapotheke und dann rechtwinklig in die obere Hauptstraße einmünden. Diese Lösung fand ich nicht gut und schlug eine Verschwenkung mit dem Ziel vor, das Forum in die Spitze des Parks zu versetzen. Nach Studium der Baupläne war das ohne Änderungen mit einer Drehung um 45° möglich.
Die Architekten des Forums, Dr. Bertram und Dr. Lang, sahen bei einer kurzfristig angesetzten Ortsbesichtigung mit Vertretern des Rates und der Verwaltung  keine wesentlichen Schwierigkeiten.
( KStA und BLZ am 30.07.1967). Und so steht das Forum nun da, ohne die Gnadenkirche zu verdecken.

1969 bis 1975
waren die aufregenden Jahre um eine komplett neue Verkehrsführung um und über die Innenstadt. Stichwort: Stelzenstraße.

1970 gab es drei Vorschläge:
– des Landschaftsverbandes Rheinland
– der Bezirksregierung Köln
– des Unterzeichners H. Wittrock   (Wegen des Umfangs vom Büro Denzinger bearbeitet)

Die beiden erstgenannten Entwürfe sahen eine Stelzenstraße von der Paffrather Straße in Höhe des Hauses Niesen bis zur Bensberger Straße im Bereich des heutigen Parkdecks mit großen fast kleeblattförmigen
Auf- und Abfahrten vor. Die Hauptstraße wurde per Hochstraße überwunden und eine Menge guter Bausubstanz rechts und links sollte weichen.

Mein Vorschlag sah eine komplett andere Linie vor: Parallel zum Paasweg von der Bensberger Straße eine Auffahrt in Richtung Poststraße, Querung derselben, um über die Hauptstraße als Hochstraße im Bereich abbruchwürdiger Bausubstanz eine zweite zu errichtende Ebene über dem S-Bahnhof für einen Busbahnhof zu erreichen. Damit war der ungestörte Erhalt des eigentlichen Stadtkerns gesichert, ein Verkehrsverbund ermöglicht und Nutzfläche über dem Bahngelände gewonnen.

In der Presse wurden die Vor- und Nachteile der drei Vorschläge diskutiert. Die Argumente meiner Planungskonkurrenten konnte ich nachhaltig entkräften.
Alle Gutachter bezeichneten den „Entwurf  Wittrock“ als den günstigsten. Schließlich bezeichnete auch Prof. Kühn von der RWTH Aachen meinen Vorschlag so.
Am Ende zogen Regierung und Landschaftsverband ihre Entwürfe zurück. Meinem Vorschlag versagte die Regierung die Mitfinanzierung. Es durfte doch nicht sein, dass irgendein Freiberufler eine bessere Idee hatte, als der mächtige Landschaftsverband.

Jahre später –1978-, wurde meine Grundidee teilweise mit dem Bau  eines Tunnels statt einer Hochstraße wieder aufgenommen. Die Chance eines großen Flächengewinns in der Innenstadt war damit vertan.

1972 wurde über einen neuen Theatersaal diskutiert.
Umbau oder Neubau standen zur Debatte.
Am 06.12.1973 übergab ich dem damaligen Stadtdirektor Otto Fell ein mögliches „Funktionsschema“ für alle Ebenen mit Erläuterungen und Berechnungen für einen neuen „Bergischen Löwen“.
Es war die Initialzündung für einen Wettbewerb, aus dem Prof. Böhm mit seinem Entwurf als Sieger hervorging, der dann auch verwirklicht wurde.

1973 bis zur Kommunalwahl 1984 habe ich als Stadtverordneter wichtige und wegweisende Anregungen geben können, die dann auch beachtet und umgesetzt wurden. Dabei handelte es sich um große Siedlungs-, Kaufhaus- oder Nutzflächen für Gewerbe.
Es gab viele Themen, zu denen ich im Rat ausführlich Stellung genommen habe. Die Presse hat meist ausführlich berichtet. Wesentliches ist im Stadtarchiv den Protokollen zu entnehmen.

Es ging und geht um die Themen
1983    Die Gaststätte Waatsack an der Ecke Hauptstraße / Odenthaler Straße
1985    bietet Gelegenheit, seine Denkmaleigenschaft und seine Bedeutung
1992    für die Verkehrsführung zu untersuchen, um daraus Schlüsse zu ziehen
2008  
Vorschlag für eine Kreisellösung am Waatsack
2008  
Vorschlag für ein Parkhaus am Forum

Für meine Vorschläge, Vorträge, Pläne oder sonstigen Tätigkeiten habe ich nie ein Honorar oder sonstige Vergütungen erwartet oder erhalten.

Ehrenamtliche Tätigkeiten im Sport:
Vors. u. Ehrenvorsitzender des Kreissportbundes
Vors. u. Ehrenmitglied im Stadtsportverband
Vors. u. Ehrenmitglied, Mitbegründer im Ski-Club Berg. Glabach
Vors. der Ehemaligen, Freunde und Förderer des Nicolaus Cusanus Gymnasiums

Ex
-Vizepräsident im Westdeutschen Skiverband
Mitgründer der Veranstaltergemeinschaft Lokaler Rundfunk (Radio Berg)

Ehrungen:
Bundesverdienstkreuz am Bande
     Kreisplakette in Gold des RBK
     Goldene Gedenkmünze der Stadt Bergisch Gladbach
     Ehrengabe der Stadt Velsen NL
     Auszeichnungen für skisportliche Leistungen im SCA (A)
(Selten verliehen: Leistungsabzeichen in Gold)